{"id":654,"date":"2011-05-04T10:53:21","date_gmt":"2011-05-04T08:53:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lagota.ch\/?p=654"},"modified":"2011-05-04T10:53:21","modified_gmt":"2011-05-04T08:53:21","slug":"bericht-des-strassenfestes-am-30-4-in-luzern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lagota.ch\/?p=654","title":{"rendered":"Bericht des Strassenfestes am 30.4. in Luzern"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/rtc.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-655 alignleft\" style=\"margin: 0px 10px;\" title=\"rtc\" src=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/rtc.gif\" alt=\"\" width=\"304\" height=\"282\" srcset=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/rtc.gif 304w, https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/rtc-300x278.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 304px) 100vw, 304px\" \/><\/a>Lautstark mit Unterst\u00fctzung von vier  Soundmobilen haben sich 800 Menschen f\u00fcr einen Tag die Strassen Luzerns  zur\u00fcckerobert. Der Umzug, welcher zu Beginn lediglich aus 200  Genoss_innen bestand, die sich beim Treffpunkt eingefunden hatten, ist  im Verlaufe des \u00fcber zweist\u00fcndigen Protesttanzes auf das vierfache  angestiegen. Wir erachten es als Erfolg, dass sich Menschen auf der  Strasse haben mitrei\u00dfen lassen und sich uns angeschlossen haben.  Ebenfalls die ausgedehnte Abschlusskundgebung mit Konzerten und  Infost\u00e4nden beim Pavillon am See wurde von mehreren hundert Personen  besucht. Bis zum Schluss kam es zu keinen nennenswerten Zwischenf\u00e4llen.  Die Polizei war zwar mit einem Grossaufgebot vor Ort, hielt sich aber  stets im Hintergrund.<\/strong><\/p>\n<p>Thematisch wollten wir von Anfang an mit dem Stra\u00dfenfest den 1. Mai aus dem reinen Arbeiter_innenkampftag herausholen und den Einfluss des Kapitalismus auf unser aller Leben ganzheitlicher betrachten. Dies konnten wir lautstark und breit abgest\u00fctzt kundtun.<br \/>\nDer Neoliberalismus ist heute das zentrale Denkmuster der kapitalistischen Organisation der Produktion und der Kapitalfl\u00fcsse. Durch Liberalisierungen, Flexibilisierungen, Privatisierung, Deregulierungen und Freihandel sollen Marktprozesse bewusst durch staatliche Eingriffe beschleunigt werden. Die neoliberalen Konzepte haben die Wirkungsebene der Wirtschaft im engeren Sinne jedoch l\u00e4ngst verlassen. So greift der \u00f6konomische Druck der Wirtschaftlichkeit auch auf soziale Einrichtungen und \u00f6ffentliche Dienste \u00fcber, ganze Regionen treten miteinander in Konkurrenz um Wirtschaftsstandorte, potente Steuerzahler_innen und Prestige. Kurzum, nahezu s\u00e4mtliche Bereiche des gesellschaftlichen Lebens sollen in den Markt eingebunden und so auch f\u00fcr den kapitalistischen Wettbewerb zug\u00e4nglich gemacht werden. Menschen, Tiere und die Natur gelten als Ressource, die es auszubeuten gilt. Rentieren sollen wir und ansonsten die Klappe halten.<br \/>\nDie Stadtverwaltung ist zu einer Managementagentur verkommen. Verfassungsm\u00e4\u00dfige Grundrechte, wie die Versammlungsfreiheit, werden nicht als Recht sondern als St\u00f6rfaktor empfunden. St\u00f6rend in einem Alltag, in dem nur eines z\u00e4hlt, Arbeit und Konsum. St\u00f6rend, weil ein Protest egal in welcher Form, friedlich oder militant, die t\u00e4glichen Gesch\u00e4fte behindert. Ya Basta \u2013 Es reicht! Wir haben was zu sagen und wir wollen geh\u00f6rt werden!<br \/>\nMehrere Gruppen, Initiativen und Netzwerke organisieren sich gegen diese Entwicklung auf verschiedenen Ebenen des Widerstandes oder Organisation von Unten. Die Idee war es, all diese Menschen mit einem antikapitalistischen Tanz auf der Strasse zu vereinen. Dies erachten wir in Anbetracht der aktuellen Verh\u00e4ltnisse in dieser Form in Luzern als gegl\u00fcckt.<br \/>\nLeben statt Alltag. Leben statt freier Markt. Leben statt Ausgrenzung. Leben statt Vertreibung. Leben statt \u00dcberleben. Leben statt Verblendung. Leben statt Prekarisierung. Leben statt Herrschaft . Leben statt Monokultur. Leben statt Neoliberalismus. In diversen Reden konnte unsere Kritik manifestiert werden. Die Clownarmy inszenierte an verschiedenen Pl\u00e4tzen wirkungsvoll die Dekadenz des Konsumwahns, des \u00dcberwachungsstaates, der rechtspopulistischen Hetze und der Vormachtsstellung der Profitmaximierung.<\/p>\n<p>Solidarit\u00e4t z\u00e4hlt nicht zu den Werten in der Gesellschaft in der wir heute leben. Doch wir schreien es heraus, gestern, heute, morgen, hier und \u00fcberall: Solidarit\u00e4t ist eine Waffe, also setzen wir sie ein!<\/p>\n<p>Heute ist nicht aller Tage, wir kommen wieder, keine Frage!<br \/>\nWir wollen nicht rentieren! Gentrifickt euch selber!<\/p>\n<p>B\u00fcndnis Leben statt Alltag<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lautstark mit Unterst\u00fctzung von vier Soundmobilen haben sich 800 Menschen f\u00fcr einen Tag die Strassen Luzerns zur\u00fcckerobert. Der Umzug, welcher zu Beginn lediglich aus 200 Genoss_innen bestand, die sich beim Treffpunkt eingefunden hatten, ist im Verlaufe des \u00fcber zweist\u00fcndigen Protesttanzes auf das vierfache angestiegen. Wir erachten es als Erfolg, dass sich Menschen auf der Strasse haben mitrei\u00dfen lassen und sich uns angeschlossen haben. Ebenfalls die ausgedehnte Abschlusskundgebung mit Konzerten und Infost\u00e4nden beim Pavillon am See wurde von mehreren hundert Personen besucht. Bis zum Schluss kam es zu keinen nennenswerten Zwischenf\u00e4llen. 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