Luzern bleibt Nazifrei!


Gestern Samstag, 12. Juni versammelten sich mehrere hundert Personen aus der verschwörungsmysthischen, reaktionären Szene in Luzern, um unbewilligt gegen eine vermeintliche Diktatur des Bundesrats zu protestieren. Darunter befanden sich mehrere bekannte und gewaltbereite Neonazis und rechtsextreme Schläger.
Unser Widerstand galt ebendiesen faschistischen Kräften, welche gezielt versucht haben, Menschen aus der Zivilgesellschaft anzugreifen. Wir konnten mehrere Exponenten der PNOS, Jungen Tat, Militantes Suisse und Mitglieder verbotener Rockergruppierungen aus Ostdeutschland identifizieren.
Wir konnten auch beobachten, wie führende Köpfe der «mass-voll»-Sekte sich in freundschaftlicher Manier mit Faschisten unterhielten und umarmten.
Es kam an diversen Orten in der Innenstadt zu gewalttätigen Übergriffen von Nazis gegen mutige Antifaschist*innen. Dabei hat die Luzerner Polizei bewusst Absperrungen geöffnet, um dem braunen Mob freien Lauf zu lassen. Mitglieder der «Freiheitstrychler» haben sie dabei unterstützt und versucht, das Geschehen abzuschirmen.
An anderer Stelle hat die Luzerner Polizei antifaschistische Transparente entfernt, während sie Corona-Schwurbler ungehindert mit geschichtsrevisionistischen und menschenverachtenden Plakaten gewähren liessen. Gemäss verschiedener Augenzeug*innenberichten, wurde das mehrfache Zeigen des Hitlergrusses von der Luzerner Polizei bewusst ignoriert.
Wir sind bestürzt und wütend über diese offene Zurschaustellung rechtsextremer, menschenverachtender Hetze in Luzern und nicht verwundert über die Inkompetenz der Luzerner Polizei. Erwähnenswert ist auch die Rolle der medialen Berichterstattung. Es handelte sich bei den gestrigen Vorkommnissen nicht um eine Demo für und eine gegen die Coronamassnahmen. Der Staat handelt in dieser Pandemie nur im Interesse des Kapitals. Maske tragen und Abstand halten sind Akte der Solidarität unseren Mitmenschen gegenüber.
Wir bedanken uns bei allen Menschen, die sich gestern mutig den Neonazis in den Weg gestellt haben. Antifaschismus ist und bleibt Handarbeit.
Kein Fussbreit dem Faschismus, in Luzern und überall!
Antifa Luzern

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Luzern hält Abstand – Luzern ist solidarisch

Medienmitteilung: Luzern hält Abstand



Seit Monaten demonstrieren Verschwörungstheoretiker*innen in diversen Städten und Dörfern der Schweiz. Ihre Aktionen sind unbewilligt und Hygienemassnahmen werden nicht eingehalten. Dennoch werden die Demos geduldet. Es ist an der Zeit, dass sich die Zivilbevölkerung gegen dieses unsolidarische Verhalten wehrt.

Für den kommenden Samstag, 12. Juni rufen Corona Leugner*innen zur Demo in Luzern auf. Sie wollen sich um 13:30 auf dem Kapellplatz treffen.

Nebst kruden Theorien, die die Schwurbler*innen vertreten mischen sich auch immer wieder Rechtsextreme unter die Demoteilnehmer*innen und werden dort willkommen geheissen. Für beides ist in Luzern kein Platz, denn Luzern ist offen und solidarisch. Deshalb ruft, die ausserparlamentarische Linke Gruppe RESolut zum Gegenprotest auf.

Kommt nach Luzern und überlasst die Strassen nicht den Schwurbler*innen. Seid kreativ. Schützt euch mit Masken und haltet Abstand.

Auch in Luzern wird jeden Montagabend demonstriert am 10. Mai nahm unter anderem der bekannte Rechtsextreme Ignaz Bearth an der Demo teil, der Mitglied der Neonazi Partei PNOS war und für seine faschistische Gesinnung bekannt ist. Auch hier werden die Demos geduldet. Deshalb werden wir kein Gesuch für eine Gegenkundgebung einreichen. Da dies offensichtlich obsolet geworden ist.

Stattdessen rufen wir alle dazu auf ihre Häuser mit Transparenten und die Strassen mit Kreide zu verzieren und notfalls einen Demonstrationszug der Schwurbler*innen zu blockieren.

