Mehr Musikgehör für ÖV, Fuss- und Veloverkehr

Quelle Medienmitteilung: umverkehR

Luzern, 16.4.2011. Die Umweltorganisation umverkehR und die legendäre Luzerner Band „Jolly and the Flytrap“ forderten an einem Konzert im Pavillon am Schweizerhofquai mit über 400 Zuhörerinnen und Zuhörer endlich mit der konsequenten Förderung von ÖV, Fuss- und Veloverkehr in Luzern vorwärts zu machen. Anlass war die Annahme des Gegenvorschlags zur Städte-Initiative durch die Luzerner Stimmbevölkerung im letzten September.

Am 26. September 2010 sagte die Stimmbevölkerung der Stadt Luzern mit 63 Prozent Ja zum „Reglement für eine nachhaltige Städtische Mobilität“, welches als Gegenvorschlag zur Städte-Initiative von umverkehR vorgelegt wurde. Von links bis rechts wurde beteuert: Der Anteil des öffentlichen Verkehrs sowie des Fuss- und Veloverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen soll in Luzern erhöht werden.

Wer sich auf den Weg macht, braucht ein Ziel

Über ein halbes Jahr ist nun seit dem deutlichen Entscheid der Stimmbevölkerung vergangen. Nach wie vor unklar ist, wie gross die Zielvorgabe sein soll. „Das Reglement verspricht Zielvorgaben, um wie viel der Anteil des ÖV, Fuss- und Veloverkehrs erhöht werden soll, diese müssen nun endlich vorgelegt werden“, fordert Nico van der Heiden, Sprecher der umverkehR-Regionalgruppe Luzern. Es brauche jetzt hör- und spürbare Taten.

Grundsätzlich sei eine Umverteilung der knappen Strassenfläche zugunsten von umweltfreundlichen Verkehrsmitteln notwendig. Van der Heiden: „Mit Bus, Velo und zu Fuss lassen sich deutlich mehr Personen im knappen Strassenraum viel umweltfreundlicher bewegen. Nur so wird sich die Lebensqualität in der Stadt erhöhen und nur so können die Verkehrsprobleme gelöst werden“.

Konzepte in Basel und St. Gallen vorhanden

Dass es schneller gehen kann, zeigt der Kanton Basel-Stadt. Hier wurde im November des letzten Jahres ebenfalls ein Gegenvorschlag zur gleich formulierten Städte-Initiative angenommen. Dieser sieht eine Reduktion des motorisierten Individualverkehrs um 10 Prozent vor. Letzten Montag kommunizierte der Regierungsrat erste Massnahmen zur Umsetzung. Das Konzept sieht den Ausbau des Tramnetzes, ein Parkbewirtschaftungssystem sowie neue Schnellrouten für Velos vor. Noch weiter ist man in der Stadt St. Gallen, wo die Städte-Initiative vor etwas mehr als einem Jahr – mit 59 Prozent Ja-Stimmen ebenfalls deutlich – angenommen worden ist. Verbesserungen beim Fuss- und Veloverkehr sowie des Busangebotes sind geplant und teilweise bereits umgesetzt.

Auch in Luzern sind solche Rezepte denkbar: Gerade für die Velofahrerinnen und Velofahrer ist Luzern immer noch ein gefährliches Pflaster und schneidet im Veloklimatest regelmässig sehr schlecht ab.

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Café Lagota vom 24. April abgesagt!

Mit grossen Bedauern müssen wir Euch mitteilen, dass das Café Lagota vom 24. April im Romp abgesagt wurde.
Eure Kuchen und Kaffees müsst Ihr also leider zu Hause geniessen!
Wir freuen uns aber auf das Café Lagota vom 29. Mai und hoffen Euch alle dann wiederzusehen.

