{"id":3894,"date":"2022-09-26T11:28:46","date_gmt":"2022-09-26T10:28:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lagota.ch\/?p=3894"},"modified":"2022-09-26T11:28:46","modified_gmt":"2022-09-26T10:28:46","slug":"22-10-bern-heraus-zum-antifaschistischen-abendspaziergang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lagota.ch\/?p=3894","title":{"rendered":"22.10 | Bern | Heraus zum Antifaschistischen Abendspaziergang"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Wir laden am 22. Oktober 2022 um 19:30 auf dem Bahnhofplatz Bern zu einem Antifaschistischen Abendspaziergang ein. Wir wollen ein bestimmtes, lautes und buntes Zeichen gegen Faschismus, Kriege und Krisen und gegen rassistische und antifeministische Tendenzen setzen! Auf solidarische und k\u00e4mpferische Zeiten!<br>Damals wie heute: K\u00e4mpfe verbinden &#8211; Faschismus \u00fcberwinden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kurz vor der Pandemie haben sich in der Schweiz neue Gruppen mit rechtsextremer Ideologie gebildet. Sie haben versucht, die Proteste und Unzufriedenheit der Menschen w\u00e4hrend der Pandemie f\u00fcr sich zu beanspruchen und mit ihrer Ideologie zu pr\u00e4gen. Sie liefen mit ihren hetzerischen Botschaften durch die Strassen. Dieselbe Ideologie f\u00fchrte zu zahlreichen rechtsextremen Terroranschl\u00e4gen. Die Attentate in Ut\u00f8ya(2011), in Halle(2019), in Hanau(2020) und in Oslo(2022) bei denen zahlreiche Menschen ermordet wurden, sind keine Einzelf\u00e4lle. Die T\u00e4ter beziehen sich aufeinander. Dass faschistische Attentate keine Einzelf\u00e4lle sind, zeigen Aktivist*innen seit Jahren auf und fordern eine konsequente Aufarbeitung der Morde. Die get\u00f6teten Menschen werden nicht vergessen und die Taten nicht vergeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Nationalstaaten nutzen faschistische Ideen f\u00fcr ihre Interessen. So bedient sich zum Beispiel die russische Regierung, sowie der NATO-Staat T\u00fcrkei seit Jahren an faschistischen Ideen und arbeitet Hand in Hand mit islamistischen und rechtsextremen Gruppen zusammen, um gegen Frauen und queere Menschen, gegen Minderheiten, gegen linke Politiker*innen und Aktivist*innen und kritische Journalist*innen vorzugehen. Die Konsequenz dieser Politik zeigt sich aktuell einerseits in dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und andererseits in den st\u00e4ndigen Angriffen der T\u00fcrkei gegen selbstverwaltete Gebiete Kurdistans. Doch nicht nur dort, sondern in allen Nationalstaaten f\u00e4llt nationalistische Propaganda stets auf fruchtbaren Boden, sei es in der Schweiz, der Ukraine oder sonstwo. Und niemals n\u00fctzt dies der allgemeinen Gesellschaft, sondern stabilisiert jediglich die Herrschaftsverh\u00e4ltnisse. Der Widerstand gegen diese Politik ist massiv, so konnte die Revolution in Rojava, trotz st\u00e4ndigen Angriffen der T\u00fcrkei und ihren djihadistischen S\u00f6ldner*innen, ihr 10 j\u00e4hriges Bestehen feiern und verteidigt sich weiterhin.