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Unsere Ideen können nicht geräumt werden

Samstag 5. Juni DEMO IN LUGANO
GEGEN DIE RäUMUNG DES AZ IL MOLINO!!!

Am Samstag, den 29. Mai nach der Demo in der Stadt und während einer
T.A.Z. im Zentrum, haben die kantonalen und städtischen Behörden mit der
Räumung von CSOA Molino ihr wahres Gesicht gezeigt: Militarisierung der
Stadt mit Bereitschaftspolizei aus dem Kanton Waad und Genf, Drohnen,
Pfefferspray und Schlagstöcke.
Darüber hinaus gab es kleine Gruppen von Neofaschisten, die
Demonstrant*innen schlagen wollten und provozierten. Sie wurden
offensichtlich von der Polizei geduldet und teilweise sogar geschützt.
Menschen an der T.A.Z. wurden gekesselt, IL MOLINO wurde geräumt und
spät in der Nacht wurde ein Teil der Räume des sozialen Zentrums mit
Baggern abgerissen.
Das Ziel ist, jede Form der Selbstorganisation von unten zum Schweigen
zu bringen und dabei Menschen zu verängstigen. Jede Form des
künstlerischen, kulturellen und politischen Ausdrucks, der nicht in die
starren kapitalistischen Muster einer Profit-Stadt reinpasst wird
zerstört.

Glauben diejenigen, die die Räumung angeordnet haben, wirklich, dass sie
mehr als 20 Jahre Selbstverwaltung im Tessin in einer Nacht auslöschen
können? Dann liegen sie falsch. Die Träume, Erinnerungen und Kämpfe
derer, die in all den Jahren den Molino gelebt und durchquert haben,
können weder zugemauert noch abgerissen werden… denn unsere Liebe zur
Freiheit ist stärker als jede Autorität!!

Unter den Trümmerhaufen werden wir wie Unkraut noch stärker keimen.
Der Molino LEBT!

Samstag, 5. Juni ALLE AUF DIE STRASSEN!
Für eine laute und entschlossene Demo (bringt Töpfe, Trommeln,
Trillerpfeifen…)

13:30 auf dem RIVOLTA Platz (ehemaliger Riforma Platz) in Lugano

Telegramm-Kanal: CONTROINFORMA-TI (t.me/controinformati)
frecciaspezzata.noblogs.org
inventati.org/molino

Quelle: https://barrikade.info/article/4538

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Fünf Hausbesetzungen in Bern

In den letzten Tagen haben fünf Kollektive verschiedene Häuser in Bern und Zollikofen besetzt. Heute treten wir in die Öffentlichkeit, um uns vorzustellen. Namentlich sind wir das Kollektiv Waldhütte an der Bitziusstrasse 13, das queerfeministische Kollektiv „Ramba Zamba“ an der Tillierstrasse 25, das Kollektiv „Hula-Hoop“ an der Wahlackerstrasse 5 in Zollikofen, dass Kollektiv „TARAP“ an der Ostermundigenstrasse 93 und das Kollektiv „Villa Rasselbande“ an der Fabrikstrasse 16.


Communiqé der fünf Kollektive

In den letzten Tagen haben fünf Kollektive verschiedene Häuser in Bern und Zollikofen besetzt. Heute treten wir in die Öffentlichkeit, um uns vorzustellen. Namentlich sind wir das Kollektiv Waldhütte an der Bitziusstrasse 13, das queerfeministische Kollektiv „Ramba Zamba“ an der Tillierstrasse 25, das Kollektiv „Hula-Hoop“ an der Wahlackerstrasse 5 in Zollikofen, dass Kollektiv „TARAP“ an der Ostermundigenstrasse 93 und das Kollektiv „Villa Rasselbande“ an der Fabrikstrasse 16.

Wir, dass sind einige Dutzend Menschen zwischen 16 und 45 mit viel Energie und Ideen. Wir wollen lebendige und freie Räume, wo wir uns ausprobieren und enthalten können. Uns eint, dass wir keine Stadt wollen, welche durch hohe Mieten, graue Wände und Immobilienspekulant*innen geprägt wird.
Alle besetzten Häuser wurden in den vergangenen Jahren bereits mindestens einmal besetzt und unter scheinheiligen Gründen auch geräumt. Dass die Häuser erneut leer stehen und vergammeln können wir nicht akzeptieren.

