Wer ist Lagota?
LAGOTA kommt vom Spanischen und heisst „der Tropfen“.
LAGOTA ist eine politische Gruppierung, die sich als Teil der ausserparlamentarischen Linken versteht. Sie bietet eine Plattform, auf der sich interessierte Personen mit politischen Themen auseinandersetzen können.
LAGOTA setzt sich zum Ziel, das politische Bewusstsein der Gesellschaft zu fördern. Ihr Antrieb ist die Überzeugung, dass das kapitalistische System überwunden werden muss, um die bestehenden Herrschaftsverhältnisse abzuschaffen.Lagota Web
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Category Archives: Antirep
“Räumung=Krawalle”
Was fällt euch ein, in unser Haus einzufallen? Mit Sondereinheiten einen Quartierstreffpunkt zu räumen? Wo eben noch Leben war, steht jetzt ein Käfig. Kochequipment, Veloflickzeug, Kinderspielsachen, Druckutensilien, Sofas – alles “sicher” verstaut hinter einem vier Meter hohen Zaun, rund um die Uhr bewacht von Hilfssheriffs der Firma Vüch. Verstaut bis zum Verstauben. Verstaut, bis es „entsorgt, verschenkt oder verkauft“ wird. Es ist, als wurde ein*e Freund*in von uns hinter Gitter gesperrt. Ihr habt dem Fabrikool die Augen genommen, die Fenster, die wir eigenhändig eingebaut haben. Drinnen ist jetzt kein Licht mehr, keine Wärme und kein Geräusch.
Einfach aus Prinzip wurde unser Lebensraum zerstört, obwohl klar ist, dass vor 2020 nicht gebaut wird. Weil der Staat einen „vertragslosen Zustand“ nicht ertragen kann. Wir haben im Fabrikool nicht gewohnt, aber wir haben dort gelebt, wir haben das Haus belebt und es ist unser Haus. Es gehört niemandem und allen, aber sicher nicht denen, die es uns gewaltsam nehmen. Und schon gar nicht irgendwelchen profitgesteuerten Architekten, die 22.000 Fr. Miete im Monat abkassieren wollen. Und dennoch haben Hebeisen + Vatter mit ihrem Entwurf den 1. Platz in der Ausschreibung in puncto „Quartierverträglichkeit“ erhalten.
Die Bedeutung des Fabrikools für das Quartier ist dagegen nicht zu unterschätzen. In Zeiten da der Heimatbegriff um sich greift und Menschen ihr eigenständiges Denken ausknipsen, um den Heimatprediger*innen in Herden hinterherzurennen, setzt das Fabrikool dieser Seuche ein Zuhause entgegen. Ein Zuhause, das niemanden ausschliesst, die*der niemand anderen ausschliesst wegen Hautfarbe, Körper, Alter, Geschlecht*, Herkunft, sozialem Status, Geld, Papieren … allem, was dazu benutzt wird, Hierarchien zwischen Menschen zu konstruieren. An der Quartiersversammlung am Donnerstag fiel das Wort „Freiheit“, als es darum ging, das Zusammenleben im Fabrikool zu beschreiben. Diese Freiheit kann uns niemand nehmen.
Schon im Vorfeld der Abriegelung des Fabrikools wurde die Botschaft „Räumung = Krawalle“ auf einem kleiderbügelgrossen Schild an der Hauswand medial hochstilisiert. Ein gefundenes Fressen für die Presse. „Friedlich“ wurde die gewaltsame Räumung unseres Zuhauses wenige Tage darauf dann geradezu höhnisch betitelt. Was ist daran friedlich, wenn bewaffnete Einheiten unseren Lebensraum zerstören. Wenn mitten im Frühling alles Grün rund um das Gebäude mit Motorsägen beseitigt wird (ironischerweise fand das Gemetzel unmittelbar unterhalb eines „Hambi bleibt“-Banners statt). Wenn solidarische Menschen von Bullen belästigt und auf den Posten verschleppt werden, egal wie jung sie sind.
All die solidarischen Menschen, die während der Räumung präsent waren, bleiben in der Presse natürlich unerwähnt. Denn dem medial beliebten Bild des „linksautonomen Terrors“ ist es wenig zuträglich, von wütenden Anwohner*innen zu berichten, die den Cops ihre Meinung sagen.
Vermutlich sollte der Kommentar „friedlich“ ein Seitenhieb auf die Besetzer*innen sein, als hätten diese nichts als leere Drohungen zu bieten.
Aber wir wissen, wovor der Staat und seine Marionetten in Wahrheit am meisten Angst haben: Die „Bewegung Fabrikool“ lebt. Der Rückhalt, den das Fabrikool in der ganzen Stadt erfährt, ist ihr Alptraum. Aber er lässt sich nicht einfach wegschweigen.
Breit wie die Belebung des Fabrikools ist der Widerstand. Denn Widerstand ist nicht „nur“ Steine schmeissen und brennende Barrikaden errichten. Widerstand ist auch, wenn überall im Quartier und in der ganzen Stadt „Fabrikool bleibt“-Fahnen aus den Fenstern hängen. Wenn sich eine Anwohnerin bei der Quartiersversammlung am Donnerstag für eine Neubesetzung ausspricht und der gesamte Saal applaudiert. Wenn Menschen kochen für die bunte Demo am Freitag. Widerstand bedeutet, einfach da zu sein bei der Räumung. Und Widerstand ist: Kinder hüten, damit die Eltern mitmachen können bei den Riots am Samstag nach der Räumung.
