{"id":691,"date":"2011-05-30T12:36:51","date_gmt":"2011-05-30T10:36:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lagota.ch\/?p=691"},"modified":"2011-05-30T12:36:51","modified_gmt":"2011-05-30T10:36:51","slug":"waldheim-besetzung-in-luzern-ab-heute-raumungsbedroht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lagota.ch\/?p=691","title":{"rendered":"Waldheim-Besetzung in Luzern ab heute r\u00e4umungsbedroht!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/KasparKopp.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-692\" title=\"KasparKopp\" src=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/KasparKopp.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"117\" \/><\/a>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bitxidenda.ch\" target=\"_blank\">www.bitxidenda.ch<\/a><\/p>\n<p>Liebe Menschen<\/p>\n<p>Ab heute Montag, 12 Uhr wird das Waldheim an der Kaspar-Kopp-Strasse 95 r\u00e4umungsbedroht sein! Da aber die Besitzerin keine direkte Verwendung f\u00fcr das Haus angeben kann und die R\u00e4umlichkeiten ideal sind, um kulturelles Schaffen zu erm\u00f6glichen, sind wir nicht bereit, das Haus freiwillig zu verlassen.<\/p>\n<p>Wir freuen uns \u00fcber jegliche Unterst\u00fctzung &#8211; vor allem rufen wir dazu auf, sich am Programm der n\u00e4chsten Tage zu beteiligen &#8211; es wird jeden Tag ab 12 Uhr einen Mittagstisch geben. Das t\u00e4gliche Abendprogramm wird laufend auf indymedia.ch bekannt gegeben. Auch hat es genug Platz um sein eigenes Zelt aufzustellen!<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzt den Kampf f\u00fcr kulturelle Freir\u00e4ume &#8211; jetzt erst recht!!!<\/p>\n<p><strong>Programm:<\/strong><br \/>\nt\u00e4glich: Mittagstisch ab 12 Uhr<\/p>\n<p>Montag, 30. Mai: ab 19.00 Uhr Gartenfest mit Konzert: Liedermacher Troubadix bringt akkustisches zum Tanzen, Lachen und Weinen!<\/p>\n<p>Dienstag, 31. Mai: ab 18.00 Uhr: BROT UND SPIELE<br \/>\nSchlangenbrot auf dem Feuer (die weitere Verpflegung selbst mitbringen!) &#8211; Riesenv\u00f6lki, Sitzball, Indoor-Tennis uvm.<\/p>\n<p>Untenstehend der Aufruf-Text zur Besetzung!<\/p>\n<p>Solidarische Gr\u00fcsse<br \/>\nFee Schwefelblitz und Clarence, der schielende L\u00f6we<br \/>\n\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014<br \/>\nLeerstand ist kein Zustand<\/p>\n<p>Am Sonntag 22. Mai haben wir das seit letztem Jahr leer stehende Geb\u00e4ude an der Kaspar-Kopp-Strasse 95 in Ebikon besetzt. Dieses Haus wird einer gr\u00f6\u00dferen \u00dcberbauung weichen m\u00fcssen. Der Abriss ist jedoch nach eigener Aussage der Besitzerin erst in einigen Monaten zu erwarten. Unser Ziel ist, diesen unbenutzten Raum wiederzubeleben und bis zum Beginn der \u00dcberbauung zwischenzunutzen. Die R\u00e4umlichkeiten sind ideal, um unsere vielf\u00e4ltigen Bed\u00fcrfnisse abzudecken. Sie bieten Platz, welcher durch die heutige Stadtentwicklung akut gef\u00e4hrdet ist.<\/p>\n<p>Wir sind eine Gruppe, die den Aufbau eines unabh\u00e4ngigen und selbstverwalteten Kulturzentrums anstrebt. Auf einem basisdemokratischen Fundament sollen die R\u00e4ume f\u00fcr Infoveranstaltungen, Sitzungen, Gr\u00fcmpelturniere, Filmabende, Konzerte, Kleinkunst, Experimente, als Caf\u00e9, Bar, Ateliers, Werkst\u00e4tten, Vernetzungsort und vieles mehr genutzt werden. Wir wollen losgel\u00f6st von dem konsum- und profitorientierten Denken und der auf Ausgrenzung getrimmten Gesellschaftsstrukturen Kultur schaffen. Wir stellen dem Egoismus in der gesellschaftlichen Entwicklung ein emanzipatorisches Miteinander entgegen. W\u00e4hrend s\u00e4mtliche gesellschaftlichen Bereiche dem freien Markt zum Fra\u00df vorgeworfen werden und das Terrain einseitig f\u00fcr finanzkr\u00e4ftige Investor_innen bereitet wird, haben Minderheiten, Andersdenkende und sozial Schw\u00e4chere darin kein Platz mehr. Wer nicht rentiert wird diskriminiert und kriminalisiert. Solidarit\u00e4t ist ein Fremdwort. Hey, was geht? Wir sind Menschen! Und wir wollen leben! Und wir haben Bed\u00fcrfnisse, W\u00fcnsche, Ideen und Projekte. Und daf\u00fcr brauchen wir Platz.