{"id":1361,"date":"2012-05-01T10:52:53","date_gmt":"2012-05-01T09:52:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lagota.ch\/?p=1361"},"modified":"2012-05-01T10:53:00","modified_gmt":"2012-05-01T09:53:00","slug":"die-arbeit-nieder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lagota.ch\/?p=1361","title":{"rendered":"Die Arbeit nieder!"},"content":{"rendered":"<p>Im Jahr 1891 schrieb Oscar Wilde in seinem Essay \u00bbDer Sozialismus und die Seele des Menschen\u00ab: \u00bbHeutzutage wird sehr viel Unsinn \u00fcber die W\u00fcrde der k\u00f6rperlichen Arbeit geschrieben. An der k\u00f6rperlichen Arbeit ist ganz und gar nichts notwendig W\u00fcrdevolles (\u2026). Es ist geistig und moralisch genommen schimpflich f\u00fcr den Menschen, irgendetwas zu tun, was ihm keine Freude macht, und viele Formen der Arbeit sind ganz freud\u00adlose Besch\u00e4ftigungen.\u00ab H\u00e4tte sich die Linke in den vergangenen 100\u00a0Jahren st\u00e4rker an Oscar Wildes Schrift orientiert, anstatt den Arbeitsfetischismus ihrer zumeist moralinsauren Vordenker zu reproduzieren, h\u00e4tte sie gewusst, dass Arbeit den Menschen in aller Regel nicht erf\u00fcllt, sondern fertigmacht. Sie w\u00fcrde nicht beklagen, dass der Gesellschaft die Arbeit ausgeht, sondern skandalisieren, dass in der bestehenden Gesellschaft solch eine ausgesprochen begr\u00fc\u00dfenswerte Entwicklung zu keiner Befreiung f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Was ist das f\u00fcr eine Welt, in welcher der technische Fortschritt systematisch neues Elend verursacht? Und was sind das f\u00fcr Menschen, die angesichts der Einrichtung dieser Welt nicht mit aller Leidenschaft f\u00fcr jenes ganz Andere streiten, das es den Individuen erm\u00f6glichen k\u00f6nnte, sich in Ausschweifung und Genuss, geistiger und k\u00f6rperlicher Hingabe, Kunst und intellektueller Selbstreflexion als Gattungswesen \u00fcberhaupt erst zu konstituieren? Es ginge darum, sich die Welt im wie auch immer widerspr\u00fcch\u00adlichen Einklang mit den Mitmenschen und mit der gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Bequemlichkeit anzueignen. Das hie\u00dfe unter anderem: Transformation des Privateigentums an Produktionsmitteln hin zu gesellschaftlicher Verf\u00fcgung zum Zwecke der Verwirklichung von Freiheit. Nicht aus Hass auf die Reichen oder gar den Reichtum, sondern wegen der Beschr\u00e4nkungen der menschlichen Entfaltung, die solche Formen von Eigentum zwangsl\u00e4ufig mit sich bringen und selbst noch den Besitzenden auferlegen. Es ginge um eine von Ausbeutung und Herrschaft befreite Gesellschaft, nicht zum Zwecke der Konstitution repressiver Kollektive oder gar der R\u00fcckkehr zu irgendeiner vermeintlich \u00bbnat\u00fcrlichen\u00ab, vorzivilisatorischen Lebensweise, sondern zur Befreiung der Individuen aus jenen gesellschaftlichen Zw\u00e4ngen, die angesichts des gesellschaft\u00adlichen Reichtums vollkommen anachronistisch sind.