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30. April. 2011 Strassenfest Luzern: Leben statt Alltag

Quelle: http://anarchistische-aktion-zentralschweiz.over-blog.de/

Aufruf der AAZ zum Strassenfest:

Leben statt Herrschaft

Als mitorganisierende Gruppe der Strassenparty möchten wir uns kurz vorstellen. Die Anarchistische Aktion Zentralschweiz (AAZ) existiert nun schon seit eineinhalb Jahren. Wir sind ein Zusammenschluss von verschiedenen Individuen, die sich der Idee der Anarchie verbunden fühlen und somit jegliche Herrschaft ablehnen. Wir freuen uns immer wieder wenn sich Leute für dieselben Ideen interessieren und natürlich umso mehr wenn Leute direkt auf uns zukommen.

Herrschaftsstrukturen hindern uns daran, unsere Leben selbstbestimmt und nach unseren individuellen Wünschen und Ideen frei zu leben. Sie können nur mittels direkten Aktionen abgeschafft werden, weil sich Macht und Herrschaft immer wieder selbst reproduzieren und sie nur gewillt sind den unzufriedenen Menschen so viele Rechte einzugestehen, dass sie ihre Herrschaft über unsere Leben aufrechterhalten können.

Einzig eine gezielte emanzipatorische Praxis kann der aufgezwungenen Reproduktion von Macht und Herrschaft ein Ende setzen. Schliesslich ist es offensichtlich, dass die Profiteure unserer alltäglichen Ausbeutung ihre Machtposition nicht freiwillig aufgeben werden. Die Verwaltung der sogenannten „demokratischen Freiheit“ dient in Tat und Wahrheit nur dazu, soziale Spannungen zu entschärfen. Parteien und Gewerkschaften spielen darin die Rolle der Vermittler zwischen Herrschenden und Beherrschten, genau wie die Kirche zur Zeit des Feudalismus. Wo immer sich Leute selbst organisieren ist nicht lange auf die ersten RepräsentantInnen zu warten, die sich als HeilsbringerInnen geben und freundlicherweise die Anliegen mit den Mächtigen besprechen. Tatsächlich garantieren sie, dass die herrschende Ordnung nicht grundsätzlich in Frage gestellt wird, verfestigen somit die Herrschaftsstrukturen und verunmöglichen jegliche reale Befreiung. Doch damit nicht genug, sie spalten Bewegungen in „gut „ und „böse“. Die „Guten“ dürfen ihre Empörung mit Lichterketten Ausdruck verleihen und im besten Fall bei Cüpli und Lachsbrötchen die Anliegen mit den VerwalterInnen der Katastrophe besprechen. Die „Bösen“, welche ihre Anliegen nicht auf ein Minimum reduzieren, um der Befriedung des Konflikts um jeden Preis dienlich zu sein, werden als „apolitische Chaoten“ diffamiert und kriminalisiert.

Die Lügen und Heucheleien aller politischen Parteien verschleiern nur die jetzigen Umstände und geben uns die Illusion, dass wir über unsere Leben bestimmen können. Sie dichten jeden Tag neue Märchen und wissen vermutlich selbst nicht so genau, wie gefährlich ihre Technologien tatsächlich sind. Sei es radioaktive oder gentechnische Verseuchung oder die Gefahren der Nanotechnologie, wer soll schon beurteilen, welche Schäden diese verhältnismässig jungen Technologien langfristig dem Ökosystem zufügen können. Spätestens wenn es zu spät ist, werden wir es erfahren. In Anbetracht der Milliarden, die die Industriebosse damit verdienen, ist es auch nicht verwunderlich, dass sie über die Risiken lieber schweigen. Sie zerstören unsere Erde und sobald der Katastrophenfall eingetreten ist, gelten menschliche Verluste erst recht als Kollateralschaden. Und eins ist sicher: Solange es eine Möglichkeit zur Flucht gibt, werden die Bosse andere vorschicken, um sauber zu machen.

Der Ursprung des 1. Mai ist der Generalstreikaufruf 1886 in den USA. In den darauffolgenden Ereignissen, kam es während einer Demonstration zu einer Explosion, worauf die Polizei das feuer eröffnet und zahlreiche Protestierende tötete und verletzte. Die anschliessend willkürliche staatliche Repression hatte zur Folge, dass 8 Anarchisten verhaftet und 5 davon ermordet wurden, die in der Arbeiterbewegung aktiv waren. Heute verkommen 1.Mai Demonstrationen immer mehr zu einem inhaltslosen Feiertag, wo bei Bratwurst und Bier auf die heuchlerischen Reden der PolitikerInnen angestossen wird.