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/publish.barrikade.info\/IMG\/png\/plaki_as_grg_cleaned.png\" alt=\"PNG - 174.4\u00a0kB\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Aktuell wird einmal mehr exemplarisch vorgezeigt, auf welchem R\u00fccken wirtschaftliche Krisen ausgetragen werden. W\u00e4hrend die Reichsten ihr Verm\u00f6gen im Zuge der Pandemie nahezu verdoppeln konnten, bedeutet diese Zeit f\u00fcr Lohnabh\u00e4ngige enorme Belastungen. Die wirtschaftliche Lage wird sich in n\u00e4chster Zeit weiter zuspitzen. Klimakrise und Kriege f\u00fchren weltweit weiter ins Verderben. Dass dabei die Reichsten weiterhin mit dem Versprechen des gr\u00fcnen Kapitalismus Kapital schlagen werden und sich gleichzeitig die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Prekarisierten und Arbeitenden st\u00e4ndig verschlechtern wird, geh\u00f6rt zur Logik des Kapitalismus. In Zeiten wirtschaflticher Krisen dienen faschistische Ideen zur Spaltung der Arbeitenden und somit zur Schw\u00e4chung der Arbeitendenbewegung. Konkurrenz, Spaltung und Diskriminierung dienen einzig den Reichen und Herrschenden. Doch es ist klar, Kapitalismus hat keine Zukunft und es ist im Interesse aller Lohnabh\u00e4ngigen und Prekarisierten, sich gemeinsam gegen das kapitalistische System zu stellen und dabei die Breite und Unterschiedlichkeit der K\u00e4mpfe anzuerkennen und als St\u00e4rke zu nutzen. Tendenzen, die zu faschistischer, rassistischer, sexistischer Spaltung unter den Prekarisierten und Lohnabh\u00e4ngigen f\u00fchren, m\u00fcssen erkannt und bek\u00e4mpft werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die rassistischen Strukturen und die koloniale Geschichte, die nie ein wirkliches Ende fand, sind in der Schweiz tief verankert. Die Asylpolitik zielt darauf ab, Menschen zu zerst\u00f6ren und m\u00f6glichst vom europ\u00e4ischen Wohlstand fernzuhalten. In den Asyllagern werden w\u00f6chentlich Menschen in den Suizid(-Versuch) getrieben, dies ist nur die Spitze des Eisbergs. Doch diese Zust\u00e4nde sind nicht f\u00fcr die Ewigkeit, der migrantische und antirassistische Widerstand w\u00e4chst und ist stark. Tragen wir alle unseren Teil dazu bei, dass die Festung Europa f\u00e4llt!<\/p>\n\n\n\n<p>Die reaktion\u00e4re, patriarchale Antwort auf feministische Errungenschaften w\u00e4chst. So sind das faktische Abtreibungsverbot in den USA, die Angriffe von Rechtsextremen gegen die LGBTI*-Pride in verschiedenen L\u00e4ndern, auch in der Schweiz, und die rassistische und sexistische Organisierung von Fascho-Frauen in der Westschweiz und Frankreich einige pr\u00e4gnante Beispiele f\u00fcr diese Tendenz. Dies ist jedoch als verzweifelte Reaktion auf die starken feministischen Bewegungen weltweit und die erfolgreichen K\u00e4mpfe deren zu verstehen und entschlossen zur\u00fcckzuschlagen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was alle diese Beispiele gemeinsam haben ist, dass sie auf unterdr\u00fcckerischen und gewaltvollen Ideen basieren und gegen die Mehrheit der Menschen auf dieser Welt wirken. Es sind Ideologien, die schlussendlich nur zu Krieg, Krise und Verderben f\u00fchren k\u00f6nnen. Diese Ideen gilt es von Anfang an und mit verschiedensten Mitteln entschlossen zu bek\u00e4mpfen. Wir wollen unsere Kr\u00e4fte b\u00fcndeln, K\u00e4mpfe verbinden und mit vereinter Wut auf die Strasse gehen. F\u00fcr k\u00e4mpferische und solidarische Zeiten. Deshalb laden wir am 22. Oktober zum antifaschistischen Abendspaziergang ein. Bringt eure Botschaften, Transparente und Flyer. Pr\u00e4gt das Bild des antifaschistischen Widerstands mit.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir laden am 22. Oktober 2022 um 19:30 auf dem Bahnhofplatz Bern zu einem Antifaschistischen Abendspaziergang ein. Wir wollen ein bestimmtes, lautes und buntes Zeichen gegen Faschismus, Kriege und Krisen und gegen rassistische und antifeministische Tendenzen setzen! 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