{"id":3445,"date":"2020-06-25T12:54:02","date_gmt":"2020-06-25T11:54:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lagota.ch\/?p=3445"},"modified":"2020-06-25T12:54:02","modified_gmt":"2020-06-25T11:54:02","slug":"nicht-aus-humanitaren-grunden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lagota.ch\/?p=3445","title":{"rendered":"Nicht aus humanit\u00e4ren Gr\u00fcnden"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Ausbreitung des Coronavirus hat unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig stark die Schw\u00e4chsten getroffen und Ungleichheiten versch\u00e4rft. In vielen L\u00e4ndern sind die Regierungen daran gescheitert, effiziente Nothilfe zu gew\u00e4hrleisten \u2013 und unz\u00e4hlige Gruppen f\u00fcr gegenseitige Unterst\u00fctzung sind entstanden, um diese L\u00fccken zu f\u00fcllen. Unter ihnen die \u00bbSolidarit\u00e4tsbrigaden\u00ab, die w\u00e4hrend des Lockdowns im italienischen Mailand von der antifaschistischen Bewegung aufgebaut und schnell in anderen L\u00e4ndern \u00fcbernommen wurden. Weltweit gibt es mittlerweile 52 Gruppen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kritik am System<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>In Frankreich entstanden im Gro\u00dfraum Paris in wenigen Wochen 17 Brigaden (\u00bbBrigades de solidarit\u00e9 populaire\u00ab, BSP) mit gegenw\u00e4rtig rund 700 Mitgliedern. Darunter die Solidarit\u00e4tsbrigade des 93. Departements, Seine-Saint-Denis, die sich kurz BSP 93 nennt und in einer der \u00e4rmsten und vom Coronavirus am st\u00e4rksten betroffenen Gegenden Frankreichs agiert. Gegr\u00fcndet hatte sich diese Brigade Anfang April, kurz nach Inkrafttreten der Ausgangsbeschr\u00e4nkungen. Zentraler Ansatz war die Organisierung von solidarischer Hilfe f\u00fcr die Schw\u00e4chsten, ohne die Politik, also vor allem Kritik am kapitalistischen System, au\u00dfen vor zu lassen. Dieser Aspekt unterscheidet die BSP deutlich von jenen Gruppen, die darauf bestehen, einfach nur \u00bbhumanit\u00e4r\u00ab zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Pierre*, 31 Jahre alt und Einwohner von Saint-Denis, erkl\u00e4rt seine Beweggr\u00fcnde: \u00bbWarum die Brigaden und keine andere Gruppe? Mich hat der Ansatz angezogen, praktische mit politischer Arbeit, die sehr wichtig f\u00fcr mich ist, zu verbinden. Nicht einfach nur eine humanit\u00e4re Sicht auf die Situation zu haben, sondern politische Kritik zu \u00e4u\u00dfern, w\u00e4hrend wir uns selbst die Mittel aneignen, um denen, die am meisten gef\u00e4hrdet sind, zu helfen (\u2026).\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Die BSP 93 ist in vier St\u00e4dten aktiv \u2013 Aubervilliers, Pantin, Saint-Denis und Saint-Ouen \u2013 mit drei Teams von rund 100 Mitgliedern, die meist bereits \u00fcber politische Erfahrung aus sozialen Bewegungen verf\u00fcgen. Anders als man es h\u00e4tte erwarten k\u00f6nnen, hat das Engagement nach den Lockerungen der Ausgangsbeschr\u00e4nkungen am 11. Mai und der R\u00fcckkehr vieler an den Arbeitsplatz nicht nachgelassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist der 13. Juni. In Aubervilliers haben BSP-93-Mitglieder einen Campingtisch, gro\u00dfe B\u00f6gen wei\u00dfes und rotes Papier und Farben zum Kanal Saint-Denis gebracht und fangen an zu schreiben: \u00bbKeine Gerechtigkeit. Kein Frieden.\u00ab Die Poster werden f\u00fcr die am Nachmittag stattfindende Demonstration gegen Polizeigewalt und Rassismus vorbereitet, zu der das Komitee Adama Traor\u00e9 aufgerufen hat. Der Sohn malischer Einwanderer war 2016 in \u00bbPolizeigewahrsam\u00ab unter \u00e4hnlichen Umst\u00e4nden gestorben wie George Floyd, dessen Tod weltweit Wut ausl\u00f6ste. Traor\u00e9 war ebenfalls erstickt, als er von drei Polizeibeamten auf den Boden gedr\u00fcckt wurde. Seine Familie k\u00e4mpft seitdem f\u00fcr Gerechtigkeit und hat eine m\u00e4chtige Bewegung in Frankreich aufgebaut, die Straffreiheit und Rassismus bei der Polizei anprangert. Die am 2. Juni vom Komitee organisierte Kundgebung hatte ganz Frankreich in Staunen versetzt: Zehntausende, darunter viele junge Menschen aus den bev\u00f6lkerungsreichen Stadtvierteln, widersetzten sich dem Demonstrationsverbot.