{"id":2282,"date":"2015-02-11T15:39:02","date_gmt":"2015-02-11T14:39:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lagota.ch\/?p=2282"},"modified":"2015-02-11T15:39:02","modified_gmt":"2015-02-11T14:39:02","slug":"was-ist-aus-der-rechtsextremen-hochburg-aargau-geworden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lagota.ch\/?p=2282","title":{"rendered":"Was ist aus der Rechtsextremen-Hochburg Aargau geworden?"},"content":{"rendered":"<p><strong><span class=\"red\"><span class=\"fett\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.aargrau.ch\/\">http:\/\/www.aargrau.ch\/<\/a><\/p>\n<p>Der Aargau galt noch vor zehn Jahren als eines der Zentren der rechtsextremen Szene \u2013 heute scheint es ruhig geworden zu sein. Eine tr\u00fcgerische Ruhe? <\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p><span class=\"Quelle\">von Manuel B\u00fchlmann <\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/neonazi-demo.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2283\" src=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/neonazi-demo.jpg\" alt=\"neonazi-demo\" width=\"528\" height=\"347\" srcset=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/neonazi-demo.jpg 528w, https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/neonazi-demo-300x197.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 528px) 100vw, 528px\" \/><\/a>\u00abEine Hochburg der rechtsradikalen Bewegung\u00bb nannte der Fricker \u00abNeonazij\u00e4ger\u00bb Heinz Kaiser den Aargau vor zehn Jahren. Die Gr\u00f6sse der Szene sch\u00e4tzte er damals auf bis zu 500 Mitglieder. Heute sagt Kaiser: \u00abEs ist sehr ruhig geworden.\u00bb<\/p>\n<p>Eine Einsch\u00e4tzung, die Kapo-Sprecher Bernhard Graser teilt: \u00abIm Moment sind die Rechtsextremen kein Thema im Aargau. Es gibt keine strukturierte Szene mehr.\u00bb Hans Stutz, Journalist mit Schwerpunkt Rechtsextremismus und Rassismus, best\u00e4tigt: \u00abVon der Szene ist nicht mehr viel zu sehen. Ihre Organisationen sind praktisch verschwunden.\u00bb<\/p>\n<p>Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) h\u00e4lt fest: \u00ab\u00dcber die letzten zehn Jahre ist die gewaltbereite rechtsextreme Szene geschrumpft.\u00bb Auch die Vorf\u00e4lle mit Exponenten der rechtsextremen Szene sind zur\u00fcckgegangen. In den letzten Jahren sei der Kantonspolizei im Aargau nichts von Treffen, Veranstaltungen oder \u00dcbergriffen mit rechtsextremem Hintergrund bekannt, sagt Graser.<\/p>\n<p>In der ganzen Schweiz sch\u00e4tzt der NDB die Zahl der gewaltbereiten Rechtsextremen auf 900 bis 1000 Personen. Die meisten davon in den Kantonen Bern, Z\u00fcrich, St. Gallen und Luzern \u2013 der Aargau folgt an f\u00fcnfter Stelle. Heinz Kaiser sagt, die Szene sei vermehrt in den Kantonen Bern und Luzern, in Genf und in der Ostschweiz pr\u00e4sent. \u00ab\u00d6ffentliche Nazi-Konzerte etwa gibt es heute keine mehr im Aargau. Diese Veranstaltungen werden schon im Vorfeld verhindert.\u00bb Die \u00fcbrig gebliebenen Mitglieder der Szene lebten verzettelt im Aargau und fielen im Kanton nicht mehr gross in der \u00d6ffentlichkeit auf. \u00abDer Staatsschutz hat die Leute im Visier und gut im Griff\u00bb, sagt Kaiser.<\/p>\n<p>Doch warum ist die Szene geschrumpft? Das sei schwierig zu beantworten, sagt Bernhard Graser. \u00abVielleicht hat es mit dem ver\u00e4nderten Zeitgeist zu tun. Ph\u00e4nomene kommen auf und verschwinden wieder.\u00bb Zudem seien viele fr\u00fchere Rechtsextreme inzwischen \u00e4lter und vern\u00fcnftig geworden \u2013 und h\u00e4tten der Szene den R\u00fccken gekehrt. Dazu kommen Nachwuchssorgen. \u00abDie Naziskin-Szene beispielsweise hat f\u00fcr junge M\u00e4nner deutlich an Attraktivit\u00e4t verloren\u00bb, sagt Stutz. Der Grund daf\u00fcr ist unbekannt. \u00abWarum Jugend-Subkulturen entstehen und wieder verschwinden, ist unerkl\u00e4rbar.\u00bb<\/p>\n<p>Kritisch beobachtet wird die Szene auch von der Aarauer Antifa. In den letzten Jahren seien die Rechtsextremen weniger h\u00e4ufig in Erscheinung getreten. Ihre Erkl\u00e4rung: Ein Teil der Mitglieder habe Familien gegr\u00fcndet, ein Teil sei in andere Kantone gezogen. Und wer \u00fcbrig geblieben sei, gebe sich nicht mehr als Nazi-Skinhead zu erkennen, sondern habe sich optisch der Gesellschaft angepasst.<\/p>\n<p>Dennoch warnt die Antifa: \u00abAuch wenn im Aargau weniger Neonazis als auch schon aktiv sind, gibt es sie nach wie vor. In Erscheinung treten sie momentan mit dem Verkleben von Aufklebern oder dem Spr\u00fchen nationalsozialistischer Symbole.\u00bb Zwischenf\u00e4lle mit rechtsextremem Hintergrund seien nicht ganz verschwunden, k\u00fcrzlich sei etwa das Kulturzentrum Bremgarten mit Steinen angegriffen worden.<\/p>\n<p>Und Hans Stutz sagt: \u00abDie rechtsextreme Szene im Aargau muss man k\u00fcnftig im Auge behalten wie andernorts auch.\u00bb Es lasse sich nicht ausschliessen, dass sie wieder an Bedeutung gewinne.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Aargau galt noch vor zehn Jahren als eines der Zentren der rechtsextremen Szene \u2013 heute scheint es ruhig geworden zu sein. 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