Communiqué zum Tanz Dich Frei 3 vom 25.5.13

Communiqué zum Tanz dich Frei 3 vom 25.5.2013

Bern lebt wieder! Im Zuge des Tanz dich Frei haben sich heute mehr als 10’000 Leute die Strassen Berns für eine Nacht zurückgenommen und sind dem Aufruf des Tanz dich Frei Drei gefolgt. Nach einem Warm-up beim Bahnhofplatz, setzte sich der Zug nach 20 Uhr in Bewegung.

Nachdem die Demo friedlich und auf geplanter Route loslief, wurde die Strasse auf der Höhe der kleinen Schanze von Feuerwehrautos und Sanität gesperrt. Diese räumten jedoch die Strasse und gaben die Route frei. Die Strasse zum Bundeshaus war frei, und der Zug setzte sich erneut in Bewegung. Ein paar Leute rüttelten im Vorbeigehen am Hochsicherheitszaun und filmten mit Handys das Geschehen. Darauf hin setzte die Polizei Pfefferspray ein und der Wasserwerfer wurde eingesetzt. Anschliessend wurde auch Gummischrot und Tränengaspetarden eingesetzt. Es wurden viele Menschen eingenebelt, Unschuldige gerieten in Panik, nicht wenige wurden verletzt. Dies führte bei vielen Teilnehmer_innen zu Wut und sie setzten sich zur Wehr.

Der Ausgang der Demo passt zu der Hetzkampagne von Reto Nause im Vorfeld, die eine bewusste Eskalation beinhaltete. Eine Hetzkampagne, die Angst machen sollte. Wo vor Massenpaniken gewarnt wurde. Nun hat die Polizei eine solche ausgelöst. Mit dem Einsatz von Tränengas Massenpanik verhindern zu wollen ist jedoch doof.

Die Ereignisse von heute Abend sind bedenklich, jedoch nicht unbedingt erstaunlich: So liess der Staat seine realen Absichten klar durchblicken: Der Schutz des Bundeshaus ist wichtiger als derjenige von tausenden von Menschen. Die Polizei nahm eine hohe Anzahl von Verletzten Personen in Kauf, um ein Gebäude zu schützen.

Die Menschen liessen sich von dieser Gewalt jedoch nicht beeinflussen und feierten friedlich auf der Schützenmatte weiter.

Mit der Veranstaltung wurde unter anderem auf die Stadtentwicklung aufmerksam gemacht:
Das Kernanliegen der aktuellen Stadtentwicklung ist es, der Entstehung einer A-Stadt entgegenzuwirken. Das heisst eine Stadt mit einem übermässigen Anteil an Armen, Alten, Arbeitslosen, Autonomen, Ausländer_innen, Asozialen und Anderen zu vermeiden.
Niemand fragt uns, ob diese Politik unseren Vorstellungen entspricht. Denn das tut sie nicht!
UNSER Problem ist, dass IHRE Aufwertungspolitik sich einzig und allein an den Bedürfnissen eines kleinen, wohlhabenden Bevölkerungsteils orientiert, denn nur Menschen mit Geld bringen die erwünschten Profite. All jene, die nicht zu dieser Schicht gehören, bleiben einmal mehr auf der Strecke. Der Nutzen ist nur einigen Wenigen vorbehalten, die Nachteile wirken sich aber im Alltag aller anderen aus. Die Nutzung des öffentlichen Raums wird grundsätzlich eingeschränkt, unliebsame Personengruppen aus diesem weggewiesen. In privaten Geschäften und immer mehr auch auf öffentlichen Plätzen werden wir von Kameras überwacht. Das (Nacht-)leben wird zusehends eingeschränkt. Politische Aktionen werden nicht toleriert und im Keim erstickt um eine möglichst hohe Abschreckung zu erreichen. Und dies sind nur einige Beispiele.

Auch wir wollen eine A-Stadt verhindern. Diese besteht für uns aber aus Aufwertungspolitik, Ausgrenzung und Ausbeutung. Wir wollen uns nicht auf der Nase herumtanzen lassen, sondern selber bestimmen, wo und wann wir tanzen! Die Aufwertungspolitik ist aber nur ein Symptom, eine logische Konsequenz des kapitalistischen Systems

Es ist schade, dass die Veranstaltung nicht friedlich zu Ende gefeiert werden konnte.