An alle Freund*innen von Freiräumen möchten wir bitten, unterstützt unsere Hausprojekte. Baut Druck auf und organisiert Aktionen. An die Eigentümer*innen möchten wir nebst den persönlichen Briefen zusätzlich ausrichten, dass wir die Häuser beleben wollen und dies vielen Menschen zu Gute kommen würde.
Unsere Besetzungen sind untrennbar mit dem Kampf, denn die Besetzer*innen der effy29 ab Montag vor Gericht führen werden. Wir senden euch jeden Funken Solidarität, den wir haben. Effy29 war nicht das Ende, sondern der Anfang.

Bitziusstrasse 13

Wir das Kollektiv Waldhütte haben das Haus an der Bitziusstrasse 13 besetzt. Dies steht schon seit Jahren leer, der Garten ist extrem überwuchert und wirkt nicht gepflegt. Wir sind aber sehr motiviert das ganze Haus samt Garten wieder herzurichten und auch Verschiedene Anlässe für das Quartier zu gestallten.
Uns erschreckt es das Häuser mitten in der Stadt so verwahrlost und ungepflegt sind, der Wohnraum in der Stadt Bern ist knapp und Teuer daher haben wir in keinster Weise Verständnis für Leer stand.
Das Kollektiv besteht aus Menschen zwischen 16 und 40 Jahren, daher stehen wir alle an verschiedenen Punkten in unseren Leben was uns verbindet ist aber der Wunsch nach Freiraum und Selbstverwaltetet Räumen, ein zusammen leben und auch ein „wieder“ beleben der Stadt Bern und dessen Quartieren.
Dazu sind wir alle sehr motiviert verschiedenste Menschen mit unserem Projekt zu erreichen, wir wollen Raum und Platz bieten für Familien, Kindern, Jugendliche aber auch ältere Menschen welche Gesellschaft suchen.
Der Austausch unter den Generationen in Bern fehlt uns sehr, wir sehen unser Projekt als Startschuss um dies zu ändern.
Sobald klar ist wie es weiter geht mit uns in diesem Haus werden wir das Haus öffnen und euch alle einladen um einen ersten schönen Nachmittag zusammen zu verbringen und zusammen zu Brainstormen was alles Ideen sein könnten welche in diesem Haus umgesetzt werden können.
Solidarische Grüsse

Tillierstrasse 25

In der Nacht vom 29.05 auf den 30.05 haben wir, das queerfeministische Kollektiv Ramba Zamba das Haus an der Tillierstrasse 25 besetzt.
Wir sind Menschen aus verschiedensten Altersgruppen, verschiedensten Berufen und wir sind daran intressiert das Haus wieder wohnhaft zu machen! Zum einen brauchen Menschen von uns Wohnraum, Andere von uns haben interesse daran etwas zu kreiren was dem Quartier mehr leben einhauch und eine Begegnungszone schafft und damit ein grösseres Miteinander in diesem Teil der Stadt.
Uns macht es traurig zu sehen, wenn so schöne alte und vor allem grosse Häuser leerstehen wenn wir sehen wie extrem Bern momentan Gentrifiziert wird.
Daher appelieren wir an euch alle, helft mit Bern zu dieser Stadt zu machen in der wir leben wollen, wo es ein miteinander gibt und nicht nur alle für sich oder sogar gegeneinander sind.
Wir hoffen mit dieser Besetzung unteranderem ein Quartiertreffpunkt zu schaffen wo es möglich ist sich auszutauschen um untersützung zu beten oder einfach in Gesellschaft sein zu können.
Machen wir uns die Stadt so wie sie uns gefällt und wie wir uns wohl fühlen, Der Beginn dafür ist dieses Haus. Also kommt vorbei und helft mit.
Auf eine gute Nachbarschaft und ein gutes zusammenleben.
Euer queerfeministisches Kollektiv Ramba Zamba

Wahlackerstrasse 5

Liebe Menschen
Wir haben das Betagtenheim Zollikofen besetzt und möchten uns gerne vorstellen. Wir sind das Hula-Hoop-Kollektiv bestehend aus vielen unterschiedlichen Menschen, welch sich zusammengefunden haben, um das leerstehende Haus zu beleben.
Wir wollen mit dieser Besetzung auf die akute Wohnungsnot aufmerksam machen. Steigende Mieten, “Aufwertung” der Stadt, und immer weniger bezahlbarer Wohnraum. Gleichzeitig verdienen Immobilienbesitzer*innen unglaub viel Geld damit.
Wir möchten gerne mit dem ganzen Quartier zusammenarbeiten, in Kontakt bleiben und sind offen für Projekte, Ideen und Anregungen.
Liebe Grüsse
Hula-Hoop-Kollektiv