<\/p>\n<p>Doch statt f\u00fcr die Bedingungen der M\u00f6glichkeit individueller Freiheit und gesellschaftlicher Autonomie zu streiten, f\u00fcr einen produktiven M\u00fc\u00dfiggang, der das Gegenteil von auf die Dauer nur Langeweile verstr\u00f6mendem Nichtstun w\u00e4re, sucht man in der Schinderei der Arbeit Erf\u00fcllung\u00a0\u2013 und findet sie wom\u00f6glich auch noch. Der Papst verk\u00fcndet, die Arbeit trage dazu bei, \u00bbGott und den anderen n\u00e4her zu sein\u00ab. Bei der NPD firmiert \u00bbArbeit\u00ab noch vor \u00bbFamilie\u00ab und \u00bbVaterland\u00ab, die Freiheitliche Partei in \u00d6sterreich forderte \u00bbHackeln statt packeln\u00ab und linke Gruppen drohen ihren Gegnern in ihren reichlich abgehalfterten Demoparolen an, sie \u00bbin die Produktion\u00ab zu schicken. Wo sich Gewerkschaften zumindest innerhalb des schlechten Bestehenden als partiell vern\u00fcnftig erweisen und wie die Schweizer Arbeitervertretung einen Volksentscheid zur Arbeitsminimierung initiieren, schl\u00e4gt ihnen die geballte Arbeitswut der Mehrheitsbev\u00f6lkerung entgegen: 66,5\u00a0Prozent der Eidgenossen stimmten vor wenigen Wochen in einem Referendum gegen die Verl\u00e4ngerung des gesetzlichen Mindesturlaubs von vier auf sechs Wochen.<\/p>\n<p><b>Arbeitswahn und Antisemitismus<\/b><\/p>\n<p>Die fanatischsten Lobpreiser der Arbeit waren schon immer zugleich die schlimmsten Antisemiten: Von Marin Luther, dem Vordenker des \u00bbprotestantischen Arbeitsethos\u00ab und Autor des Pamphlets \u00bbVon den Juden und ihren L\u00fcgen\u00ab, \u00fcber den Industriellen Henry Ford, den Autor des Machwerks \u00bbDer internationale Jude\u00ab, f\u00fcr den es \u00bbnichts Abscheulicheres\u00ab gab \u00bbals ein m\u00fc\u00dfiges Leben\u00ab, bis zum F\u00fchrer der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft. Hitler proklamierte in \u00bbMein Kampf\u00ab den \u00bbSieg des Gedankens der schaffenden Arbeit, die selbst ewig antisemitisch war und antisemitisch sein wird\u00ab. Wie ernst er das gemeint hatte, konnte man sp\u00e4ter \u00fcber den Toren der Vernichtungslager nachlesen: \u00bbArbeit macht frei\u00ab. Die Linke hingegen polemisierte gegen die schmarotzenden M\u00fc\u00dfigg\u00e4nger und w\u00fcnschte sich \u00bbArbeiter- und Bauernstaaten\u00ab, anstatt die Menschen vom elenden Dasein als Arbeiter zu befreien. Der Arbeitsfanatismus links wie rechts sieht die ehrliche Arbeit um ihren gerechten Lohn betrogen, sei es durch die \u00bbZinsknechtschaft\u00ab oder die keineswegs nur von der Antiglobalisierungsbewegung so inbr\u00fcnstig gehassten \u00bbSpekulanten\u00ab. Die Agitation geht gegen \u00bbdie da oben\u00ab, gegen die \u00bbBonzen und Parasiten\u00ab, die lieber konspirieren als durch anst\u00e4ndige Arbeit etwas zum Volkswohlstand beizutragen.<\/p>\n<p>Der Hass auf das unterstellte oder tats\u00e4chliche arbeitslose Einkommen ist nicht nur eine falsche, sondern angesichts seiner Ressentimenthaftigkeit und seiner Verherrlichung des Staats eine \u00e4u\u00dferst gef\u00e4hrliche Antwort auf gesellschaftliche Krisenerscheinungen und ungleiche Reichtumsverteilung. Der in jedem arbeitsfetischistischen 1.Mai-Aufruf artikulierte Sozialneid ist das Gegenteil von dringend notwendiger Sozialkritik.