{"id":2434,"date":"2015-10-26T13:12:32","date_gmt":"2015-10-26T12:12:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lagota.ch\/?p=2434"},"modified":"2015-10-26T13:12:32","modified_gmt":"2015-10-26T12:12:32","slug":"niederlage-fur-rechte-hetzer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lagota.ch\/?p=2434","title":{"rendered":"Niederlage f\u00fcr rechte Hetzer"},"content":{"rendered":"<p>Das extrem rechte Netzwerk \u00bbHooligans gegen Salafisten\u00ab (Hogesa) ist am Sonntag mit dem Versuch gescheitert, seinen Mobilisierungserfolg von vor fast genau einem Jahr in K\u00f6ln zu wiederholen. Urspr\u00fcnglich wollten die Neonazis und rechten Hooligans unter dem Motto \u00bbDer gleiche Ort \u2013 Die gleiche Demoroute \u2013 Die gleiche Uhrzeit \u2013 K\u00f6ln 2.0\u00ab in der Domstadt aufmarschieren. Damals waren \u00fcber 5.000 Rechte marodierend durch die Stra\u00dfen der Domstadt gezogen und hatten vermeintliche Migranten, Neonazigegner, Journalisten und Polizeibeamte attackiert und mehrere Menschen verletzt (<em>jW <\/em>berichtete). W\u00e4hrend die Sicherheitsbeh\u00f6rden sich am 26.10.2014 von dem braunen Mob \u00fcberrumpeln lassen hatten und nur rund 1.300 Polizisten im Einsatz waren, verrichteten am Sonntag \u00fcber 4.000 Beamte im Rahmen des rechten Aufmarsches und der antifaschistischen Gegenproteste ihren Dienst. Der Plan der Rassisten, erneut eine Demonstration durch die Domstadt zu f\u00fchren, war von der Polizei verboten, aber gerichtlich best\u00e4tigt worden. Erst am Sonnabend hatte das Oberverwaltungsgericht (OVG) M\u00fcnster in zweiter Instanz den Auflagenbescheid des Polizeipr\u00e4sidiums K\u00f6ln best\u00e4tigt, so dass die Hooligans nur eine statiton\u00e4re Kundgebung durchf\u00fchren durften.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/fuckthenazis.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2435\" src=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/fuckthenazis.jpg\" alt=\"fuckthenazis\" width=\"700\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/fuckthenazis.jpg 700w, https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/fuckthenazis-300x175.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a>In der gesamten Stadt waren am Sonntag Tausende Neonazigegner unterwegs. Sie nahmen an diversen Kundgebungen und Demonstrationen teil, die von unterschiedlichen B\u00fcndnissen, Parteien und Gruppierungen organisiert worden waren. K\u00fcnstler- und Stadtteilinitiativen hatten ebenso zu Protesten aufgerufen wie antifaschistische Gruppen, Gewerkschaften, die Partei Die Linke, DKP und SDAJ, B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen und SPD-Gliederungen. Bereits am Sonnabend hatten etwa 3.000 Menschen, darunter viele autonome und linksradikale Antifaschisten, in K\u00f6ln gegen rechte Gewalt und die neuerliche Provokation des Hogesa-Netzwerks protestiert.<\/p>\n<p>Am Sonntag selbst hatten die Hogesa-Anh\u00e4nger deutliche Probleme, den ihnen von den Beh\u00f6rden zugewiesenen Kundgebungsplatz \u00fcberhaupt zu erreichen. Insgesamt einige tausend Antifaschisten blockierten gleich mehrere Stra\u00dfenz\u00fcge und Zufahrtswege. Die Polizei griff die Gegendemonstranten auch mit Wasserwerfern an. An einigen Stellen der Stadt kam es au\u00dferdem zu Scharm\u00fctzeln zwischen Antifaschisten und Kleingruppen von Neonazis. Ob der Grund f\u00fcr k\u00f6rperliche Blessuren, die sich einige extreme Rechte am Sonntag in K\u00f6ln zuzogen, an ihrem Alkoholpegel lag oder ob es sich dabei um Einwirkung des politischen Gegners handelte, war bis <em>jW<\/em>-Redaktionsschluss nicht in Erfahrung zu bringen. Bis in den Nachmittag hinein hatte die Hogesa-Kundgebung nicht offiziell beginnen k\u00f6nnen, da die Hooligans nicht in der Lage waren, die notwendige Anzahl an Ordnern zu stellen, die weder vorbestraft noch alkoholisiert sein durften. Bis zum <em>jW<\/em>-Redaktionsschluss hatten etwa 750 rechte Hooligans den Kundgebungsplatz erreicht.<\/p>\n<p>Ralf Michalowsky, Landessprecher der Linkspartei, bezeichnete es am Sonntag im <em>jW<\/em>-Gespr\u00e4ch als \u00bbSchande\u00ab, dass die Hogesa-Kundgebung \u00bbausgerechnet nach dem feigen rechten Mordanschlag auf Henriette Reker\u00ab \u00fcberhaupt habe stattfinden d\u00fcrfen. \u00bbDas Demonstrationsrecht ist an sich ein hohes und sch\u00fctzenswertes Gut, es gibt jedoch kein Grundrecht auf Rassismus, Hass und rechte Hetze\u00ab, konstatierte er. Erfreut zeigte sich Michalowsky \u00fcber die hohe Zahl antifaschistischer Gegendemonstranten, die sich trotz Polizeigewalt den Rechten in den Weg gestellt h\u00e4tten. \u00bbOhne den Schutz der Polizei w\u00e4re Hogesa heute am Widerstand der Nazigegner gescheitert\u00ab, stellte der Linke-Politiker gegen\u00fcber dieser Zeitung klar.<\/p>\n<p>Rund um das vergangene Wochenende war es in mehrere St\u00e4dten zu Aufm\u00e4rschen von Rechtspopulisten, Rassisten und Neonazis gekommen. In D\u00fcsseldorf folgten am Freitag abend nur noch deutlich unter 50 Rechte einem Aufmarsch der Neofaschistin Melanie Dittmer und ihres Zusammenschlusses \u00bbD\u00fcsseldorf gegen die Islamisierung des Abendlandes\u00ab (D\u00fcgida). An den Gegenprotesten hatten \u00fcber 300 Antifaschisten teilgenommen. Gegen einen Aufmarsch der sich zunehmend offen rechtsextrem gerierenden AfD vor der CDU-Parteizentrale in Berlin demonstrierten am Sonnabend \u00fcber 350 Antifaschisten. Die AfD hatte nur rund 150 Personen mobilisieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/10-26\/052.php\">http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/10-26\/052.php<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00f6ln: Flop f\u00fcr \u00bbHogesa\u00ab-Rassisten. 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