{"id":1900,"date":"2013-10-02T12:34:03","date_gmt":"2013-10-02T11:34:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lagota.ch\/?p=1900"},"modified":"2013-10-02T18:56:51","modified_gmt":"2013-10-02T17:56:51","slug":"am-5-oktober-2013-den-piusbrudern-in-aarau-entgegentreten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lagota.ch\/?p=1900","title":{"rendered":"Am 5. Oktober 2013 den Piusbr\u00fcdern in Aarau entgegentreten!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Im Namen der S\u00fcnde, der Sexualit\u00e4t und der Selbstbestimmung!<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/pius.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1901\" title=\"pius\" src=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/pius-212x300.jpg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/pius-212x300.jpg 212w, https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/pius.jpg 586w\" sizes=\"auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/a>Im Rahmen der schweizweiten Kampagne zur Initiative \u00abJa zum Kind\u00bb  kommen die rechts-fundamentalistischen Abtreibungsgegner_innen aus dem  Umfeld der Piusbruderschaft am Samstag, 5. Oktober 2013 nach Aarau, um  den Frauen ihr Recht auf Abtreibung abzusprechen. Hinter ihrer mit viel  Brimborium aufgemachten Inszenierung der edlen Sorge um Menschenleben  und Sexualmoral, versteckt sich jedoch nichts anderes als eine  erzreaktion\u00e4re und patriarchale Geschlechterpolitik.<\/p>\n<p>Deswegen rufen wir dazu auf, sich dieser heuchlerischen Kundgebung  am 5. Oktober 2013 um 14.30 Uhr auf der Igelweid in Aarau  entgegenzustellen und diese laut, s\u00fcndigend und selbstbestimmt zu  st\u00f6ren!<\/p>\n<p>Die Kundgebung unter dem Namen \u00abJa zum Kind\u00bb ist leider keine  Randerscheinung: Die christliche Rechte ist auf dem Vormarsch und  vereint Angriffe auf Frauenrechte, rassistische Hetze, konservativen  Mief und homophobe Ideologien, um sich in der kapitalistischen Krise zu  behaupten. Bei der Initiative \u00abJa zum Kind\u00bb spricht die Piusbruderschaft  den Frauen ab, selbstbestimmt \u00fcber eine Mutterschaft zu entscheiden und  dr\u00e4ngt diese in die vom \u00ablieben Gott\u00bb zugedachte Rolle als f\u00fcrsorgliche  Mutter, die brav Zuhause bleibt, Familie und Manne ehrt sowie fleissig  Kinder geb\u00e4rt. Ein herrschaftlicher Zugriff auf den Frauenk\u00f6rper sichert  dem Staat bzw. der Gesellschaft die Kontrolle \u00fcber die Reproduktion der  Bev\u00f6lkerung und zementiert Beherrschungsverh\u00e4ltnisse. Ein  Abtreibungsverbot, wie die \u00abLebenssch\u00fctzer\u00bb es fordern, schafft  Abtreibungen nicht aus der Welt sondern kriminalisiert sie nur. M\u00f6gliche  Folgen sind Pfuscherei, Selbstabtreibungen, Zwangsgeburten sowie  massiver finanzieller und moralischer Druck auf die Betroffenen. Das  Recht auf Abtreibung ist also nicht nur ein wichtiges Moment der  weiblichen Selbstbestimmung; die M\u00f6glichkeit von medizinisch seri\u00f6sen  Schwangerschaftsabbr\u00fcchen und ideologiefreier Beratung bedeutet auch  einen Schutz der k\u00f6rperlichen und psychischen Gesundheit von Frauen.  Solche Machtaus\u00fcbungen folgen immer auch aus finanziellen Interessen und  stehen im Kontext von heuchlerischen gesellschaftlichen  Moralvorstellungen und sozialen Zw\u00e4ngen. Darum muss auch der Widerstand  gegen die rechte Hetze ein Widerstand sein, der ums Ganze geht.<\/p>\n<p>Aber auch die Piusbruderschaft als eigene Institution muss  kritisiert werden. So meldet sie sich regelm\u00e4ssig in einschl\u00e4gig  rechts-nationalistischen Medien zu Wort, lobte faschistische Diktatoren,  wie Pinochet in Chile und Franco in Spanien sowie den franz\u00f6sischen  Nazikollaborateur P\u00e9tain. Des Weiteren fordert die Piusbruderschaft  einen autorit\u00e4ren Gottesstaat mit \u00abchristlicher Gesellschaftsordnung\u00bb.  Getreu dieser \u00abchristlichen Gesellschaftsordnung\u00bb braucht diese \u2013 Zitat  des deutschen Piusbruders Franz Schmidberger \u2013 \u00abM\u00e4nner, die M\u00e4nner sein  wollen, Frauen, die Frauen sind und Frau sein wollen, das heisst  Gehilfin des Mannes und Mutter der Kinder\u00bb. Des Weiteren bezeichnen die  Piusbr\u00fcder Homosexualit\u00e4t als \u00abMoralische Umweltverschmutzung\u00bb und  behaupten, dass j\u00fcdische Menschen Gottesm\u00f6rder seien und auch heute noch  f\u00fcr den Tod Christi zur Verantwortung zu ziehen w\u00e4ren. Das Phantasma  einer Verschw\u00f6rung des \u00abWeltjudentums\u00bb, welches Wirtschaft und Politik  in ihrer Hand h\u00e4tte, reiht sich bei manchem Piusbruder nahtlos neben  Holocaustleugnungen und -relativierungen ein.<\/p>\n<p>Wir pfeifen auf die reaktion\u00e4ren, lustfeindlichen Werte der  Abtreibungsgegner_innen. Denn es gibt Sexualit\u00e4ten jenseits von  Reproduktion. Es gibt Schwangerschaften jenseits von Sexualit\u00e4t. Es gibt  mannigfaltige Lebensentw\u00fcrfe jenseits von Familie und Ehe. Es gibt  Frauen, die nicht Mutter und Gattin sein wollen. Und es gibt Schwangere,  die keine Frauen sind.<\/p>\n<p>Lassen wir erst recht keine Bruderschaft \u00fcber unsere K\u00f6rper und unsere Sexualit\u00e4t bestimmen!<\/p>\n<p>Gegen reaktion\u00e4re Ideen, Sexismus, Homophobie und Antisemitismus!<br \/>\nOb Kinder oder keine, entscheiden wir alleine!<br \/>\nF\u00fcr ein selbstbestimmtes Leben!<\/p>\n<p>Quelle: Antifa Aarau<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen der schweizweiten Kampagne zur Initiative \u00abJa zum Kind\u00bb kommen die rechts-fundamentalistischen Abtreibungsgegner_innen aus dem Umfeld der Piusbruderschaft am Samstag, 5. Oktober 2013 nach Aarau, um den Frauen ihr Recht auf Abtreibung abzusprechen. 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