<\/p>\n<p>Ob linke Globalisierungsgegner, christliche Sozialtheoretiker oder faschistische Produktivit\u00e4tsfanatiker: Helfershelfer bei der Rettung der Arbeit soll f\u00fcr sie alle der Staat sein, der den z\u00fcgellosen, nicht dingfest zu machenden Marktkr\u00e4ften den Betrug an der ehrlichen Arbeit unm\u00f6glich machen soll. Kein Arbeitsfetischismus ohne Staatsfetischismus. Doch wird der Staat gegen den Markt in Anschlag gebracht, werden Folgen kritisiert und zugleich deren Ursache legitimiert. Es wird nicht das Kapitalverh\u00e4ltnis und der Staat als dessen kollektiver Organisator f\u00fcr die systematische Sch\u00e4digung des Interesses der abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten verantwortlich gemacht, sondern der Kapitalismus wird lediglich mit immer neuen sprachlichen Zus\u00e4tzen versehen: vom \u00bbTurbokapitalismus\u00ab \u00fcber den \u00bbKasino- und Mafiakapitalismus\u00ab bis zum \u00bbRaubtierkapitalismus\u00ab. Dagegen wird dann die \u00bbW\u00fcrde der Arbeit\u00ab ins Feld gef\u00fchrt und der Verlust der \u00bbGestaltungsm\u00f6glichkeiten der Politik\u00ab beklagt.<\/p>\n<p>Der Skandal der heutigen Gesellschaftsform besteht aber nicht darin, dass die Politik in einigen Bereichen weniger Einfluss hat als fr\u00fcher (w\u00e4hrend sie in anderen Bereichen wie zum Beispiel der Migrationsverwaltung, der an den europ\u00e4ischen Au\u00dfengrenzen zahlreiche Menschen zum Opfer fallen, deutlich aktiver agiert als noch vor 20\u00a0Jahren). Das Niederschmetternde einer auf Gedeih und Verderb an die Verwertung von Kapital geketteten Gesellschaft besteht darin, dass in ihr das millionenfache Verhungern von Menschen, die zwar Lebensmittel \u00bbnachfragen\u00ab, aber eben \u00fcber keine zahlungskr\u00e4ftige Nachfrage verf\u00fcgen, achsel\u00adzuckend in Kauf genommen wird. Das Obsz\u00f6ne dieser Gesellschaft besteht darin, dass Luxus und Genuss den meisten Menschen auch in den materiell vergleichsweise abgesicherten Weltgegenden vorenthalten werden, obwohl das angesichts der entwickelten menschlichen und gesellschaftlichen F\u00e4higkeiten nicht notwendig w\u00e4re. Nicht etwa, weil das irgendwelche finsteren M\u00e4chte so beschlossen h\u00e4tten, sondern weil es schlicht der Logik des Systems der Kapitalakkumulation entspricht, gegen das es heute keine wahrnehmbaren Einw\u00e4nde mehr gibt\u00a0\u2013 es sei denn von Leuten, welche die bestehende Gesellschaft durch eine noch schlimmere ersetzen wollen.<\/p>\n<p>In den obligatorischen 1.\u2009Mai-Ansprachen, deren Inhalt in der Forderung \u00bbArbeit, Arbeit, Arbeit\u00ab hinl\u00e4nglich zusammengefasst ist, \u00e4u\u00dfert sich moralische Emp\u00f6rung, aber keine Kritik, die sich zun\u00e4chst einmal einen Begriff vom zu Kritisierenden machen m\u00fcsste. Und so sehen dann auch die Rezepte aus. Beispielsweise jene des reformistischen Fl\u00fcgels der Antiglobalisierungsbewegung, die sich in Gruppierungen wie Attac als eine Art ideeller Gesamtsozialarbeiter konstituiert hat: Erst wird durchaus zutreffend das Elend in der Welt beschrieben\u00a0\u2013 von den drastischen Verelendungstendenzen in den Metropolen bis zum Massensterben