<\/p>\n<p>Von Beginn weg bekundeten wir eine uneingeschr\u00e4kte Gespr\u00e4chsbereitschaft, welche in der Folge in einem offenen Dialog mit der Besitzerin (Pallottinergemeinschaft Gossau), der ehemaligen Mieterin (St. Clemens Gymnasium) und den Nachbar_innen und Sch\u00fcler_innen stets manifestiert wurde. Obwohl die Besitzerin f\u00fcr das Haus bis zum Abriss keine Verwendung hat, lehnte sie eine vertraglich vereinbarte Zwischennutzung konsequent ab. Stattdessen \u00fcberbrachte die Delegation der Pallottinergemeinschaft Mitte letzter Woche die Ank\u00fcndigung, heute Montag, dem 30. Mai um 12 Uhr den Strafantrag auf Hausfriedensbruch einzureichen und eine R\u00e4umung zu beantragen.<\/p>\n<p>In Anbetracht der Tatsache, dass \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum keine direkte Nutzung der Besitzerin in Aussicht steht, sehen wir uns gezwungen, das Geb\u00e4ude nicht freiwillig zu verlassen. Im vollen Bewusstsein \u00fcber die rechtlichen Konsequenzen dieser Entscheidung, stehen wir weiterhin hinter der Forderung nach einem autonomen Kulturzentrum. Leerstand ist f\u00fcr uns kein Zustand und die Haltung der Besitzerin infolgedessen inakzeptabel. Wir fordern deshalb die Pallottinergemeinschaft auf, von der Einreichung des Strafantrages abzusehen und stattdessen die Verhandlungen \u00fcber eine Zwischennutzung aufzunehmen. Das einzige Argument gegen eine Zwischennutzung ist, dass wir uns mit der Besetzung am Eigentum der Gemeinschaft vergriffen haben. Gerade aber weil H\u00e4user als Eigentum und Spekulationsobjekt behandelt werden, entstehen die sozialen Konsequenzen, gegen welche wir ank\u00e4mpfen und welche uns zur Methode der Besetzung bewegen. Wir sind deshalb \u00fcberzeugt, dass eine soziale Haltung es erfordert, \u00fcber den Rechtsbruch der Besetzung hinwegzusehen. So m\u00f6chten wir die Gemeinschaft ermuntern, sich ihrer sozialen Tradition r\u00fcckzubesinnen, auch und gerade in dieser Situation.<\/p>\n<p>Wir rufen alle Menschen dazu auf, sich mit uns zu solidarisieren und uns in unserem passiven Widerstand zu unterst\u00fctzen. Wir werden das Haus und den Garten weiterhin nutzen und laden alle ein, sich aktiv am Programm zu beteiligen und die eigenen Ideen einzubringen. Jeden Tag wird es einen Mittagstisch und ein kulturelles Abendprogramm geben. Der gro\u00dfz\u00fcgige Umschwung erm\u00f6glicht es auch, Zelte aufzustellen. Die detaillierten Infos zum Programm erfahrt ihr \u00fcber die Plattform indymedia.ch. Vor Ort gibt es einen Infostand, wo sich alle \u00fcber die aktuelle Situation und \u00fcber den Aktionskonsens informieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Partizipieren statt konsumieren, Menschen vernetzen statt deren W\u00fcrde verletzen, Rechte einfordern statt Leben ausbeuten, solidarisieren statt prekarisieren, informieren statt ignorieren, debattieren statt lamentieren, selbstbestimmen statt fremdbestimmen, aufstehen und hinsehen statt wegsehen und weggehen.<\/p>\n<p>F\u00fcr ein autonomes Kulturzentrum Luzern<br \/>\nFee Schw\u00e4felblitz und Clarence, der schielende L\u00f6we<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ab heute Montag, 12 Uhr wird das Waldheim an der Kaspar-Kopp-Strasse 95 r\u00e4umungsbedroht sein! 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