Um eine Perspektive zu erschaffen, welche das Potenzial hat, tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen herbeizuführen, brauchen wir mehr als rituelle Selbstbeweihräucherung. Ein wichtiger Punkt ist die Schaffung von Räumen in der eine selbstbestimmte Kultur gelebt werden kann und Selbstverwirklichung ermöglicht wird. Freiräume, um uns zu treffen, organisieren und Ideen für eine Zukunft ohne Herrschaft auszutauschen.

Auf zum antikapitalistischen Tanz!

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Heraus zum revolutionären 1. Mai 2011!

Quelle: http://www.aufbau.org

Ein rauer Wind weht uns entgegen: Sozialabbau, Zwangsmassnahmen gegen sozial Schwächere und AusländerInnen, kaum bezahlbare Wohnungen und Krankenkassenprämien sind heute Ausdruck der kapitalistischen Normalität.

Wenn Bosse und PolitikerInnen mit schicksalsergebener Miene von Sparmassnahmen, Lohnkürzungen und Arbeitslosigkeit reden, dann versteckt sich in Tat und Wahrheit nichts anderes dahinter als die gewollte Verschärfung des Klassenkampfes von oben. Der Rubel muss rollen (in die eigene Tasche wohlgemerkt).

In dieser Verschärfung spielen die bürgerlichen Parteien eine nützliche Rolle für das Kapital. So wie sich die wirtschaftliche Krise der kapitalistischen Produktion heute immer klarer auch als politische und kulturelle Krise äussert, gewinnt der Klassenkampf auf ideologischer Ebene immer mehr an Bedeutung. In diesem Kampf um die Köpfe nimmt die SVP als Speerspitze der Schweizer Bourgeoisie eine zentrale Rolle ein.

So plump wie die SVP daherkommt – man denke an die Kampagne gegen sogenannt “kriminelle Ausländer” – so sehr bereitet Sie den Boden für sämtliche bürgerlichen Parteien ihre Angriffe auf unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen zugunsten der eigenen, fetten Profite immer rücksichtsloser durchzuziehen.

Reaktionärer Dung wird salonfähig gemacht.

So kann denn auch z.B. die SP nicht schnell genug auf den Zug aufspringen und mischt mit an vorderster Front, wenn es darum geht, die sozial Schwächsten aus der IV auszuschliessen oder die Arbeitslosenversicherung auf dem Buckel der Jungen abzubauen.

Klassische rechte Bestrebungen, nun auch rosarot verpackt.

Und als „Belohnung“ laden die Zürcher Gewerkschaften Calmy-Rey als Festrednerin auf den Bürkliplatz!

Letztlich bestimmend für sämtliche bürgerlichen Parteien ist das Streben nach Profit, daher die Notwendigkeit dem Kapital gute Investitionsbedingungen zu bieten und gleichzeitig die arbeitende Bevölkerung ruhig zu halten.

Die Sparrunde in der Stadt Zürich ist bester Anschauungsunterricht. Während die Schweizer Banken mit Steuergeschenken belohnt werden, wird beim städtischen Personal die Schraube angezogen.

Gleiches gilt für die bilateralen Verträge, die den Import billiger Arbeitskräfte und die verschärfte Repression im Schengen-Raum ermöglichen.

Auch imperialistische Kriegshandlungen wie seinerzeit in Jugoslawien und jetzt in Libyen sind bei der “linken” SP populär, und die zunehmende Repression auf der Strasse ging sowieso immer von sozialdemokratischen PolizeivorsteherInnen aus.

Diese verschärfte ideologische Offensive verändert den öffentlichen Diskurs und damit auch die gesellschaftliche Normalität. Jegliche fortschrittliche Positionen, die sich dagegen zur Wehr setzen, werden in die Defensive gedrängt. Entsprechend gilt es heute mehr denn je, gegen diese Angriffe eine gemeinsame Kampflinie aufzubauen. Nur wenn es uns gelingt, uns heute als Klasse geeint in dieser Defensive aufzustellen, können wir morgen wieder in die Offensive gehen.