Fabrikstrasse 16

Liebe Nachbar:innen, Liebes Quartier,
vor zwei Jahren wurde uns das Fabrikool genommen. Das selbstbestimmte und lebendige Projekt wurde auf Vorrat verdrängt, doch hinter dem drei Meter hohen Zaun ist in der Zwischenzeit nichts passiert.
Weitere zwei Jahre Leerstand mehr, sind weitere zwei Jahre zu viel! Wir haben uns zusammengeschlossen und haben in der Nacht vom 29. auf den 30.Mai das Gebäude an der Fabrikstrasse 14 wieder besetzt. Ab heute lebt dieses Haus wieder! Es wird mit Ideen gefüllt, welche fern ab von Konsumzwängen und Fremdbestimmung erträumt wurden. Kommt vorbei, bringt euch ein und bis gli!
Liebe Grüsse Villa Rasselbande

Ostermundigenstrasse 93

Unbegrenzte Möglichkeiten im ehemaligen Swisscom – Tower. Nach der Beendigung der Zwischennutzung steht der grosse Tower seit Monaten leer. Wir das Kollektiv “TARAP” möchten die unzähligen Räume und den Tower beleben. Da der Umbau offensichtlich nicht begonnen hat, fragen wir uns, warum warten, wenn wir den Leerstand schon jetzt nutzen könnten?
Kreative Freiräume werden in Bern immer rarer. Gebäude im Leerstand zu belassen bedeutet, dass die Lebendigkeit einer Stadt langsam aber sicher eingeht. Gerade ein so grosses Gebäude wie der ehemalige Swisscom Tower darf nicht einfach leerstehen. Deswegen laden wir Alle dazu ein. Kommt vorbei. Sucht euch einen Raum und verwirklicht eure Projekte.

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AntiKriegsDemo in Luzern

Hoch die grenzenlose Solidarität!

Blutige Konflikte sind zurzeit überall auf den Erdball zu finden.



Raketen fliegen zwischen Israel und Palästina hin und her. In Kolumbien sowie in Myanmar werden Menschen des Widerstands mit militärischer Gewalt getötet. Erdogan begeht immer noch Genozid an den Kurd:innnen, Marokko unterdrückt die Westsahara und Kongo verharrt seit über 20 Jahren in einem blutigen Konflikt über die Bodenschätze. Leider ist diese Aufzählung nicht abschliessend, es gibt noch viele weitere Konflikte und Kriege.

Die Ursachen für solche Konflikte sind oft geschichtlich und sozio-politisch verknüpft, sie führen auf alte Konflikte zurück, die nie richtig aufgearbeitet wurden. Es sind postkolonialistische Überbleibsel, aber auch die faschistische Vergangenheit ausgehend von Europa holt uns alle immer wieder ein.

Fakt ist, dass die Schweiz hier nie eine unschuldige Rolle spielt. Oft haben Schweizer Firmen ökonomische Verträge mit den Mächtigen, welche die Konflikte anführen. Zudem ist die Schweiz Waffenhändlerin, sie stellt die Waffen in der Schweiz her und exportiert sie. Die Schweiz profitiert also vom Elend dieser Konflikte. So viel zur Schweizer Neutralität und Transparenz.

Es ist unser kapitalistisches hierarchisches System, dass Menschen in jene Menschen unterteilt, in diejenigen die unterdrücken und die die unterdrückt werden. Das System begünstigt Kriege und ungerechte Machtverteilung. So dass wenige Menschen sehr hohe hierarchische Machtstellung geniessen, während andere um ihre Existenz kämpfen müssen. Lasst uns diese Ungerechtigkeit bekämpfen!

Wir fordern von der Schweiz Transparenz und den Stopp von Waffenexport. Die Schweiz muss damit aufhören Firmen, welche mit den mächtigen Kriegsherren Handel betreiben zu unterstützen. Stattdessen soll sie hinschauen sich mit den unterdrückten Menschen solidarisieren und allenfalls Sanktionen aussprechen. Die Schweiz muss endlich anfangen sich einzugestehen, dass sie ein Teil des Problems ist und dass wir vieles aufarbeiten müssen, wie zum Beispiel die Vergangenheit des Kolonialismus.

Wir rufen zu Demonstration auf, weil wir nicht die Augen verschliessen wollen. Weil wir wissen, dass eine andere Welt möglich ist. Eine Friedliche Welt. Denn sie ist unsere Welt und gehört nicht den wenigen Mächtigen!