in den Hungerregionen. Doch dann fordert man angesichts dieses Leidens\u00a0\u2013 eine neue Steuer. Mit Tobin-Tax und \u00e4hnlichem will man den \u00bbAusw\u00fcchsen\u00ab des \u00bbwurzellosen Finanzkapitalismus\u00ab zu Leibe r\u00fccken. Und so muss es einen auch gar nicht wundern, dass manche Verlautbarung der Globalisierungskritiker klingt, als wollten sie der nationalsozialistischen Unterscheidung in gutes \u00bbschaffendes\u00ab und b\u00f6ses \u00bbraffendes\u00ab Kapital das Wort reden. Doch auch in diesem Fall stehen Kapitalismuskritiker von links keinesfalls alleine da. In \u00d6sterreich griff unl\u00e4ngst der Haus- und Hofdichter der Kronenzeitung diese Unterscheidung auf und reimte in der auflagenst\u00e4rksten Tageszeitung des Landes: \u00bbDas Spekulantenpack ist sch\u00e4dlich, doch nicht das Kapital, das redlich.\u00ab<\/p>\n<p>Diese Trennung ist keineswegs eine Erfindung der nationalsozialistischen Ideologie, sondern im Arbeitsfetischismus jeglicher Couleur angelegt: auf der einen Seite die Arbeitspl\u00e4tze schaffenden, verantwortungsbewussten Industriekapit\u00e4ne; auf der anderen das unproduktive Kapital der Zirkulationssph\u00e4re, das in gemeinschaftsfeindlicher Absicht rastlos seine Krakenarme um den Globus spanne und die \u00bbW\u00fcrde der V\u00f6lker\u00ab angreife, zu deren Verteidigung nicht nur die lateinamerikanischen Linkspopulisten und Ahmadinejad-Freunde Hugo Ch\u00e1vez, Evo Morales und Daniel Ortega angetreten sind. Ein Paradebeispiel aus der Popul\u00e4rkultur f\u00fcr die Unterscheidung von b\u00f6sem \u00bbraffenden\u00ab und gutem \u00bbschaffenden\u00ab Kapital bietet der Spielfilm \u00bbPretty Woman\u00ab, worin der wurzellose Zirkulationskapitalist, in dem schon das Gute schlummert, das aber durch den schlechten Einfluss des geld- und machthungrigen Anwalts nicht zur Geltung kommen kann, von der sch\u00f6nen Prostituierten zum bodenst\u00e4ndigen Produktionskapitalisten bekehrt und aus den F\u00e4ngen des in jeder Hinsicht als unmoralisch gezeichneten Winkeladvokaten befreit wird.<\/p>\n<p>In Europa werden sich auch zum diesj\u00e4hrigen 1.\u2009Mai Politiker aus fast allen Parteien zu leidenschaftlichen Anklagen gegen die \u00bbSpekulanten\u00ab und \u00bbFinanzhaie\u00ab aufschwingen. Gesellschaftskritik wurde schon l\u00e4ngst durch die Benennung von vermeintlich Schuldigen ersetzt. Anstatt die gesellschaftlichen Gr\u00fcnde f\u00fcr das menschliche Elend ins Visier zu nehmen, werden Personifikationen der gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse dem Volkszorn ausgeliefert. Anstatt f\u00fcr die Vollendung des Individualismus und f\u00fcr seine gesellschaftlichen Voraussetzungen zu streiten, klammert man sich auf den diversen 1.\u2009Mai-Aufm\u00e4rschen an die Sklavenparole \u00bbDie Arbeit hoch!\u00ab. In der Huldigung des Prinzips der Arbeit finden Rechts und Links, sozialdemokratischer Etatismus und liberaler Verwertungswahn zueinander. Jemand wie Oscar Wilde h\u00e4tte f\u00fcr dieses Theater nur Verachtung \u00fcbrig gehabt. In \u00bbDer Sozialismus und die Seele des Menschen\u00ab hei\u00dft es ebenso knapp wie treffend: \u00bbMu\u00dfe, nicht Arbeit, ist das Ziel des Menschen.