Die Einheit ist die Voraussetzung für die Offensive von morgen, gegen oben rechts. Oben rechts als bürgerliche Klasse, die sich der revolutionären Perspektive in den Weg stellt, wo sie kann. Die Kampagne zum 1. Mai ist eine der Gelegenheiten, einen Schritt in dieser Richtung zu tun.

Kommt also alle mit euren politischen Inhalten und Initiativen am Morgen an den revolutionären Block an der Demo, am Nachmittag zum revolutionären Treff aufs Kanzleiareal

Von unten links gegen oben rechts:

Klasse gegen Klasse!

Für den Kommunismus!

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Die Rückeroberung: Kapitel 2: Die Adler fliegen aus

Quelle: http://www.kulturoffensive.ch/2011/die-ruckeroberung-kapitel-2-die-adler-fliegen-aus/

Für eine Woche nisteten wir nun in unserem Adlerhorst. Dabei ist vieles entstanden, es wurde gebastelt, gemalt, getanzt, geschraubt, gekocht, gesungen, diskutiert und viel neues ausgebrütet. Erneut wurde gezeigt, wie dringend benötigt kultureller Freiraum ist, der Interessierten offen steht und selbstbestimmt gestaltet werden kann. So fanden in dieser Woche Filmabende, Diskussionen, Infoveranstaltungen, Konzerte, Workshops und Mittagstische statt. Die Haldenstrasse 39 ist genutzt worden, um auszuleben, was uns verunmöglicht wird, wenn wir nicht dafür kämpfen.
Nun werden die Adler erneut vertrieben. Zwei Personen, deren einzige Legitimation ihr Kapital ist, eignen sich ein Haus an prominenter Lage am See an, um es für ihre privaten Zwecke zu nutzen. Die Interessen dieser Personen werden wie selbstverständlich höher gewichtet als die einer kulturellen Szene, welche an diesem Ort einen offenen Raum schaffen will. Es scheint legitimer zu sein, dass zwei Menschen wie die Geier von ihrer privaten Luxusterrasse herunter stieren, als dass Adler ein kreatives Nest bauen. Während sie von der Justiz verteidigt werden, werden wir kriminalisiert.

Der weitsichtige Adler denkt über seinen Schnabel hinaus und sieht diesen Missstand der Besitzverhältnisse als Teil der kapitalistischen Stadtentwicklung. Solange der Boden ein Privatbesitz ist, werden Menschen daraus Profit ziehen wollen. Und solange wird der Markt entscheiden, für was diese Stadt genutzt werden soll und für was nicht. Die wirtschaftliche Rentabilität gibt vor, welche Kultur Platz hat und welche nicht. So kann es nicht sein. Deshalb tragen wir den Protest auf die Strasse. Wir geben ein Haus aus den Händen, dafür nehmen wir uns die Stadt. Reclaim the streets!

Die Rückeroberung geht weiter!
Heute ist nicht alle Tage…Wir kommen wieder – keine Frage!

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Volksmotion “KEIN ZWEITES BOA-DEBAKEL”

Kein zweites Boa-Debakel durch die Wohnüberbauung bei der ehemaligen Butterzentrale

An die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Stadt Luzern

Volksmotion Wohnüberbauung Butterzentrale

Informationsblatt Theater Pavillon

Auf dem Areal der ehemaligen Butterzentrale im Tribschenquartier sollen in unmittelbarer Nähe zum Fussballplatz des FC Kickers, zum Theater Pavillon Luzern und zum Luzerner Jugendkulturhaus Treibhaus Wohnungen gebaut werden. Die Konflikte wegen Lärmemissionen mit den zukünftigen Anwohnern sind vorprogrammiert. Die selbe Problematik hat zur Schliessung des Kulturzentrums Boa geführt.

