{"id":314,"date":"2010-12-15T12:58:19","date_gmt":"2010-12-15T10:58:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lagota.ch\/?p=314"},"modified":"2010-12-15T12:58:19","modified_gmt":"2010-12-15T10:58:19","slug":"bolivien-klagt-gegen-cancun-resultat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lagota.ch\/?p=314","title":{"rendered":"Bolivien klagt gegen Canc\u00fan-Resultat"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/via-campesina-1000-cancuns.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-315\" title=\"via-campesina-1000-cancuns\" src=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/via-campesina-1000-cancuns-131x300.jpg\" alt=\"\" width=\"131\" height=\"300\" \/><\/a>Sozialistische Regierung sieht nach UNO-Klimakonferenz Prinzipien verletzt. Veto Boliviens basiert auf Forderungen von Basisbewegungen<\/strong><\/p>\n<p>Von Steffen Lehnert<br \/>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/amerika21.de\/nachrichten\/2010\/12\/17975\/bolivien-klagt-gegen-cancun\" target=\"_blank\">amerika21.de<\/a><\/p>\n<p>Nach Angaben des bolivianischen Botschafters bei der UNO, Pablo Sol\u00f3n, wird die Regierung dieses Andenlandes die auf der UN-Klimakonferenz im mexikanischen Canc\u00fan getroffenen Beschl\u00fcsse vor dem Internationalen Gerichtshof im niederl\u00e4ndischen Den Haag anfechten. Gegen\u00fcber dem staatlichen Fernsehsender BoliviaTV begr\u00fcndete er diese Entscheidung am Montag telefonisch. Das Konsensprinzip sei nicht respektiert und multilaterale Spielregeln seien verletzt worden, so Sol\u00f3n. Deswegen werde seine Regierung rechtliche Schritte einleiten.<\/p>\n<p>Sol\u00f3n kritisierte explizit das Verhalten der Pr\u00e4sidentin des Gipfels, der mexikanischen Au\u00dfenministerin Patricia Espinosa. Diese hatte in der abschlie\u00dfenden Nachtsitzung das Veto Boliviens gegen die Abschlusserkl\u00e4rung bewusst \u00fcbergangen.<\/p>\n<p>Auch wenn Sol\u00f3n nicht \u00fcber die Gr\u00fcnde der fehlenden R\u00fcckendeckung der bolivianischen Position seitens anderer lateinamerikanischer Verb\u00fcndeter spekulieren wollte, stellte er klar: &#8220;Weder (Boliviens) Stimme noch seine Souver\u00e4nit\u00e4t sind angeschlagen. Wir haben Prinzipien, die wir nicht verraten.&#8221;<\/p>\n<p>Die bolivianische Delegation hatte unter anderem kritisiert, das geteilte Abkommen von Canc\u00fan w\u00fcrde den Weg f\u00fcr die Abschaffung der Kyoto-Verpflichtungen auf dem Folgegipfel in Durban ebnen.<\/p>\n<p>Ebenso wurden von La Paz die H\u00f6he und die Herkunft der Gelder f\u00fcr einen &#8220;Gr\u00fcnen Fonds&#8221; hinterfragt. Bolivien hatte gefordert, dass die Industrienationen genauso viel Geld zur Rettung des Klimas bereitstellten wie sie f\u00fcr die R\u00fcstung ausgeben. Dieser Betrag h\u00e4tte Sol\u00f3n zufolge die anvisierten 100 Milliarden US-Dollar um ein 15-faches \u00fcberstiegen. Zudem sei die f\u00fcr den \u00d6kologie-Fonds zugesagte Summe irref\u00fchrend, da gerade einmal 20 Prozent aus den Staatshaushalten stamme, w\u00e4hrend der Restbetrag durch Kredite, Privatinvestitionen und die umstrittenen Klimazertifikate zustande komme.<\/p>\n<p>Bolivien hatte im <a href=\"http:\/\/www.kpoe.at\/home\/anzeige\/browse\/4\/article\/2\/Schmetterlinge-Berge-und-der-Mensch\/privatisierung.html\" target=\"_blank\">April dieses Jahres<\/a> zur ersten &#8220;Weltklimakonferenz der V\u00f6lker&#8221; nach Cochabamba eingeladen und sich verpflichtet, die Positionen der 35.000 Teilnehmenden aus Basisbewegungen und regierungsunabh\u00e4ngigen Organisationen nach Canc\u00fan zu tragen. Pablo Sol\u00f3n selbst war viele Jahre in solchen Bewegungen seines Landes aktiv.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Angaben des bolivianischen Botschafters bei der UNO, Pablo Sol\u00f3n, wird die Regierung dieses Andenlandes die auf der UN-Klimakonferenz im mexikanischen Canc\u00fan getroffenen Beschl\u00fcsse vor dem Internationalen Gerichtshof im niederl\u00e4ndischen Den Haag anfechten. Gegen\u00fcber dem staatlichen Fernsehsender BoliviaTV begr\u00fcndete er diese Entscheidung am Montag telefonisch. Das Konsensprinzip sei nicht respektiert und multilaterale Spielregeln seien verletzt worden, so Sol\u00f3n. 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