\u00ab<\/p>\n<p><b>Gl\u00fcck statt Arbeit<\/b><\/p>\n<p>Das zynische Achselzucken des Liberalismus, der angesichts der schlechten Einrichtung der Welt erkl\u00e4rt, die Menschen seien nun einmal so, und der von seinen eigenen Konstitutionsbedingungen nichts wissen will, ist nicht viel besser als die linke Suche nach Schuldigen. Doch was sollte die Alternative zum traditionslinken wie liberalen Arbeitsfetischismus sein? Entspricht das Arbeitsregiment nicht der \u00bbmenschlichen Natur\u00ab? Schon der Dandy und Gentleman Oscar Wilde hatte die passende Antwort auf derartige geschichtsvergessene Abwehrreaktionen parat: \u00bbDas einzige, was man von der Natur des Menschen wirklich wei\u00df, ist, dass sie sich \u00e4ndert.\u00ab Gegen liberale Konkurrenzverherrlichung und linken Staatsfetischismus ginge es um eine Kritik der Arbeit, die weder mit dem traditionellen Marxismus noch mit alternativen Verzichtsideologien etwas zu tun hat. Ihr geht es nicht um eine gleichm\u00e4\u00dfige Verteilung des Elends, sondern um seine globale Abschaffung. Sie will nicht Konsumverzicht, sondern Luxus f\u00fcr alle. Solch eine Kritik skandalisiert, dass Luxus und Genuss den meisten Menschen vorenthalten werden, obwohl das angesichts der entwickelten menschlichen und gesellschaftlichen F\u00e4higkeiten nicht notwendig w\u00e4re. F\u00fcr diese Vorenthaltung bedarf es nicht des b\u00f6sen Willens von \u00bbHeuschrecken\u00ab, wie die Charaktermasken des Finanzkapitals, welche die vermeintliche W\u00fcrde der Arbeit beschmutzen w\u00fcrden, in zahlreichen Reden am 1.\u2009Mai in eindeutiger Tradition wieder tituliert werden d\u00fcrften, sondern allein der Logik eines Systems, das sich nicht an den Bed\u00fcrfnissen der Menschen, sondern der Verwertbarkeit des Kapitals orientiert.<\/p>\n<p>Eine Kritik der Arbeit richtet sich nicht gegen das Gl\u00fccksversprechen der b\u00fcrgerlichen Revolution, sondern versucht, seinen ideologischen Gehalt aufzuzeigen und zu verdeutlichen, dass dieses Versprechen in der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft kaum eingel\u00f6st werden kann. Solcher Gesellschaftskritik will keinen falschen Kollektivismus oder gar Gemeinschaftssinn, sondern die verwirklichte Freiheit des Individuums, das sich seiner gesellschaftlichen Konstitution bewusst ist. Dementsprechend verachtet solch eine Kritik die Parole \u00bbDie Arbeit hoch!\u00ab und setzt dagegen die Vorstellung Theodor W. Adornos von einem befreiten gesellschaftlichen Zustand: \u00bbauf dem Wasser liegen und friedlich in den Himmel schauen\u00ab, was \u00fcbrigens auch eine sch\u00f6ne Alternative zu den dr\u00f6gen Gewerkschaftsaufm\u00e4rschen oder der Klassenkampf\u00adsimulation linker Splittergruppen am 1.\u2009Mai ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 1891 schrieb Oscar Wilde in seinem Essay \u00bbDer Sozialismus und die Seele des Menschen\u00ab: \u00bbHeutzutage wird sehr viel Unsinn \u00fcber die W\u00fcrde der k\u00f6rperlichen Arbeit geschrieben. 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