Wir wehren uns nicht gegen den Hauptsitz der Emmi und die ca. 80 Wohnungen zur Seeseite, aber wir wehren uns gegen die geplanten rund 20 Wohnungen im Wohnblock “C” in 12 Meter Distanz zum Fussballplatz des FC Kickers, 40 Meter Distanz zum Theater Pavillon Luzern und 50 Meter Distanz zum Jugendhaus Treibhaus.

Helfen Sie mit Ihrer Unterschrift mit, den blühenden Sport- und Kulturbetrieb am Spelteriniweg zu erhalten und zu schützen.

Weiter Infos siehe Anhang (am Anfang des Textes) oder Beitrag SF DRS Schweiz Aktuell vom 5. April 2011:

So können Sie uns unterstützen:

  • Leiten Sie diesen Beitrag weiter
  • Lesen sie die ganze Volksmotion
  • Drucken Sie nur die erste Seite der Volksmotion aus
  • Unterschreiben Sie: Wichtig: Handschriftliche vollständige Angaben!

und falls sie mögen:

  • Sammeln Sie weitere Unterschriften!

Das Wichtigste:

  • Senden Sie uns das Formular bis zum Mittwoch, 20. April 2011 (Mittwoch in einer Woche!) ganz – oder auch nur teilweise ausgefüllt zurück an:

Theater Pavillon Luzern
Spelteriniweg 6
6005 Luzern

Unterzeichnen können nur Stimmberechtigte mit Wohnsitz in der Stadt Luzern

Einreichung der Volksmotion, Donnerstag, 21. April, 16.30 h, Haupteingang Stadthaus, Hirschengraben 17

Bei folgenden Kulturorganisationen liegen die Motionsformulare ab Mittwoch, 13. April zur Unterschrift auf:

Kultur-ForumBruchstrasse 53
MO bis DO, 13 bis 17 Uhr; FR geschlossen

Kleintheater am Bundesplatz, Kasse
Mo bis Sa, 15 bis 19 Uhr

Südpol
Bei Bistroöffnungszeiten (MO-FR 11-15h)
und Veranstaltungen (Infos auf www.sudpol.ch)
jeweils an der Bar oder im Büro

Jugendhaus Treibhaus, Bar
am Spelteriniweg

Theater Pavillon Luzern, Milchkasten

Ganz herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Das Motionskomitee

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Mehr Musikgehör für ÖV, Fuss- und Veloverkehr

Samstag, 16. April 2011, 10.30-12.00, Pavillon am Schweizerhofquai

Der Stadtrat soll endlich mehr tun für ÖV und Velo! “Jolly and the Flytrap” setzen mit einem gratis Strassenmusik-Konzert ein verkehrspolitisches Zeichen. Ein halbes Jahr nach der Annahme des Reglements für eine nachhaltige städtische Mobilität müssen die wohlklingenden Worte dieses Gesetzes jetzt auch in hör- und spürbare Taten umgesetzt werden. Alle sind herzlich eingeladen.

Organisation des Konzerts: UmverkehR und Jollys.

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Was geht in Cote d’Ivoire vor sich?

via: http://www.linkezeitung.de

Nach den jüngsten Präsidentschaftswahlen hatten sowohl der Amtsinhaber Laurent Gbagbo als auch Oppositionschef Ouattara den Sieg beansprucht und sich bereits vereidigen lassen.

Die westlichen Industriestaaten bestehen auf einem Rückzug Gbagbos, der auf antikoloniale Stimmungen in der Bevölkerung bauen kann und deswegen in der EU und den USA als unzuverlässiger Partner eingestuft wird.

Ouattara hingegen ist als ehemaliger IWF-Vizedirektor selbstverständlich ein Präsidentschaftskandidat des Westens!

Er arbeitete er viele Jahre zwischen 1968 und 1990 und von 1994 bis 1999 beim Internationalen Währungsfonds (IWF). In den 1980er Jahren leitete er dessen Afrika-Abteilung und war damit an exponierter Stelle an der Durchsetzung der damaligen Strukturanpassungsprogramme beteiligt, die im Ergebnis die soziale Infrastruktur der betroffenen Länder zugrunde richteten, weil diese die Einfuhr von Lebensmitteln aus der EU (meist in diesen Ländern überschüssiger Produkte!) gestatteten und damit (wie übrigens damals auch in Ruanda!!) die einheimische Landwirtschaft zu zerstören drohen.