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/img\/450\/139036.jpg\" alt=\"brigades_08.jpg\"\/><figcaption>Anne Paq Praktische Solidarit\u00e4t: BSP-93-Mitglieder verteilen Schutzmasken vor dem Bahnhof Saint-Denis an Besch\u00e4ftigte auf dem Weg zur Arbeit (25. Mai 2020)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den 13. Juni hat sich BSP 93 dazu entschieden, die Plakate im \u00f6ffentlichen Raum zu gestalten und damit Passanten zur Mitarbeit anzuregen. Dies gelingt auch nach kurzer Zeit, und so entstehen 35 Plakate in neun Sprachen, die im Anschluss geklebt werden. F\u00fcr Gaby*, 38j\u00e4hrige BSP-Aktivistin aus Pantin, bedeutet die gemeinsame Arbeit am Kai, dass \u00bbder Prozess nicht nur darin besteht, Botschaften weiterzutragen, sondern den Menschen, die politische Forderungen haben, sich aber nicht trauen, diese \u00f6ffentlich auszudr\u00fccken, die M\u00f6glichkeit dazu zu geben\u00ab. Mit diesem kleinen Tisch, Papier und Farben \u00bbhaben wir einen kleinen Raum er\u00f6ffnet, der es Menschen erm\u00f6glichte, ihre politische Meinung zu \u00e4u\u00dfern und politische Forderungen zu stellen, ohne sich selbst zu exponieren\u00ab. In diesen scheinbar harmlosen kleinen Momenten sieht Gaby die M\u00f6glichkeit, gemeinsam ein Instrument zu schaffen, mit dem eine politische Debatte angesto\u00dfen werden kann, in der sich auch jene ausdr\u00fccken, die sich nicht als Aktivisten verstehen. Am Ende stehe dann \u00bbein gemeinsamer Diskurs\u00ab. \u00bbWir erkennen zusammen, dass wir alle vom selben System unterdr\u00fcckt werden und dass es nur kleiner Momente des Austauschs bedarf, um festzustellen, dass wir gemeinsame Interessen haben.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vom Kleinen zum Gro\u00dfen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Diese Wiederaneignung des \u00f6ffentlichen Raums durch BSP 93 ist jedoch keine neue Erscheinung. Bereits Anfang April waren in den Stra\u00dfen von Aubervilliers und Pantin Botschaften in Form von Transparenten oder Plakaten in Schwarz und Rot aufgetaucht. Die Botschaften waren eindeutig politisch und revolution\u00e4r, sie riefen die Leute dazu auf, sich zu organisieren: \u00bbNur Menschen k\u00f6nnen Menschen retten\u00ab, \u00bbKollektive Selbstverteidigung\u00ab, \u00bbFreie Masken f\u00fcr alle \u2013 Unsere Gesundheit steht nicht zum Verkauf\u00ab, \u00bbKapitalismus ist das Virus, Solidarit\u00e4t das Heilmittel\u00ab, \u00bbKeine R\u00fcckkehr zur Normalit\u00e4t, denn Normalit\u00e4t ist das Problem\u00ab. Meist unterzeichnet mit \u00bbBSP 93\u00ab. Gaby, die an den Aktionen beteiligt war, erkl\u00e4rt: \u00bbDiese \u00f6ffentliche Meinungs\u00e4u\u00dferung ist sehr wichtig, da diese politischen Positionen in den Mainstreammedien nicht vertreten werden. Es gibt uns die M\u00f6glichkeit, \u00fcber unser bestehendes Kommunikationsnetzwerk hinauszugehen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbSelbstorganisation\u00ab, \u00bbgegenseitige Hilfe\u00ab und eine Absage an den Staat sind zentrale Positionen der Brigaden. Auf ihrer Webseite hei\u00dft es: \u00bbDie Solidarit\u00e4tsbrigaden sind ein Netzwerk selbstinitiierter wechselseitiger Hilfegruppen, die f\u00fcr die Selbstverteidigung der Menschen f\u00fcr die Menschen eintreten. (\u2026) Die Brigaden wurden gegr\u00fcndet, als die Covid-19-Pandemie uns alle traf. Wir sind uns bewusst, dass die Gesundheitskrise nicht von Regierungen gel\u00f6st werden wird. (\u2026) Dieses Solidarit\u00e4tsnetzwerk muss sich auch darauf konzentrieren, den Neoliberalismus anzuprangern. In der Praxis hat sich einmal mehr dessen kriminelle Natur gezeigt. Wir m\u00fcssen neue Formen kollektiver Organisierung erarbeiten.