{"id":1832,"date":"2013-07-01T15:22:53","date_gmt":"2013-07-01T14:22:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lagota.ch\/?p=1832"},"modified":"2013-07-01T15:26:52","modified_gmt":"2013-07-01T14:26:52","slug":"1832","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lagota.ch\/?p=1832","title":{"rendered":"Solidarit\u00e4t mit den Hungerstreikenden in M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Seit acht Tagen befinden sich in M\u00fcnchen rund  50 Asylsuchende im Hungerstreik. Seit f\u00fcnf Tagen nehmen sie auch keine  Fl\u00fcssigkeit mehr zu sich. Die sofortige Anerkennung als politisch  Verfolgte und damit ein Aufenthaltsrecht, so lautet ihre unverhandelbare  Forderung. Bis gestern sind 21 von ihnen kollabiert und mussten im  Krankenhaus behandelt werden. Die Regierung unternimmt zahlreiche  Versuche, um den Protest ohne jegliche Gegenleistung zu stoppen, w\u00e4hrend  das Risiko st\u00fcndlich steigt, dass es zu Todesf\u00e4llen kommt.<br \/>\nIn Solidarit\u00e4t mit den Hungerstreikenden haben wir in Z\u00fcrich zwei Transparente aufgeh\u00e4ngt.<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong>(Kopiert von: <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/switzerland.indymedia.org\/img\/extlink.png\" border=\"0\" alt=\"\" \/> <a href=\"http:\/\/refugeetentaction.net\/index.php?lang=de\">http:\/\/refugeetentaction.net\/index.php?lang=de<\/a>)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/hungerstreik.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1836\" title=\"hungerstreik\" src=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/hungerstreik-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/hungerstreik-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/hungerstreik.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Um  den Hungerstreik am M\u00fcnchner Rindermarkt beurteilen zu k\u00f6nnen, sollten  einige Aspekte des Protests innerhalb der letzten anderthalb Jahre n\u00e4her  in Augenschein genommen werden.<\/p>\n<p>Wir, die streikenden  Asylsuchenden, analysieren wie bereits zuvor das Ph\u00e4nomen \u201eFl\u00fcchtling\u201c  stets im Kontext der existierenden politischen und wirtschaftlichen  Strukturen. Dass wir uns dabei auch mit dem Ph\u00e4nomen \u201eKapitalismus\u201c und  dessen Auswirkungen befassen, ist nahe liegend. Wir entwickeln hieraus  unsere Position in dieser Gesellschaft, welche als Ausgangpunkt f\u00fcr  weitere Analysen essentiell ist. Damit treten wir bewusst dem g\u00e4ngigen  Bild von \u201eFl\u00fcchtlingen\u201c entgegen, einem Bild von unf\u00e4higen, hilflosen  Menschen, die lediglich auf der Suche nach Zuflucht sind. Ein Bild, das  wir Asylsuchende mit absoluter Ernsthaftigkeit ver\u00e4ndern wollen.<\/p>\n<p>Unsere  Position innerhalb der bestehenden Strukturen haben wir unter anderem  in dem Refugee Struggle Congress im M\u00e4rz 2013 erarbeitet. Teil dieser  Auseinandersetzungen waren die Vernetzung der Asylsuchenden sowie ihre  Unabh\u00e4ngigkeit und Selbst\u00e4ndigkeit, wobei eine klare Definition der Form  der Unterst\u00fctzung von Gruppen und Einzelpersonen ein unumg\u00e4ngliches  Thema war.<\/p>\n<p>Die Frage, welche Rolle Unterst\u00fctzer_innen innerhalb  dieses Protestes einnehmen, der die Selbstorganisierung und die  Sebstbestimmung der aktuell Betroffenen stets in den Vordergrund stellt,  ist f\u00fcr alle Beteiligten von \u00e4u\u00dferster Wichtigkeit.<\/p>\n<p>Aktuell  befinden wir uns in einer Situation, in der wir aufgrund des trockenen  Hungerstreiks gewisse Aufgaben nur in Zusammenarbeit mit  Unterst\u00fctzer_innen bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen. Dazu z\u00e4hlen die logistische  Organisation, die medizinische Versorgung sowie der Schutz vor der  realen Bedrohung seitens neonazistischer Gruppen und vor st\u00e4ndiger  rassistischer Bel\u00e4stigung durch zahlreiche Passant_innen. Dass wir  physisch und psychisch momentan nicht in der Lage sind, t\u00e4glich mehrere  Interviews und Verhandlungen mit Politiker_innen durchzuf\u00fchren, wird  aufgrund des trockenen Hungerstreiks nachvollziehbar sein. Die  Vermittelnden, die unsere Mitteilungen nach au\u00dfen tragen, sind  inhaltlich nicht beeinflusst von dem Unterst\u00fctzer_innenkreis und stehen  in st\u00e4ndigem und intensivem Austausch mit den durststreikenden  Asylsuchenden im Zelt.<\/p>\n<p>Im Verlauf des bisherigen Protests war es  uns unter anderem durch die umfangreichen Informationsquellen m\u00f6glich,  uns ein Bild \u00fcber die sozialen Potestbewegungen innerhalb Europas zu  machen. Hierbei sind wir immer wieder auf Beispiele gesto\u00dfen, in denen  der Hungerstreik auch in Europa als radikale aber friedliche Protestform  angewendet wurde. In der Benennung dieser Beispiele ging es uns nicht  um einen Diskurs \u00fcber die jeweiligen politischen Inhalte, sondern um die  Verdeutlichung der Ernsthaftigkeit unserer Situation und unserer  hieraus entstandenen Forderungen. Forderungen, die wir klar definiert  seit M\u00e4rz 2012 auf die Stra\u00dfen getragen haben und die bislang von den  politisch Verantwortlichen ignoriert wurden. Daher sind wir bereit, die  m\u00f6glichen Konsequenzen eines Hungerstreiks in Kauf zu nehmen.<\/p>\n<p>Die hungerstreikenden Asylsuchenden in M\u00fcnchen<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/switzerland.indymedia.org\/de\/2013\/06\/90039.shtml\" target=\"_blank\">http:\/\/switzerland.indymedia.org\/de\/2013\/06\/90039.shtml<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit acht Tagen befinden sich in M\u00fcnchen rund 50 Asylsuchende im Hungerstreik. Seit f\u00fcnf Tagen nehmen sie auch keine Fl\u00fcssigkeit mehr zu sich. 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