{"id":3310,"date":"2019-11-08T11:23:57","date_gmt":"2019-11-08T10:23:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lagota.ch\/?p=3310"},"modified":"2019-11-08T11:23:57","modified_gmt":"2019-11-08T10:23:57","slug":"demo-asylcamps-sind-keine-losung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lagota.ch\/?p=3310","title":{"rendered":"Demo: Asylcamps sind keine L\u00f6sung"},"content":{"rendered":"\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"558\" class=\"wp-image-3311\" style=\"width: 400px;\" src=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/asylcampssindkeinel\u00f6sung.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/asylcampssindkeinel\u00f6sung.jpg 1841w, https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/asylcampssindkeinel\u00f6sung-215x300.jpg 215w, https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/asylcampssindkeinel\u00f6sung-768x1071.jpg 768w, https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/asylcampssindkeinel\u00f6sung-734x1024.jpg 734w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><br><br><em>Probleme mit Foltercamps in Libyen<\/em><br> Krieg, Verfolgung, (staatliche) Gewalt, aber auch Armut, Klimakrise und  andere Gr\u00fcnde k\u00f6nnen dazu f\u00fchren, das bisherige Zuhause aufzugeben. Auf  der Suche nach Sicherheit und einer Perspektive m\u00fcssen sich (fl\u00fcchtende)  Migrant*innen teilweise in noch gr\u00f6ssere Gefahr begeben. In Libyen  werden fl\u00fcchtende Menschen in Camps gefangen gehalten, gefoltert,  vergewaltigt und versklavt. Europa und auch die Schweiz tolerieren diese  Camps und finanzieren sie \u00fcber die IOM und Frontex sogar mit.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Probleme mit Camps in Transitstaaten<\/em><br>\nAuf Druck von Europa und der Schweiz beteiligen sich immer mehr \nTransitstaaten an der Abschottung Europas. In der T\u00fcrkei, Tunesien oder \nMarokko werden (fl\u00fcchtende) Migrant*innen aktiv an der Durchreise nach \nEuropa gehindert und in Camps blockiert. Wenn sich die Regierungen oder \nRegimes dieser L\u00e4nder bereit erkl\u00e4ren, bei der Abschottung Europas \nmitzumachen, erhalten sie Geld und politische Anerkennung. Sie sprechen \nvon Migrationsabkommen, wir von schmutzigen Deals.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Probleme mit Hotspot-Camps an der EU-Aussengrenze<\/em><br>\nWeil die Fluchtrouten \u00fcber das Mittelmeer wegen der europ\u00e4ischen Politik\n m\u00f6rderisch gef\u00e4hrlich sind, versuchen derzeit viele Menschen \u00fcber das \n\u00e4g\u00e4ische Meer nach Europa zu gelangen. Auf den griechischen Inseln \nwerden sie in sogenannte Hotspot-Camps gesteckt. Weil die griechische \nRegierung und Europa es so wollen, sind die Hotspotcamps st\u00e4ndig \n\u00fcberf\u00fcllt. Die Menschen leben in Zelten, die im Sommer zu heiss und im \nWinter zu kalt sind. Es gibt Hygieneprobleme und es herrscht oft Wasser-\n und Nahrungsmangel. Weil die Lager heillos \u00fcberf\u00fcllt sind, kam es zB. \nin Moria zu einem Brand bei dem Menschen starben.  Auch der Zugang zu \neinem formell korrekten Asylverfahren ist in den Hotspots nicht \ngesichert.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Probleme mit Bundesasylcamps<\/em><br>\nGefl\u00fcchtete, die es bis in die Schweiz schaffen, werden als erstes in \ngrossen Bundesasylcamps isoliert. Dort m\u00fcssen sie auf einen \nAsylentscheid oder auf ihre Ausschaffung warten. Die Camps befinden sich\n meist an abgelegen Orten in ehemaligen Kasernen, Spit\u00e4lern oder anderen\n Geb\u00e4uden, die bei der Bev\u00f6lkerung Unsicherheitsgef\u00fchle ausl\u00f6sen. Die \nBundesasylcamps sind wie Gef\u00e4ngnisse organisiert. Hunderte Menschen \nleben auf engem Raum ohne Privatsph\u00e4re. Es gibt einen \nfreiheitsberaubenden Anwesenheitszwang. Das Leben wird gefilmt, \nkontrolliert und \u00fcberwacht. Die Polizei kann jederzeit Menschen \nverhaften. Freund*innen oder Menschenrechtsorganisationen haben keinen \noder kaum Zugang zu diesen Camps. Wer sich nicht an die strengen Regeln \nh\u00e4lt, wird streng bestraft.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Probleme mit den Camps in den Kantonen<\/em><br>\nWer nach 140 Tagen im Bundesasylcamp noch keinen Asylentscheid hat oder \nnicht abgeschoben wurde, wird zum Weiterwarten in ein kantonales Camp \ntransferiert. Aktuell versch\u00e4rfen viele Kantone die Bedingungen in ihren\n Asylcamps. Besonders die Nothilfecamps, wo abgewiesene Gefl\u00fcchtete \nleben m\u00fcssen, werden immer menschenverachtender. Der Kanton Bern wollte \nzB. alle abgewiesenen Gefl\u00fcchteten in einem ehemaligen Jugendgef\u00e4ngnis \nunterbringen. Nur dank Widerstand konnten die Beh\u00f6rden gestoppt werden. \nIm Kanton Z\u00fcrich d\u00fcrfen die abgewiesenen Gefl\u00fcchteten gewisse Zonen \nnicht betreten (Ausgrenzung) oder verlassen (Eingrenzung). Im Kanton \nSchwyz m\u00fcssen die abgewiesenen Gefl\u00fcchteten drei Mal pro Tag im Camp \nihre Anwesenheit mit Unterschrift bezeugen. Gleichzeitig d\u00fcrfen sie von \n9-17 Uhr das Camp nicht betreten. Viele (gefl\u00fcchtete) Migrant*innen \nm\u00fcssen jahrelang in solchen Camps leben. Das macht psychisch und \nphysisch krank. Viele sind frustriert, traumatisiert oder werden \naggressiv.<\/p>\n\n\n\n<p><em>(Gefl\u00fcchtete) Migrant*innen brauchen:<\/em><br>\n\u2013 Keine Folter, keinen Tod und Vergewaltigung, sondern sichere Flucht- und Migrationsrouten.<br>\n\u2013 Keine Abschottung wegen Deals mit Transitstaaten, sondern sichere Flucht- und Migrationsrouten f\u00fcr alle.<br>\n\u2013 Keine Entrechtung und katastrophalen Bedingungen in den europ\u00e4ischen \nHotspotcamps, sondern ein Bleiberecht und Niederlassungsfreiheit f\u00fcr \nalle.<br>\n\u2013 Keine Diskriminierung, sondern gleiche Rechte, Respekt und W\u00fcrde f\u00fcr alle.<br>\n\u2013 Keine Isolation und keine Ausschaffungen, sondern gleicher Zugang zu Wohnen, Arbeit, Bildung und Gesundheit f\u00fcr alle.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Darum: Gehen wir am 9. November gemeinsam auf die Strasse und\n k\u00e4mpfen f\u00fcr eine Welt ohne Einsperrung, Isolation und Diskriminierung \nvon (gefl\u00fcchteten) Migrant*innen.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Probleme mit Foltercamps in Libyen Krieg, Verfolgung, (staatliche) Gewalt, aber auch Armut, Klimakrise und andere Gr\u00fcnde k\u00f6nnen dazu f\u00fchren, das bisherige Zuhause aufzugeben. 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