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Der 25j\u00e4hrige Boris* aus Pantin, Gr\u00fcndungsmitglied der franz\u00f6sischen BSP, erinnert sich an die Anf\u00e4nge: \u00bbWir kommen aus der radikalen Linken und kennen uns schon seit langer Zeit. Wir standen auch in Kontakt mit den Genossen in Mailand, und es erschien uns wichtig, unsere Kr\u00e4fte in einer kollektiven Dynamik der politischen Solidarit\u00e4t zu vereinen. Wir sp\u00fcrten, dass die Menschen nicht nur vom Staat eingeschr\u00e4nkt und herumkommandiert werden wollten \u2013 sie wollten handeln. Wir organisierten uns und gr\u00fcndeten Anfang April gleichzeitig in verschiedenen St\u00e4dten BSP-Gruppen, so auch die BSP 93. Die Idee war dabei, das italienische Modell zu \u00fcbernehmen, aber an die \u00f6rtlichen Gegebenheiten anzupassen. Auf nationaler und internationaler Ebene sollte eine gewisse Einheit zwischen den Gruppen bestehen. Als wir die Begeisterung und die Ergebnisse sahen, waren wir sehr \u00fcberrascht. Das Feedback war extrem positiv. Der Slogan \u00bbNur die Menschen k\u00f6nnen die Menschen retten\u00ab fasst f\u00fcr die 20j\u00e4hrige Julie* aus Aubervilliers \u00bbunseren Gem\u00fctszustand\u00ab sehr gut zusammen. \u00bbNeoliberale Konzepte und Regierungen, die diese umsetzen, dienen nicht unseren Interessen. Und das haben wir verstanden.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Anfangs konnte sich die Gruppe wegen der Beschr\u00e4nkungen durch die Pandemie nicht pers\u00f6nlich treffen, Aktionen mussten per Videokonferenz und Telefonchats organisiert werden. Und trotzdem konnte innerhalb weniger Wochen eine beeindruckende Serie von Solidarit\u00e4tsaktionen organisiert werden, von denen einige bis heute fortbestehen. Die Idee war, unmittelbar zu reagieren, um die Situation der Menschen in Not in besonders armen Gegenden zu verbessern. Seine-Saint-Denis wurde mit am h\u00e4rtesten von der Pandemie getroffen und ist ohnehin gekennzeichnet von Ungleichheit, Armut und Polizeigewalt, was durch die Gesundheitskrise versch\u00e4rft wurde. Ein Viertel der H\u00e4user erf\u00fcllt die Hygienestandards nicht, und ein Drittel der Haushalte lebt unter der Armutsgrenze. Es geh\u00f6rt zu den Departements, in denen die Sterblichkeit in den Monaten M\u00e4rz und April am st\u00e4rksten gegen\u00fcber den Vorjahren angestiegen war. Auch viele Gefl\u00fcchtete ohne Papiere leben hier, meist in besetzten H\u00e4usern oder ohne Dach \u00fcber dem Kopf. Viele fanden sich in dieser beispiellosen Krise noch weniger beachtet und in gr\u00f6\u00dfter Not wieder \u2013 ganze Familien verloren pl\u00f6tzlich ihr Einkommen. Ern\u00e4hrungsunsicherheit wurde ein ernstes Thema. Vor diesem Hintergrund h\u00e4tten viele das Bed\u00fcrfnis gehabt, endlich zu handeln.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/img\/450\/139037.jpg\" alt=\"brigades_02.jpg\"\/><figcaption>Anne Paq Niemanden vergessen: Im Gemeinschaftscaf\u00e9 wird Essen f\u00fcr wohnungslose Menschen in Aubervilliers zubereitet (12. April 2020)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Julie w\u00e4re es unm\u00f6glich gewesen, einfach nur zuzuschauen, w\u00e4hrend der Staat nichts tut, da \u00bbbesonders in meinem Departement mehr Menschen an Covid-19 sterben als anderswo\u00ab. Das Projekt der Brigaden \u00bbschien das Problem bei der Wurzel fassen zu wollen: Auf das Scheitern und die Verantwortung derer abzuzielen, die vorgeben, uns zu regieren. Anders formuliert, eine Form der Organisierung, in der Kritik am Kapitalismus und an dem dazugeh\u00f6rigen Staat mit praktischer Solidarit\u00e4t verbunden wird.