{"id":2524,"date":"2016-03-13T17:06:06","date_gmt":"2016-03-13T16:06:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lagota.ch\/?p=2524"},"modified":"2016-03-13T17:06:06","modified_gmt":"2016-03-13T16:06:06","slug":"offener-brief-an-die-stadt-bern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lagota.ch\/?p=2524","title":{"rendered":"Offener Brief an die Stadt Bern"},"content":{"rendered":"<p><span id=\"fbPhotoSnowliftCaption\" class=\"fbPhotosPhotoCaption\" tabindex=\"0\" data-ft=\"{&quot;tn&quot;:&quot;K&quot;}\"><span class=\"hasCaption\"><strong>Offener Brief an die Stadt Bern<\/strong><br \/>\n<strong> Von: Sedel, Rote Fabrik, L&#8217;Usine &amp; PETZI &gt; Unterst\u00fctze den Brief durch Teilen!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Nach den letzten Unruhen und Strassenschlachten in Bern hat die Berner Stadtregierung die Gelder f\u00fcr die Reitschule sistiert. Die Vorf\u00e4lle und die aktuelle Forderung, die Reitschule zu schliessen, werfen Fragen \u00fcber kulturelle Freir\u00e4ume auf, die in den fr\u00fchen 80er-Jahren auf der Strasse <\/strong><span class=\"text_exposed_show\"><strong>erobert wurden.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/10349871_1036899096380668_5167385473903529179_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2525\" src=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/10349871_1036899096380668_5167385473903529179_n.jpg\" alt=\"10349871_1036899096380668_5167385473903529179_n\" width=\"640\" height=\"390\" srcset=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/10349871_1036899096380668_5167385473903529179_n.jpg 640w, https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/10349871_1036899096380668_5167385473903529179_n-300x182.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a>Die aktuelle Debatte \u00fcber die Berner Reitschule zeichnet ein verzerrtes Bild dieses Kulturzentrums. Es f\u00e4llt kein Wort zu den Konzerten und Shows, die Woche f\u00fcr Woche im Dachstock oder im R\u00f6ssli \u00fcber die B\u00fchne gehen. Dass diese beiden Plattformen f\u00fcr ein ausgezeichnetes Musikprogramm sorgen, scheint niemand zu interessieren. Ebenfalls zu erw\u00e4hnen sind alle weiteren Aktivit\u00e4ten im Tojo, Theater, im Kino Reitschule oder im Frauenraum. Seit ihrer Besetzung 1987 hat sich die Reitschule einen Ruf als kulturellen Hotspot in der Deutschschweiz und als gesellschaftlicher Freiraum aufgebaut. Ihre Strahlkraft beeinflusst die Schweizer Kulturszene. Die Art und Weise der aktuellen Berichterstattung gef\u00e4hrdet diesen wichtigen Stadtberner Kulturbetrieb.<\/p>\n<p>Die Einsatzleiter der Berner Polizei h\u00e4tten sich im Klaren sein m\u00fcssen, dass sie mit ihrer Polizeipr\u00e4senz vom vergangenen Freitag dem gewaltbereiten Teil der Szene in die H\u00e4nde spielen. Und sie h\u00e4tte wissen m\u00fcssen, dass der Strassenmob nicht deckungsgleich mit der Reitschule ist. Zudem wird der Reitschule der Vorwurf gemacht, zu wenig Kontrolle \u00fcber die Strasse auszu\u00fcben. Dabei haben gerade die 80er Jahre gezeigt, dass die Strasse nicht kontrollierbar ist. F\u00fcr die unterzeichnenden Clubbetreiber ist aber auch klar, dass Gewalt in unseren H\u00e4usern nichts verloren hat. Egal ob seitens Polizei oder seitens der Strasse.<\/p>\n<p>Vergangene Aktionen in Bern, wie zum Beispiel \u00abTanz dich frei\u00bb zeigen einen tiefen Graben zwischen den Bed\u00fcrfnissen der Strasse und den Anspr\u00fcchen der Politik. Diese Ursache gilt es anzugehen und nicht Symptome zu bek\u00e4mpfen. Eine Schliessung der Reitschule w\u00fcrde den schon tiefen Graben um ein Vielfaches vergr\u00f6ssern. Eine Sistierung der Mittel w\u00fcrde die Reitschule zu einem besetzen Haus und den Vorplatz zur Sperrzone f\u00fcr Ordnungsh\u00fcter machen. Bern w\u00fcrde wieder brennen. Wer will das?<\/p>\n<p>Es geht nun darum, gemeinsam daf\u00fcr einzustehen, dass dieser historische Freiraum Freiraum bleibt. Dazu geh\u00f6rt, sich deutlich vom gewaltbereiten Teil der Szene abzugrenzen. Protest ist eine gute Sache, aber der Zweck heiligt nie alle Mittel. Wenn Freir\u00e4ume verschwinden, gilt es, auf die Strasse zur\u00fcckzukehren und neue Freir\u00e4ume zu erobern. Solange wir Freir\u00e4ume wie die Reitschule haben, gilt es diese zu erhalten. Das gilt f\u00fcr die Reitsch\u00fcler, den Strassenmob, die Polizei und die Politik.<\/p>\n<p>In Solidarit\u00e4t mit den Betreiberinnen und Betreibern der Reitschule fordern folgende Kulturh\u00e4user die Berner Stadtregierung auf, die Sistierung der finanziellen Mittel f\u00fcr die Reitschule per sofort aufzuheben und diesen Freiraum als solchen zu respektieren:<\/p>\n<p>ILM Sedel, IGRF Rote Fabrik,L&#8217;Usine Gen\u00e8ve<br \/>\nIn Zusammenarbeit mit PETZI (Dachverband Schweizer Musikclubs) <\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach den letzten Unruhen und Strassenschlachten in Bern hat die Berner Stadtregierung die Gelder f\u00fcr die Reitschule sistiert. 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