Riots sind eine weitere und wichtige Form des Widerstands. Sie haben etwas sehr befreiendes. All die Energie, die in das Fabrikool gesteckt wurde, ist noch lange nicht versiegt – sie wurde geradezu freigesetzt. Wir sind nicht friedlich. Aber wir reagieren nicht ziellos und unkontrolliert. Wir organisieren uns, und wir bleiben unkontrollierbar.
Unser Angriff ist für alle, die genug haben von der tagtäglichen Schikane durch die Behörden. Von den ständigen Vorplatzkontrollen, der systematischen Willkür, dem institutionalisierten Rassismus der Behörden, den Angriffen auf unsere Freiheit. Davon, dass Bullen und Staat versuchen, alles im Keim zu ersticken, was die herrschende Ordnung in Frage stellt und der allgegenwärtigen Depression neue Ideen entgegensetzt.
Und unser Angriff richtet sich gegen alle, die sich uns in den Weg stellen.
So sieht ein Tag X aus, Cioppi.
Wir bleiben wütend.
Nichts ist vorbei!
No Cops – No Masters – No Hebeisen+Vatters – verpisst euch, ihr seid unerwünscht! Continue reading
Der spanische Staat will Nekane wieder ins Gefängnis bringen!
Das Sondergericht Audiencia Nacional hat ein neues Rechtshilfegesuch gestellt. Die Schweizer Regierung zeigt sich wieder kollaborationsbereit mit dem spanischen Folterapparat. Am 22.5. muss Nekane in der Bundesanwaltschaft Bern erscheinen, um per Videokonferenz durch die spanischen Behörden befragt zu werden. Continue reading
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“Republikanische Ordnung”
70.000 Bewaffnete ersticken den »Gelbwesten«-Protest in Paris. Regierung meldet Rettung der Demokratie Continue reading
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Fear and Loathing in St. Gallen
Als Reaktion auf das grösste Neonazikonzert Europas will St. Gallen «extremistische Veranstaltungen» verbieten. Gegen Nazis wird das geplante Polizeigesetz aber nichts nützen. Viel mehr ist es ein Freipass für Behördenwillkür und die Unterdrückung linksradikaler Kritik. Continue reading
Bern: Zur Lage der Narrenfreiheit der Vandalen
Wer in Bern eine Demo organisiert, soll künftig ein Risiko von 30’000 Franken tragen. Damit wollen die bürgerlichen Parteien politischen Protest und Widerstand erschweren. Doch wie das Beispiel Luzern zeigt, erweist sich ein solches Gesetz für den Staat als zweischneidiges Schwert. Continue reading
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Demo “Eichwäldli muss bleiben!” am 12. Januar
Samstag 12.1.19 um 14 Uhr am Murmattweg 2
Anschliessender Spaziergang durch die Stadt.
Bewilligung ist eingereicht.
www.eichwaeldibleibt.noblogs.org Continue reading
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Eichwäldli bleibt!
Seit einem halben Jahr leben wir, die Familie Eichwäldli in einem wunderbaren Haus gleich neben dem Eichwald in Luzern. Unser Kollektiv lebt anarchistische Ideen und belebt ein Quartier mitten in der Stadt. Wir laden jeden Montag zu einer Vokü, am Mittwoch zum Yoga und am Donnerstag jeweils zum Mittagstisch ein. Der Mietvertrag der Liegenschaft ist Ende 2018 ausgelaufen und die Eigentümerin (Stadt Luzern) verweigerte jegliche Gespräche über Lösungsvorschläge für den Erhalt des Hauses. Daraufhin haben wir das Haus am 1.1.2019 besetzt. Continue reading
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Es weihnachtet sehr – die Stadt Luzern stellt eine WG mit Kind auf die Strasse
Die zehnköpfige Wohngemeinschaft mit Kind hat eigentlich bis Ende Jahr einen Mietvertrag. Da die Stadt Luzern die jungen Untermieter*innen am Murmattenweg in die Hausbesetzer*innen-Ecke stellt, hat sie den Vertrag gekündigt und will die WG mit fadenscheiniger Begründung über Nacht auf die Strasse stellen. Ein Augenschein vor Ort. Continue reading
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Tagged Eichwäldli, Räumung
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Antifarally 2018
Nach einer erfolgreichen Vernetzung schweizweiter antifaschistischer Gruppen und organisationen, starten wir in diesem Jahr erneut eine Rally um unsere Kontakte und unsere Kräfte zu einer schweizweiten Front zu konsolidieren. Continue reading
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Tagged Antifa-Rally SVP, PNOS; Neonazis
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Demonstration “Ich bin auch ein Mensch” am 5. Juli in Luzern
Besammlung um 17 Uhr beim Mühlenplatz. Demo-Start um 18:30 Uhr.
Alle Individuen und Gruppen, die sich migrationssolidarisch einsetzen und einer breiten Öffentlichkeit etwas dazu zu sagen haben, sind übrigens herzlich dazu aufgefordert, auch eigene Flugblätter und Transparente zu produzieren.
Die Reisekosten für geflüchtete Menschen aus den Kantonen Zug, Obwalden, Nidwalden, Luzern und Schwyz können vom Solinetz Luzern übernommen werden. Falls du ein Ticket brauchst, so schreibe an “info@solinetzluzern.ch” Continue reading
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Tagged Demo, Luzern, Mensch, Migration
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