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Am Anfang stand f\u00fcr BSP 93 jedoch erst mal die Notsituation im Vordergrund. Manche Mitglieder kochten, andere lieferten das Essen aus, unter anderem an Wohnungslose, wie die in Zelten am Kanal lebenden Gefl\u00fcchteten in Aubervilliers und Saint-Denis. Es wurden Orte geschaffen, an denen Lebensmittel und Hygieneartikel zu bestimmten Zeiten abgegeben werden konnten, Teams der Brigaden baten vor Superm\u00e4rkten um zus\u00e4tzliche Spenden. Aktionen wurden auch gemeinsam mit dem gr\u00f6\u00dften Kollektiv Asylsuchender ohne Papiere in Frankreich, den \u00bbGilets noirs\u00ab (\u00bbSchwarzwesten\u00ab, in Anlehnung an die Protestbewegung der \u00bbGilets jaunes\u00ab, \u00bbGelbwesten\u00ab, <em>jW<\/em>), organisiert. In Reaktion auf das Versagen des Staates dabei, Schutzmasken zur Verf\u00fcgung zu stellen, begannen einige, diese selbst zu n\u00e4hen und in Lebensmittelgesch\u00e4ften oder an Pendler an Bahnh\u00f6fen auszugeben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Neue Beziehungen<\/h3>\n\n\n\n<p>Nach Lockerung der Ausgangsbeschr\u00e4nkungen waren endlich auch pers\u00f6nliche Treffen m\u00f6glich. Es kamen Debatten dar\u00fcber auf, wie lange BSP 93 in der Lage sein werde, Familien weiter direkt zu unterst\u00fctzen, da die Spenden r\u00fcckl\u00e4ufig waren. F\u00fcr Boris ist klar, dass die Solidarit\u00e4tsarbeit weitergehen muss: \u00bbEs gibt nicht l\u00e4nger die \u203aHelfenden\u2039 und jene, denen \u203ageholfen\u2039 wird \u2013 wir alle sind betroffen. Wir m\u00fcssen uns mehr in eine Dynamik der Auseinandersetzung begeben. Deswegen ist es so wichtig, ein landesweites Netzwerk zu haben, in dem wir Kampagnen und gemeinsame Forderungen entwickeln k\u00f6nnen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Die 35j\u00e4hrige C\u00e9line* will sich ebenfalls langfristig bei den Brigaden engagieren: \u00bbIch will, dass diese Form der Organisation, die Alltagsaktionen mit politischem Bewusstsein verbindet, weiter existiert. Ich tr\u00e4ume von einer Welt, in der es keine Herrschaftsverh\u00e4ltnisse mehr gibt. Ich wei\u00df, dass ich das nicht erleben werde, aber ich m\u00f6chte daran arbeiten, dies zu verwirklichen.\u00ab F\u00fcr Pierre steht fest, dass Debatten stattfinden m\u00fcssen. Andererseits werde das Elend nach Ende des Lockdowns ebenso da sein wie zuvor. \u00bbEs wird immer viele Dinge geben, um die wir uns unabh\u00e4ngig vom Staat k\u00fcmmern k\u00f6nnen. Sei es beim Thema Wohnen oder beim Kampf gegen prek\u00e4re Lebensverh\u00e4ltnisse. Es gibt viele Bereiche, in denen wir uns uns kollektiv engagieren k\u00f6nnen. Unsere Analyse ist, dass der Staat gescheitert ist, und Selbstorganisierung, gegenseitige Hilfe ist eine Antwort darauf.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die 38j\u00e4hrige Paula*aus Aubervilliers glaubt, dass die BSP relevanter denn je seien: \u00bbDie Krise ist keineswegs \u00fcberwunden. In der Gesundheitskrise mag es ein wenig besser geworden sein, aber die Wirtschaftskrise, das Wohnungs- und Erwerbsproblem und prek\u00e4re Verh\u00e4ltnisse sind nach wie vor da. Das gilt auch f\u00fcr die Klimakrise.\u00ab Die Mission der BSP sei einerseits, weiterhin Menschen in Not materiell zu unterst\u00fctzen, und andererseits auf der Basis von gegenseitiger Hilfe und Solidarit\u00e4t neue gesellschaftliche Beziehungen aufzubauen. \u00bbIch glaube, dass diese Beziehungen der einzige Weg sind, die Krisen zu \u00fcberleben. Ich misstraue dem Staat nicht nur, ich wei\u00df, dass er gegen uns \u2013 die Prekarisierten, Bewohner der bev\u00f6lkerungsreichen Viertel, rassifizierte Menschen \u2013 arbeitet. Daher sind Solidarit\u00e4t, Selbstorganisierung und gegenseitige Hilfe unser einziger Schutz gegen die Gewalt des Staates und des kapitalistischen Systems.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/380632.basisorganisierung-nicht-aus-humanit%C3%A4ren-gr%C3%BCnden.html\">https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/380632.basisorganisierung-nicht-aus-humanit%C3%A4ren-gr%C3%BCnden.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ausbreitung des Coronavirus hat unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig stark die Schw\u00e4chsten getroffen und Ungleichheiten versch\u00e4rft. 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