{"id":3671,"date":"2021-05-31T11:53:16","date_gmt":"2021-05-31T10:53:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lagota.ch\/?p=3671"},"modified":"2021-05-31T11:53:16","modified_gmt":"2021-05-31T10:53:16","slug":"funf-hausbesetzungen-in-bern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lagota.ch\/?p=3671","title":{"rendered":"F\u00fcnf Hausbesetzungen in Bern"},"content":{"rendered":"<p><strong>In den letzten Tagen haben f\u00fcnf Kollektive verschiedene H\u00e4user in Bern und Zollikofen besetzt. Heute treten wir in die \u00d6ffentlichkeit, um uns vorzustellen. Namentlich sind wir das Kollektiv Waldh\u00fctte an der Bitziusstrasse 13, das queerfeministische Kollektiv \u201eRamba Zamba\u201c an der Tillierstrasse 25, das Kollektiv \u201eHula-Hoop\u201c an der Wahlackerstrasse 5 in Zollikofen, dass Kollektiv \u201eTARAP\u201c an der Ostermundigenstrasse 93 und das Kollektiv \u201eVilla Rasselbande\u201c an der Fabrikstrasse 16.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/arton4522.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3672\" src=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/arton4522.jpg\" alt=\"\" width=\"710\" height=\"398\" srcset=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/arton4522.jpg 710w, https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/arton4522-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px\" \/><\/a><br \/>\n<strong>Communiq\u00e9 der f\u00fcnf Kollektive<\/strong><\/p>\n<p>In den letzten Tagen haben f\u00fcnf Kollektive verschiedene H\u00e4user in Bern und Zollikofen besetzt. Heute treten wir in die \u00d6ffentlichkeit, um uns vorzustellen. Namentlich sind wir das Kollektiv Waldh\u00fctte an der Bitziusstrasse 13, das queerfeministische Kollektiv \u201eRamba Zamba\u201c an der Tillierstrasse 25, das Kollektiv \u201eHula-Hoop\u201c an der Wahlackerstrasse 5 in Zollikofen, dass Kollektiv \u201eTARAP\u201c an der Ostermundigenstrasse 93 und das Kollektiv \u201eVilla Rasselbande\u201c an der Fabrikstrasse 16.<\/p>\n<p>Wir, dass sind einige Dutzend Menschen zwischen 16 und 45 mit viel Energie und Ideen. Wir wollen lebendige und freie R\u00e4ume, wo wir uns ausprobieren und enthalten k\u00f6nnen. Uns eint, dass wir keine Stadt wollen, welche durch hohe Mieten, graue W\u00e4nde und Immobilienspekulant*innen gepr\u00e4gt wird.<br \/>\nAlle besetzten H\u00e4user wurden in den vergangenen Jahren bereits mindestens einmal besetzt und unter scheinheiligen Gr\u00fcnden auch ger\u00e4umt. Dass die H\u00e4user erneut leer stehen und vergammeln k\u00f6nnen wir nicht akzeptieren.<\/p>\n<p>An alle Freund*innen von Freir\u00e4umen m\u00f6chten wir bitten, unterst\u00fctzt unsere Hausprojekte. Baut Druck auf und organisiert Aktionen. An die Eigent\u00fcmer*innen m\u00f6chten wir nebst den pers\u00f6nlichen Briefen zus\u00e4tzlich ausrichten, dass wir die H\u00e4user beleben wollen und dies vielen Menschen zu Gute kommen w\u00fcrde.<br \/>\nUnsere Besetzungen sind untrennbar mit dem Kampf, denn die Besetzer*innen der effy29 ab Montag vor Gericht f\u00fchren werden. Wir senden euch jeden Funken Solidarit\u00e4t, den wir haben. Effy29 war nicht das Ende, sondern der Anfang.<\/p>\n<p><strong>Bitziusstrasse 13<\/strong><\/p>\n<p>Wir das Kollektiv Waldh\u00fctte haben das Haus an der Bitziusstrasse 13 besetzt. Dies steht schon seit Jahren leer, der Garten ist extrem \u00fcberwuchert und wirkt nicht gepflegt. Wir sind aber sehr motiviert das ganze Haus samt Garten wieder herzurichten und auch Verschiedene Anl\u00e4sse f\u00fcr das Quartier zu gestallten.<br \/>\nUns erschreckt es das H\u00e4user mitten in der Stadt so verwahrlost und ungepflegt sind, der Wohnraum in der Stadt Bern ist knapp und Teuer daher haben wir in keinster Weise Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Leer stand.<br \/>\nDas Kollektiv besteht aus Menschen zwischen 16 und 40 Jahren, daher stehen wir alle an verschiedenen Punkten in unseren Leben was uns verbindet ist aber der Wunsch nach Freiraum und Selbstverwaltetet R\u00e4umen, ein zusammen leben und auch ein \u201ewieder\u201c beleben der Stadt Bern und dessen Quartieren.<br \/>\nDazu sind wir alle sehr motiviert verschiedenste Menschen mit unserem Projekt zu erreichen, wir wollen Raum und Platz bieten f\u00fcr Familien, Kindern, Jugendliche aber auch \u00e4ltere Menschen welche Gesellschaft suchen.<br \/>\nDer Austausch unter den Generationen in Bern fehlt uns sehr, wir sehen unser Projekt als Startschuss um dies zu \u00e4ndern.