{"id":864,"date":"2011-09-05T14:05:49","date_gmt":"2011-09-05T12:05:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lagota.ch\/?p=864"},"modified":"2011-09-05T14:06:09","modified_gmt":"2011-09-05T12:06:09","slug":"larm-und-radau-gegen-die-reaktionaren-%e2%80%9elebensschu%cc%88tzer%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lagota.ch\/?p=864","title":{"rendered":"L\u00e4rm und Radau gegen die reaktion\u00e4ren \u201eLebenssch\u00fctzer\u201c!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/plaki_antichristen_170911.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-865\" title=\"plaki170911\" src=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/plaki_antichristen_170911-211x300.jpg\" alt=\"\" width=\"211\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/plaki_antichristen_170911-211x300.jpg 211w, https:\/\/www.lagota.ch\/wp-content\/uploads\/plaki_antichristen_170911.jpg 451w\" sizes=\"auto, (max-width: 211px) 100vw, 211px\" \/><\/a>Am 17. September soll zum zweiten Mal  mitten in  Z\u00fcrich der \u201eMarsch f\u00fcrs L\u00e4be\u201c stattfinden, ein Aufmarsch  von  christlichen, ultrarechten AbtreibungsgegnerInnen. Die  selbsternannten  \u201eLebenssch\u00fctzer\u201c fordern die Wiedereinf\u00fchrung des  Abtreibungsverbots  und beklagen bei ihren Veranstaltungen die \u201eOpfer\u201c  von Abtreibungen, des  \u201emassenhaften Mordes\u201c an \u201eungeborenem Leben\u201c. Was  sich da mit viel  Brimborium als edle Sorge um Menschenleben  inszeniert, ist in Wahrheit  nichts anderes als erzreaktion\u00e4re und  patriarchale Geschlechterpolitik.  Mit dem Ruf nach einem  Abtreibungsverbot sprechen die \u201eLebensschu\u00fctzer\u201c  den Frauen das Recht  ab, selbstbestimmt \u00fcber eine Mutterschaft zu  entscheiden. Die Frauen,  sagen sie, sollen sich gef\u00e4lligst der ihnen vom  lieben Gott zugedachten  Rolle als liebende Mutter unterordnen. Ob  Frauen Kinder kriegen wollen  oder eben nicht, aus welchen Gr\u00fcnden auch  immer, ist den  Abtreibungsgegnern herzlich egal. Zwar behaupten sie,  sich der  schwierigen Situation einer ungewollten Schwangerschaft  bewusst zu sein  und betroffenen Frauen Hilfe anzubieten. Diese \u201eHilfe\u201c  ist jedoch in  der Realit\u00e4t nichts anderes als blanker Psychoterror: Sie  setzen  Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch in Erw\u00e4gung ziehen, mit   religi\u00f6sen und moralischen Ermahnungen unter Druck, und beladen   diejenigen, die abgetrieben haben, mit Schuldgef\u00fchlen.<br \/>\nDie   Lebenssch\u00fctzer wettern gegen die Frauenbewegung, die mit ihrer   \u201eegoistischen\u201c Forderung nach Selbstbestimmung die Gesellschaft   verludert und kaputtgemacht habe. Dagegen machen sie eine gute \u201ealte   Ordnung\u201c stark, die es wiederherzustellen gelte. Damit legen sie nahe,   dass fr\u00fcher alle Frauen stets brav und christlich ihre   Schwangerschaften ausgetragen haben, die jetzige \u201edekadente\u201c   Gesellschaft dagegen blindw\u00fctig und fast mit Vergn\u00fcgen ungeborenes   Leben zerst\u00f6rt. Das ist eine \u00fcble Verdrehung der Tatsachen! Dass Frauen   in die Situation kommen, ein Kind nicht haben zu wollen oder zu  k\u00f6nnen,  kam vor hundert Jahren vor, kommt heute vor und wird auch in  hundert  Jahren noch vorkommen. Die Frage ist, wie die Gesellschaft mit  dieser  Realit\u00e4t umgeht. Ein Abtreibungsverbot, wie die Lebensschu\u0308tzer  es  fordern, schafft Abtreibungen nicht aus der Welt, es kriminalisiert  sie  nur. Die Folgen sind Pfuscherei, Selbstabtreibungen,  Zwangsgeburten,  massiver finanzieller und moralischer Druck auf die  Betroffenen. Das  Recht auf Abtreibung ist also nicht nur ein wichtiges  Moment der  weiblichen Selbstbestimmung; die M\u00f6glichkeit von medizinisch  seri\u00f6sen  Schwangerschaftsabbr\u00fcchen und ideologiefreier Beratung  bedeutet auch  einen Schutz der k\u00f6rperlichen und psychischen Gesundheit  von Frauen. Das  Erstarken der christlichen Rechten ist nicht auf die  leichte Schulter  zu nehmen. Es ist ein Teil des derzeitigen  Rechtsruckes, in dem \u2013 ein  Ausdruck der kapitalistischen Krise \u2013  Rassismus, Sexismus und  konservativer Mief auf dem Vormarsch sind und  fortschrittliche  Positionen immer mehr in Bedr\u00e4ngnis geraten. Diesem  Rechtsruck treten  wir entgegen. Wir haben nicht vor, einfach  zuzuschauen, wie rechte  Zirkel sich immer mehr in den \u00f6ffentlichen Raum  dr\u00e4ngen. Wir haben  keinen Bock auf die reaktion\u00e4ren Lebenssch\u00fctzer  mit ihrem verlogenen  Gefasel von \u201eMord\u201c, ihrer verklemmten Sexualmoral  und ihren homophoben  und rassistischen Ausf\u00e4llen.<\/p>\n<p>Der \u201eMarsch f\u00fcrs L\u00e4be\u201c ist ein ultrakonservativer Angriff auf<br \/>\ndie Errungenschaften der Frauenbewegung. Treten wir der rechten Hetze entgegen!<\/p>\n<p>Keinen Meter Strasse dem christlichen Fundamentalismus!<\/p>\n<p>Alle zur Kundgebung auf den Helvetiaplatz!<\/p>\n<p>Abtreibung ist Frauenrecht!<\/p>\n<p>Lebenssch\u00fctzer verzieht euch!<\/p>\n<p>17.9.2011 &#8211; 14 Uhr &#8211; Helvetiaplatz Zureich<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.aufbau.org\/index.php?option=com_events&amp;task=view_detail&amp;agid=421&amp;year=2011&amp;month=09&amp;day=17&amp;Itemid=66\" target=\"_blank\">www.aufbau.org<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 17. 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