{"id":3085,"date":"2018-11-08T07:41:16","date_gmt":"2018-11-08T06:41:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lagota.ch\/?p=3085"},"modified":"2018-11-08T07:41:16","modified_gmt":"2018-11-08T06:41:16","slug":"demo-blocher-hau-ab-uster-bleibt-solidarisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lagota.ch\/?p=3085","title":{"rendered":"DEMO: Blocher hau ab! Uster bleibt solidarisch"},"content":{"rendered":"<p>BLOCHER HAU AB!<br \/>\nUSTER BLEIBT SOLIDARISCH<br \/>\nDi. 13.11.2018<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/blocherhauab.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3086\" src=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/blocherhauab-300x168.jpg\" alt=\"blocherhauab\" width=\"300\" height=\"168\" srcset=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/blocherhauab-300x168.jpg 300w, https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/blocherhauab-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/blocherhauab.jpg 1708w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&#8220;Ein Dank an Bev\u00f6lkerung, Beh\u00f6rden und Soldaten&#8221; \u2013 das ist Christoph Blochers Position zum Landesstreik von 1918 und dient als Titel seiner Veranstaltung am 13. November 2018 im Stadthofsaal in Uster. Seine Intervention zum Landestreik zeigt die Politik der SVP unter dem Brennglas: Hetze gegen Arbeiter*innen im Interesse der Reichen.<br \/>\nIn einer Zeit, in der Rechte und Rechtsextreme Parteien auf dem Vormarsch sind, ist es wichtig, deren arbeiter*innenfeindliche Politik zu entlarven und sie zu bek\u00e4mpfen. Dass die SVP, und die Rechte \u00fcberhaupt, Politik f\u00fcr die Besitzenden betreibt, zeigt Blocher mit seinem Dank ans Milit\u00e4r sehr deutlich. Die \u00fcber 250&#8217;000 Streikenden mit linken Forderungen wurden vom Milit\u00e4r mit Gewalt unterdr\u00fcckt. In Grenchen wurden am 14. Novembver 1918 drei Arbeiter von Soldaten erschossen, in Z\u00fcrich wurde der Handgranatenbefehl erlassen und ebenso auf Demonstrierende gefeuert. Diese Gewalt ist ein Beispiel daf\u00fcr, was Staat und Kapital bereit sind, zu tun, wenn sich Arbeiter*innen zusammenschliessen um f\u00fcr ihre Interessen zu k\u00e4mpfen. Blocher zieht nun \u00fcber die Bewegung her, welche f\u00fcr die AHV, die 48-Stunden-Woche und das Frauenstimmerecht auf die Strasse ging \u2013 wir erinnern uns an die Repression die ihnen daf\u00fcr entgegenschlug. Wer die Geschichte des Landesstreiks f\u00fcr rechte Propaganda missbraucht, hat mit Widerstand zu rechnen! Gehen wir am 13. November in Uster gemeinsam auf die Strasse! Gegen Rechte Hetze und f\u00fcr eine solidarische, klassenlose Gesellschaft!<\/p>\n<p>&#8212;-<\/p>\n<p><strong>Der Landestreik war Klassenkampf von unten<\/strong><\/p>\n<p>Blochers Umgang mit der Geschichte ist vor allem eines: Klassenkampf von oben. Er spart dabei Fakten aus, welche seiner Argumentation schaden und bezieht gleichzeitig Partei f\u00fcr diejenigen historischen Akteur*innen, welche die Interessen der Reichen und Rechten wahrten. Es ist wichtig, festzuhalten, dass der Landesstreik aus einer \u00f6konomischen und sozialen Krise nach dem ersten Weltkrieg entstand. Die Besitzenden strichen Kriegsgewinne ein, w\u00e4hrend die Arbeiter*innen hungerten und mit einer Grippe-Epidemie k\u00e4mpften. In verschiedenen Betrieben begannen sich die Arbeiter*innen zu organisieren und vermehrt zu streiken. Die Schweizer Beh\u00f6rden waren aufgrund der Intensivierung der sozialistisch gepr\u00e4gten Widerst\u00e4nde besorgt und unterdr\u00fcckten diese mit Gewalt. Als der Kommunist Jakob Herzog beispielsweise agitative Flugbl\u00e4tter an Soldaten verteilte, wurde er daf\u00fcr am 7. November 1918 verhaftet und ins Bezirksgef\u00e4ngnis Uster gesteckt.