Zwischen 1994 und 1999 amtierte Ouattara beim IWF sogar als Vizedirektor. Mit seiner Biographie empfiehlt sich Ouattara quasi als Kandidat, von dem sich westliche Unternehmen mit Recht die Durchsetzung der Verwertungsinteressen des internationalen Monopolkapitals erhoffen.

Dabei wurden unter Gbagbo auch schon politische Vorkehrungen getroffen, die dem Westen entgegen kamen. So schloss Ende 2008 Côte d’Ivoire als erstes Land Afrikas ein Interimsabkommen mit der EU, das den inländischen Markt für auswärtige Importe öffnete und vier Fünftel der Einfuhren aus der EU begünstigte. Der im Land benutzte westafrikanische CFA-Franc ist dabei mit festem Wechselkurs an den Euro gebunden. Das Land investierte in bedeutende Infrastrukturprojekte wie geplante Neubau- und Sanierungsmaßnahmen in Häfen und Flughäfen, bei Straßen und Kommunikationsnetzen, bei denen die EU große Gewinne tätigen konnte.

Seit 2005 wird in Cote d’Ivoire auch Erdöl gefördert. So haben im Oktober 2010 die französische Total und Yam’s Petroleum LLC einen Vertrag über die Ausbeutung eines Ölfeldes geschlossen, in dem bis zu 1,5 Milliarden Barrel Öl vermutet werden. Das ist auch der Hauptgrund dafür, dass die EU und USA darauf achten, den pro-westlichen Politiker Ouattara in Abidjan an die Regierung zu bringen. Gbagbo gilt ihnen als zu unsicher, zumal er vor kurzem sogar den Rückzug der UNO-Truppen aus dem Land (die viele Menschen dort schon lange als verlängerten Arm der USA betrachten!) gefordert hatte.

Ouattara, der seine Bereitschaft, die Interessen der Industriestaaten zu bedienen, während seiner Tätigkeit beim IWF ausführlich unter Beweis gestellt hatte, ist deshalb der dem Westen genehmere Präsident. Insbesondere verfügt er über beste Beziehungen zur ehemaligen Kolonialmacht Frankreich, die nach wie vor mit 40 Prozent den größten Anteil des ausländischen Kapitals in Côte d’Ivoire stellt.

Trotz aller Unklarheiten über den wirklichen Wahlausgang in Côte d’Ivoire hat die deutsche Regierung ebensowenig wie die EU und die UNO gezögert, Ouattara als Wahlsieger anzuerkennen.

Da Deutschland jedoch seinen Einfluss in diesem Lande ausdehnen will, unterstützt es zwar die Sanktionen der EU gegen Gbagbo, die das Einfrieren seiner europäischen Konten und ein Einreiseverbot gegen ihn und seine wichtigsten Mitarbeiter vorsieht, aber es plädiert mittlerweile für eine “landesinterne Lösung”, bei der “das Militär eine Schlüsselstellung” einnehmen solle. „Fremde Truppen wie die UN-Blauhelme” müssten dabei “ihre Unparteilichkeit bewahren”, weil sie andernfalls als “Besatzungstruppen angesehen” würden.

Der Leiter der Außenstelle der Friedrich-Ebert-Stiftung, Jens Hettmann in Côte d’Ivoire, erklärte mittlerweile die vorbehaltlose Anerkennung Ouattaras durch die UNO für “schwer nachvollziehbar”.

Tatsächlich war es Berlin während Gbagbos Amtszeit gelungen, seinen bislang eher schwachen Einfluss in Côte d’Ivoire auszuweiten. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (vormals GTZ) beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit einem Projekt zur Förderung der Privatwirtschaft in Côte d’Ivoire, das deutschen Unternehmen den Zugriff auf die dortige landwirtschaftliche Produktion erleichtern soll. Darüber hinaus betreibt sie im Auftrag des Auswärtigen Amts ein Projekt zur Stärkung der Funktionsfähigkeit der Polizei. Ein Machtwechsel hin zu einem allzu eng an Paris angebundenen Präsidenten, ohne ein Gegengewicht wie etwa durch das Militär, würde den Bemühungen Berlins um die Ausweitung seines politischen und ökonomischen Einflusses zuwider laufen.