Lasst uns mit den Menschen solidarisieren, welche sich mutig gegen die ausbeuterischen Machtstrukturen und Institutionen stellen. Lasst uns gemeinsam laut gegen ein kapitalistisches System protestieren, welches uns immer wieder in die Knie zwingt. Lasst uns an die Menschen gedenken, welche ihr Leben in diesen Kriegen verloren haben.

Bringt eure lautesten Stimmen, die «hässigstä» Parolen und die buntesten Transparente mit.

Denn es geht um Frieden FÜR ALLE und Krieg FÜR KEINE!

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Pfingsten wird heiß

Gegen Planlosigkeit und Ineffizienz: Italiens Linke vereint im Protest gegen Weltgesundheitsgipfel der »G 20«

Italien erlebt ein heißes Pfingsten. Über 50 Organisationen und Persönlichkeiten der Linken, die dieses Prädikat noch für sich in Anspruch nehmen können, hatten in einem gemeinsamen Appell zu Protestaktionen gegen den in Rom am Freitag von Italiens Premier Mario Draghi und EU-Kommisionspräsidentin Ursula von der Leyen eröffneten Weltgesundheitsgipfel der »G 20« aufgerufen.

Darin prangern die Unterzeichner die Auswirkungen der Politik der »20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer« sowie der italienischen Regierung des früheren EZB-Chefs ­Draghi während der Coronapandemie an. »Die Pandemie hat die Planlosigkeit und Ineffizienz des Gesundheitswesens gezeigt, wenn es auf Gewinn und Markt setzt«, heißt es in dem Appell. Die Regierungen der reichsten Länder der Welt werden anklagt, mit fast drei Millionen Infizierten und 500.000 Toten »ein beispielloses Massaker« angerichtet zu haben.

Der Aufruf wird getragen von einer antikapitalistischen Linken, die von der Partei Potere al Popolo über Gewerkschaften, Verbände und Friedens-, Frauen-, Studierenden- und Schülerorganisationen bis zu solchen von Immigranten und Umweltschützern reicht. Die palästinensische Gemeinschaft von Rom und des Latiums hat angekündigt, in großer Zahl teilzunehmen. Teilnehmen wollen auch die Kommunisten, die den alten Namen des Partito Comunista Italiano (PCI) von Palmiro Togliatti und Antonio Gramsci führen, die Partei der kommunistischen Wiedergründung (Rifondazione Comunista, PRC) und die der IV. trotzkistischen Internationale angehörende Kommunistische Arbeiterpartei (PCL). Initiator des Aufrufs, der unerwartet starke Zustimmung fand, war das kommunistische Onlineportal Contropiano.

Unter den über 30 Persönlichkeiten, die den Aufruf unterzeichneten, befinden sich namhafte Wissenschaftler, Schriftsteller und Künstler verschiedener Disziplinen, darunter Angelo Barraca, renommierter Forscher der Grundlagen der Quantenmechanik und Elementarteilchenphysik. Der Atomwaffengegner ist auch ein Kritiker der Rolle, die dieWissenschaft im Dienst der kapitalistischen Gesellschaft einnimmt, und setzt sich in sozialen Auseinandersetzungen für die Rechte der Arbeiter ein.

Die Protestdemonstrationen und Kundgebungen erfassen alle Regionalhauptstädte und Dutzende weitere Städte. Höhepunkt soll in Rom am Sonnabend eine landesweite Demonstration sein, zu der sich Teilnehmer aus anderen Städten angekündigt haben. Sie steht unter der Losung »Impfstoffe, öffentliche Gesundheit und soziale Gerechtigkeit für alle«. Nach einem Aufruf der Basisgewerkschaft USB legten am Freitag landesweit Mitarbeiter des Gesundheitswesens die Arbeit nieder, um gegen den Gipfel der »G 20«zu protestieren und ein Modell zu fordern, das den Bedürfnissen der Bevölkerung dient und territoriale Ungleichheiten beseitigt.

Der marxistische Intellektuelle Stefano Azzará, Professor an der Universität Urbino, sieht in diesen Kampfaktionen nach einem Jahrzehnt der Spaltung »ein erstes wichtiges Signal zum Wiederaufbau der Einheit der Linken und der Kommunisten«. Diese Linke widersetze sich, so Azzará gegenüber jW, »der Verschiebung des politischen Rahmens nach rechts, wie sie von der Regierung Draghi betrieben wird«. Diese Regierung nutze »die Gelder des EU-Wiederaufbaufonds überwiegend zur Finanzierung der Unternehmen, während die Rechte der Arbeiter weiter beseitigt werden und die Verarmung zunimmt«. Der jetzt einsetzende Prozess der Verständigung ermögliche, »eine autonome politische Front ins Leben zu rufen, die die Rechte der Arbeiter verteidigt, der Übermacht des Kapitals entgegentritt, für den vom Imperialismus bedrohten Frieden kämpft und jeder Form der Diskriminierung Einhalt gebietet«.