<br \/>\nSobald klar ist wie es weiter geht mit uns in diesem Haus werden wir das Haus \u00f6ffnen und euch alle einladen um einen ersten sch\u00f6nen Nachmittag zusammen zu verbringen und zusammen zu Brainstormen was alles Ideen sein k\u00f6nnten welche in diesem Haus umgesetzt werden k\u00f6nnen.<br \/>\nSolidarische Gr\u00fcsse<\/p>\n<p><strong>Tillierstrasse 25<\/strong><\/p>\n<p>In der Nacht vom 29.05 auf den 30.05 haben wir, das queerfeministische Kollektiv Ramba Zamba das Haus an der Tillierstrasse 25 besetzt.<br \/>\nWir sind Menschen aus verschiedensten Altersgruppen, verschiedensten Berufen und wir sind daran intressiert das Haus wieder wohnhaft zu machen! Zum einen brauchen Menschen von uns Wohnraum, Andere von uns haben interesse daran etwas zu kreiren was dem Quartier mehr leben einhauch und eine Begegnungszone schafft und damit ein gr\u00f6sseres Miteinander in diesem Teil der Stadt.<br \/>\nUns macht es traurig zu sehen, wenn so sch\u00f6ne alte und vor allem grosse H\u00e4user leerstehen wenn wir sehen wie extrem Bern momentan Gentrifiziert wird.<br \/>\nDaher appelieren wir an euch alle, helft mit Bern zu dieser Stadt zu machen in der wir leben wollen, wo es ein miteinander gibt und nicht nur alle f\u00fcr sich oder sogar gegeneinander sind.<br \/>\nWir hoffen mit dieser Besetzung unteranderem ein Quartiertreffpunkt zu schaffen wo es m\u00f6glich ist sich auszutauschen um unters\u00fctzung zu beten oder einfach in Gesellschaft sein zu k\u00f6nnen.<br \/>\nMachen wir uns die Stadt so wie sie uns gef\u00e4llt und wie wir uns wohl f\u00fchlen, Der Beginn daf\u00fcr ist dieses Haus. Also kommt vorbei und helft mit.<br \/>\nAuf eine gute Nachbarschaft und ein gutes zusammenleben.<br \/>\nEuer queerfeministisches Kollektiv Ramba Zamba<\/p>\n<p><strong>Wahlackerstrasse 5<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Menschen<br \/>\nWir haben das Betagtenheim Zollikofen besetzt und m\u00f6chten uns gerne vorstellen. Wir sind das Hula-Hoop-Kollektiv bestehend aus vielen unterschiedlichen Menschen, welch sich zusammengefunden haben, um das leerstehende Haus zu beleben.<br \/>\nWir wollen mit dieser Besetzung auf die akute Wohnungsnot aufmerksam machen. Steigende Mieten, &#8220;Aufwertung&#8221; der Stadt, und immer weniger bezahlbarer Wohnraum. Gleichzeitig verdienen Immobilienbesitzer*innen unglaub viel Geld damit.<br \/>\nWir m\u00f6chten gerne mit dem ganzen Quartier zusammenarbeiten, in Kontakt bleiben und sind offen f\u00fcr Projekte, Ideen und Anregungen.<br \/>\nLiebe Gr\u00fcsse<br \/>\nHula-Hoop-Kollektiv<\/p>\n<p><strong>Fabrikstrasse 16<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Nachbar:innen, Liebes Quartier,<br \/>\nvor zwei Jahren wurde uns das Fabrikool genommen. Das selbstbestimmte und lebendige Projekt wurde auf Vorrat verdr\u00e4ngt, doch hinter dem drei Meter hohen Zaun ist in der Zwischenzeit nichts passiert.<br \/>\nWeitere zwei Jahre Leerstand mehr, sind weitere zwei Jahre zu viel! Wir haben uns zusammengeschlossen und haben in der Nacht vom 29. auf den 30.Mai das Geb\u00e4ude an der Fabrikstrasse 14 wieder besetzt. Ab heute lebt dieses Haus wieder! Es wird mit Ideen gef\u00fcllt, welche fern ab von Konsumzw\u00e4ngen und Fremdbestimmung ertr\u00e4umt wurden. Kommt vorbei, bringt euch ein und bis gli!<br \/>\nLiebe Gr\u00fcsse Villa Rasselbande<\/p>\n<p><strong>Ostermundigenstrasse 93<\/strong><\/p>\n<p>Unbegrenzte M\u00f6glichkeiten im ehemaligen Swisscom &#8211; Tower. Nach der Beendigung der Zwischennutzung steht der grosse Tower seit Monaten leer. Wir das Kollektiv &#8220;TARAP&#8221; m\u00f6chten die unz\u00e4hligen R\u00e4ume und den Tower beleben. Da der Umbau offensichtlich nicht begonnen hat, fragen wir uns, warum warten, wenn wir den Leerstand schon jetzt nutzen k\u00f6nnten?<br \/>\nKreative Freir\u00e4ume werden in Bern immer rarer. Geb\u00e4ude im Leerstand zu belassen bedeutet, dass die Lebendigkeit einer Stadt langsam aber sicher eingeht. Gerade ein so grosses Geb\u00e4ude wie der ehemalige Swisscom Tower darf nicht einfach leerstehen. Deswegen laden wir Alle dazu ein. Kommt vorbei. Sucht euch einen Raum und verwirklicht eure Projekte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten Tagen haben f\u00fcnf Kollektive verschiedene H\u00e4user in Bern und Zollikofen besetzt. Heute treten wir in die \u00d6ffentlichkeit, um uns vorzustellen. 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