Ouattara selbst und seine Parteigenossen, allesamt westorientierte Politiker, hatten bei den Wahlen in den von ihnen dominierten Teilen des Landes keine Wahlbeobachter zugelassen.

Die Menschen in Cote d’Ivoire fühlen sich deshalb um ihren Wahlsieg betrogen, und weil sie keine dem Westen hörige Politiker an der Spitze ihres Landes dulden wollen.

Es kam im Lande deshalb zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, die bis in die Gegenwart andauern, bei denen in den auf die Wahlen folgenden gewaltsamen Kämpfen über 200 Menschen ums Leben gekommen sein sollen. Zehntausende sind auf der Flucht. Viele befürchten deshalb einen erneuten Bürgerkrieg wie im Jahre 2007!

Die westlichen Industriestaaten bestehen ihrerseits auf einem Rückzug Gbagbos.

Gerade am Beispiel von Cote d’Ivoire zeigt sich, wie wenig Demokratie der Westen in den Entwicklungsländern zulässt. Nämlich gar keine, wenn es ihren Interessen widerspricht!

So haben die westlichen Staaten Sanktionen gegen Gbagbo angeordnet, obwohl der Wahlsieg Alassane Ouattaras aus den oben genannten Gründen mehr als zweifelhaft ist.

Seit dem Ende des Bürgerkrieges im Jahre 2007 ist das Land in zwei unterschiedliche Machtsphären aufgeteilt. Den Norden des Landes kontrollieren die ehemaligen Rebellen der Forces Nouvelles (FN) unter Guillaume Soro, der zuletzt als Premierminister einer Einheitsregierung unter Gbagbo amtierte. Die FN unterstützen aber mittlerweile Ouattara, der im Norden der Côte d’Ivoire geboren wurde.

Der wirtschaftlich stärkere Süden wird dagegen von Gbagbo kontrolliiert.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass es in Cote d’Ivoire sehr wohl darum geht, ob das Land in neokolonialistischer Manier noch enger an den Westen angegliedert wird (also dem internationalen Monopolkapital Tür und Tor geöffnet wird!), aber auch darum, wer von den Westmächten in diesem Gebiet die Führungsrolle übernehmen wird.

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9. kulturpolitische Diskussionsrunde

Quelle: http://www.kulturoffensive.ch/2011/9-kulturpolitische-diskussionsrunde/

9. kulturpolitische Diskussionsrunde
Treibhaus
6. April 2011 19:00

Liebe ALLE.

Nicht nur der Frühling meldet sich mal wieder zurück, auch hier geht wieder was! Was denn genau?!
Das seht ihr im (unglaublich ausführlichen) Protokoll der letzten KulturOFFENSIVE Sitzung. Wenn ihr dieses ganz genau durch lest, solltet ihr alle wieder auf dem neuesten Stand sein. Und wenn ihr kein E-Mail bekommen habt, meldet Euch beim Newsletter an.

Wichtig: Einige AGs/Gruppen erwachen aus ihrem Winterschlaf und es gibt das eine oder andere Sitzungsdatum.
Also, jetzt wo die Tage langsam aber sicher wieder länger werden:
Kommt, macht mit, bringt euch ein!

Bis in Bälde…

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Adlerhof in Luzern besetzt

Via: facebook

„In der Haldenstrasse 39 in Luzern haben wir einen verlassenen Horst gefunden, welchen wir wiederbeleben. Es soll ein Nest werden, in dem sich nicht bloss weitsichtige Adler, sondern auch singende Nachtigalle, schwarze Raben, freche Spatzen und andere schräge Vögel ausleben können. Ein Ort, an welchem buntes kulturelles Treiben selbstbestimmt stattfinden kann. Aber auch ein Nest um wieder Neues auszubrüten.“

 Programm siehe Flyer

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