Quelle: https://www.jungewelt.de/artikel/402874.pandemie-und-kapital-pfingsten-wird-hei%C3%9F.html



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21. Mai: Strike for Future!


Die Covid-19-Krise und ihre Auswirkungen zeigen: Krisen müssen ernst genommen werden!
Deshalb können wir nicht länger warten und zusehen, wie Katastrophe nach Katastrophe uns überrollt – wir müssen die Dinge selbst in die Hand nehmen!

Darum ruft der Klimastreik gemeinsam mit vielen verschiedenen Organisationen, Bewegungen und Individuen den Strike for Future erneut ins Leben. Willst auch du nicht länger dulden, dass alles auf den Rücken der systemrelevanten Arbeiter*innen abgewälzt wird? Willst auch du dir nicht vorstellen müssen, deinem zukünftigen Enkelkind mal erklären zu müssen, was Schnee ist? Dann schliess dich unserer Bewegung an und sei am 21. Mai laut für eine lebenswerte Zukunft für Alle!



11:59 – Klimaalarm
15:00 Uhr – 17:00 Uhr – Standaktionen in der Altstadt
17:00 Uhr – Velodemo Abendprogramm Dieses Programm ist noch nicht fertig, aber gibt doch schon mal ein paar gute Einblicke, auf was ihr euch freuen könnt. Wir freuen uns darauf, mit dir zusammen am 21. Mai für die Zukunft zu streiken!

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Freiheit für Mumia Abu-Jamal

Transpiaktion: Freiheit für Mumia Abu-Jamal

Am Freitag Morgen haben Mitglieder der Gruppe RESolut an der Museggmauer ein Transpi mit der Aufschrift «Free Mumia Abu-Jamal» aufgehängt. Damit solidarisieren wir uns mit Mumia und fordern seine sofortige Freilassung.

Seit bald 40 Jahren sitzt der Journalist, Autor und Bürgerrechtler Mumia Abu—Jamal in Amerika im Knast. Erst sass er in der Todeszelle, 2011 wurde das Urteil in lebenslange Haft umgewandelt. Als Radioreporter machte er sich einen Namen als «The Voice of the Voiceless» und berichtete mit und über People of Color in der Amerikanischen Bürgerrechtsbewegung.

Mumias Verfahren verlief alles andere als fair. Die Jury bestand nur aus weissen Perosnen und Zeug*innen wollen den zuständigen Richter Sabo gehört haben, wie er zu der Jury sagte «Ich werde Ihnen helfen diesen N**** zu grillen». Obwohl Zeugen ihre Aussagen zum Tatvorgang zurückgezogen haben und neue Zeug*innen aufgetaucht sind, weigern sich die USA bis heute den Fall neu aufzurollen.

Heute geht es dem 67jährigen Mumia Abu-Jamal sehr schlecht und er braucht unsere Unterstützung dringend. 40 Jahre Gefängnisfrass haben zu Typ 2 Diabetes geführt. Ausserdem erkrankte er kürzlich am Corona-Virus und musste am Herzen operiert werden. Seine Unterstützer*innen fordern deshalb jetzt mehr denn je seine Freilassung. Bleibt Mumia im Knast mit seiner unzureichenden Gesundheitsversorgung, dem Mangel an Bewegung und dem schlechten Essen wird er sterben.

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Walk of Care am 12. Mai in Luzern (17h Mühleplatz)

Am 12. Mai ist der internationale Tag der Pflege. Um den Anliegen der Pflegefachpersonen Nachdruck zu verleihen rufen wir die Bevölkerung und die Pflegenden dazu auf, gemeinsam ein Zeichen zu setzten.

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8. Mai: Eichwäldli bleibt – Demo auf Rollen!

SA, 8. Mai 17h
#Luzern

DEMO auf ROLLEN! 17h Besammlung beim Eichwäldli. Bring den fahrbaren Untersatz deines Vertrauens, schmück dein Kickboard, Cargovelo, Segway, Rollschuh, bring deinen Helm oder andere extravagante Kopfbedeckung.

Bewilligung angemeldet.
Maske + Abstand.

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