{"id":282,"date":"2010-12-03T12:14:11","date_gmt":"2010-12-03T10:14:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lagota.ch\/?p=282"},"modified":"2010-12-03T12:18:01","modified_gmt":"2010-12-03T10:18:01","slug":"zensur-gescheitert-wikileaks-wieder-erreichbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lagota.ch\/?p=282","title":{"rendered":"Zensur gescheitert &#8211; Wikileaks wieder erreichbar"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" title=\"Wikileaks Logo\" src=\"\/pic\/Wikileaks_logo.gif\" alt=\"\" width=\"142\" height=\"328\" \/>Nur f\u00fcr wenige Stunden ist es den USA gelungen, den Zugriff auf die Internetplattform Wikileaks zu blockieren. Am Donnerstagabend hatte der grosse US-amerikanische Domain-Name-Provider EveryDNS, der die Internetadresse wikileaks.org technisch verwaltete, ein Abrufen der Seite unterbunden. Begr\u00fcndet wird dies von dem Dienst damit, dass es wiederholt zu Angriffen auf die Adresse gekommen sei, die die gesamte Infrastruktur des Unternehmens gef\u00e4hrdet h\u00e4tten. \u00dcber <a href=\"https:\/\/twitter.com\/wikileaks\/status\/10621623082156033\" target=\"_blank\">Twitter<\/a> teilt Wikileaks nun jedoch mit, dass die Seite jetzt \u00fcber die Schweiz unter <a href=\"http:\/\/www.wikileaks.ch\" target=\"_blank\">wikileaks.ch<\/a> sowie unter der IP-Adresse <a href=\"http:\/\/213.251.145.96\" target=\"_blank\">http:\/\/213.251.145.96<\/a> erreichbar ist. Auch die deutsche Domain <a href=\"http:\/\/www.wikileaks.de\" target=\"_blank\">wikileaks.de<\/a> ist erreichbar und verweist auf die selbe IP-Adresse. Unter allen Adressen sind auch derzeit 640 von 250.000 Geheimdokumenten der US-Diplomatie zu finden, die derzeit f\u00fcr Aufregung sorgen.<\/p>\n<p>Es war nicht der erste Zensurversuch gegen den Dienst, nachdem dieser bislang 640 Geheimdokumente der US-Diplomatie online gestellt hatte. Der Internetkonzern Amazon hatte bereits zur Wochenmitte nach Druck von US-Kongressabgeordneten Wikileaks von seinen Servern vertrieben. Wikileaks hatte zuvor die Dienste des schwedischen Providers \u00bbBahnhof\u00ab genutzt, der die Mietserver von Amazon gemietet hatte. Die Vizechefin der Linkspartei, Katja Kipping, rief daraufhin zu einem Boykott des US-Konzerns auf: \u00bbDas Weihnachtsgesch\u00e4ft steht vor der T\u00fcr. Das ist f\u00fcr die K\u00e4ufer eine gute Gelegenheit, Amazon zu zeigen, was sie von der Zensur gegen Wikileaks halten\u00ab, sagte sie.<\/p>\n<p>Auch die Internationale Journalisten-F\u00f6deration (IFJ), ein internationaler Zusammenschluss von Mediengewerkschaften, dem in Deutschland die Deutsche Journalisten-Union in ver.di (dju) und der Deutsche Journalistenverband (DJV) angeh\u00f6ren, kritisiert die Reaktion der US-Administration auf die Enth\u00fcllungen von Wikileaks. Diese seien \u00bbverzweifelt und gef\u00e4hrlich\u00ab, sagte IFJ-Generalsekret\u00e4r Aidan White am Donnerstag in Br\u00fcssel. Er kritisierte auch die \u00bbpolitische Kampagne\u00ab gegen den Mitbegr\u00fcnder von Wikileaks, Julian Assange, und den Obergefreiten Bradley Manning, der dem Enth\u00fcllungsportal die Dokumente zugespielt haben soll. Die Mordaufrufe gegen Manning und die Spionagevorw\u00fcrfe gegen Assange zeugten \u00bbvon einem Geist der Intoleranz und der Verfolgung, die nicht nur f\u00fcr diese beiden M\u00e4nner gef\u00e4hrlich ist, sondern f\u00fcr alle Journalisten, die \u00fcber politische und diplomatische Aff\u00e4ren recherchieren\u00ab, so White.<\/p>\n<p>Unterdessen rief Wikileaks auch zu Spenden auf, um eine schnellere Ver\u00f6ffentlichung der Dokumente m\u00f6glich zu machen. Bislang stelle man st\u00fcndlich etwa ein Dokument ins Netz, bei dieser Geschwindigkeit brauche man \u00fcber 28 Jahre, bis alle Depeschen verf\u00fcgbar seien.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/wikileaks\/status\/10621623082156033\" target=\"_blank\">Twitter<\/a> &amp; <a href=\"http:\/\/www.redglobe.de\/component\/content\/article\/257-\/4174-zensur-gescheitert-wikileaks-wieder-erreichbar\" target=\"_blank\">redglobe.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nur f\u00fcr wenige Stunden ist es den USA gelungen, den Zugriff auf die Internetplattform Wikileaks zu blockieren. Am Donnerstagabend hatte der grosse US-amerikanische Domain-Name-Provider EveryDNS, der die Internetadresse wikileaks.org technisch verwaltete, ein Abrufen der Seite unterbunden. 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