<br \/>\nAm 9. November wurde die Arbeit landesweit f\u00fcr 24 Stunden niedergelegt. In Z\u00fcrich kam es am 10. November w\u00e4hrend einer Feier zum Jahrestag der russischen Revolution zu Auseinandersetzungen. Das Milit\u00e4r verschoss dort 660 Kugeln \u00fcber die Versammlung, Verletzte waren die Folge. Am 12. November folgte der Generalstreik. 110&#8217;000 Soldaten wurden vom Bundesrat aufgeboten und in die St\u00e4dte geschickt, in denen gestreikt wurde. Die neun Forderungen der mehr als 250&#8217;000 Streikenden beinhalteten unter anderem ein aktives und passives Frauenstimmrecht, die Einf\u00fchrung der 48-Stunden-Woche, die Sicherung der Lebensmittelversorgung, eine Alters- und Invalidenversicherung und die Tilgung der Staatsschulden durch die Besitzenden. Ein einschneidendes Ereignis in dieser Zeit war die T\u00f6tung dreier Arbeiter durch das Milit\u00e4r in Grenchen am 14. November. Am 15. November 1918 wurden die Streiks an den meisten Orten beendet, nur in Z\u00fcrich setzten die Holz- und Metallarbeiter ihren Streik noch einige Tage fort. Im Nachhinein leitete die Milit\u00e4rjustiz 3&#8217;500 Verfahren ein und verurteilte 147 Arbeiter*innen. \u00dcberhaupt wurde der Streik vom B\u00fcrgertum genutzt, um antisozialistische Ressentiments zu sch\u00fcren und gegen Linke zu hetzen. Diese Tradition setzt Christoph Blocher fort.<\/p>\n<p><strong>Die SVP ist eine Bonzenpartei<\/strong><\/p>\n<p>Der Milliard\u00e4r Blocher ist in der &#8220;Schweizerischen Volkspartei&#8221; von vielen Harvard-Abg\u00e4nger*innen, Banker*innen und Firmenbesitzer*innen umgeben. Diese sehen die SVP als Garantin ihrer Interessen. Die gutbetuchten Damen und Herren betreiben dabei aktiv Politik gegen Arbeitslose, Lohnabh\u00e4ngige und Migrant*innen; ihr Programm ist das, was auch die \u00d6VP gemeinsam mit der FP\u00d6 gerade in \u00d6sterreich tut: mit rassistischer Rhetorik auf Stimmenfang gehen und sobald sie in der Regierung ist, Arbeitszeiten flexibilisieren und Sozialabbau betreiben. Die SVP t\u00e4uscht immer ihre N\u00e4he zu den &#8220;einfachen Leuten&#8221; vor, handelt aber immer gegen ebendiese Leute.<br \/>\nWir lassen uns aber nicht spalten, sondern erkennen die menschenfeindliche Politik der SVP. Wir nehmen die Rede Blochers in Uster zum Anlass, rechter Hetze entschlossen entgegen zu treten, den Kapitalismus als Ursache f\u00fcr unsere Krisen anzuprangern und ihn zu bek\u00e4mpfen. Wenn uns die Geschichte des Landesstreikes etwas zeigt, dann die Grenzen der b\u00fcrgerlichen Demokratie. Wir m\u00fcssen uns selber organisieren, um unsere Ziele zu erreichen und uns dabei auf eine gewaltt\u00e4tige Reaktion von oben gefasst machen. Mit seiner Rede in Uster legitimiert Blocher, in einer Zeit in der Widerstand bitter n\u00f6tig ist, auch heute Gewalt gegen soziale Bewegungen. Wir lassen uns aber nicht einsch\u00fcchtern und zeigen ihm und der SVP, dass wir ihm weder die Geschichte, noch Uster \u00fcberlassen!<\/p>\n<p><strong>GEGEN RECHTE HETZE<\/strong><br \/>\n<strong>GEGEN BLOCHERS AUFTRITT IN USTER<\/strong><br \/>\n<strong>F\u00dcR DIE SOZIALE REVOLUTION<\/strong><br \/>\n<strong>F\u00dcR EINE SOLIDARISCHE GESELLSCHAFT<\/strong><\/p>\n<p>B\u00fcezer*inne vo h\u00fct g\u00e4ge R\u00e4chti vo geschter<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.facebook.com\">facebook<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir nehmen die Rede Blochers in Uster zum Anlass, rechter Hetze entschlossen entgegen zu treten, den Kapitalismus als Ursache f\u00fcr unsere Krisen anzuprangern und ihn zu bek\u00e4mpfen. Wenn uns die Geschichte des Landesstreikes etwas zeigt, dann die Grenzen der b\u00fcrgerlichen Demokratie. Wir m\u00fcssen uns selber organisieren, um unsere Ziele zu erreichen und uns dabei auf eine gewaltt\u00e4tige Reaktion von oben gefasst machen. 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