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Critical Mass am 25.5 in Luzern

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Smash the Camps: Zur Besetzung des Duttweiler-Areals

Seit heute Samstag, 18. Mai 2013, besetzen wir das Duttweiler-Areal in Zürich West für drei Tage. Der Staat will hier ein erstes «Bundeszentrum» für Asylsuchende errichten und ab Januar 2014 die Durchführbarkeit seiner neuen Strategie in der Asylpolitik testen. Weil wir gegen jegliche Art von Herrschaft, Ausbeutung, Unterdrückung und Einsperrung sind, bekämpfen wir dieses geplante Internierungslager.

Die Aktion «Smash the Camps» wird von direkt Betroffenen und Solidarischen, Einzelnen und Gruppierungen gebildet, die das Migrationsregime als Ganzes ablehnen und deshalb das Bundeslager (als Teil staatlicher Lagerpolitik) auf dem Duttweiler-Areal verhindern wollen. Wir delegieren unsere Macht nicht an Parteien und Asylorganisationen, die sich im Bestreben, die Migration zu lenken und zu kontrollieren grundsätzlich einig sind, sondern setzen auf Selbstorganisation und Selbstermächtigung. Dazu nehmen wir uns Raum, ohne darum zu bitten, und suchen gemeinsam nach Möglichkeiten, wie wir die Abläufe des Migrationsregimes sabotieren können.

Wir lehnen jede Kooperation mit Medienschaffenden ab und verweisen für Stellungnahmen auf dieses Schreiben. Für uns stehen die selbstorganisierten und selbstermächtigenden Prozesse vor Ort im Vordergrund und nicht das mediale Spektakel.

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Bundeslager als Teil des globalen Herrschaftssystems
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Für ein effizienteres Ausweisungsverfahren soll auf dem Duttweiler Areal in Zürich West ein neuer Repressions-Komplex entstehen, in welchem 500 Asylsuchende einquartiert werden sollen. Dieser vereint u.a. eine Rechtsberatung, zuständige Behörden und die Polizei. In der Umgebung sind zudem 700 Ausschaffungshaftplätze, sowie Spezialknäste für «renitente» Asylsuchende geplant; ein neuer Komplex also, in dem sich die ganze Ausschaffungsmaschinerie konzentriert. Dieser Komplex dient den Herrschenden zum Erhalt ihres Machtsystems, welches u.a. darauf beruht, all
jene, die sich nicht profitabel verwerten lassen, also für das System überflüssig sind, einzusperren und auszuschaffen. Konkret heisst das, dass all jene, die nicht unter widrigsten Umständen ausgebeutet werden können, da ihre Arbeitskraft nicht benötigt wird, illegalisiert und abgeschoben werden sollen. Menschen, die aufgrund unterschiedlicher kapitalistischer Verwerfungen migrieren, finden sich hier in den gleichen Ausbeutungs- und Unterdrückungsstrukturen wieder – nur der Kontext ist ein anderer. Jährlich landen Zehntausende in der Schlaufe des Asylverfahrens, werden illegalisiert und schnellstmöglich ausgeschafft. Diese Strukturen der Unterdrückung und Ausbeutung können nur in einer autoritären Gesellschaft bestehen, welche die herrschenden hierarchischen Machtstrukturen als unantastbaren Status Quo akzeptiert und als Grundlage eines progressiven,
demokratischen Systems versteht. Die Herrschenden setzen indes alles daran, diesen scheinheiligen Frieden inmitten eines sozialen Krieges zu bewahren und jede potenzielle Gefährdung wegzusperren.

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Bundeslager als Teil des postkolonialen Grenzregimes
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Bundeszentren dienen offiziell der Abschreckung von Migrant_innen. Sie reihen sich damit in die Massnahmen zur migrationspolitischen Abschottung Europas ein und zementieren postkoloniale Machtverhältnisse. Seit den 1970er Jahren findet eine Globalisierung der Produktion und des Handels statt. Märkte werden liberalisiert und grosse Teile der westlichen Industrie in ehemals kolonialisierte Niedriglohnländer verlagert. Damit sind Landenteignungen von Millionen subsistenzwirtschaftender Landwirt_innen sowie die Zerstörung lokaler Märkte und Sozialstrukturen verbunden. Als Folge dieser Ausbeutung und in der Hoffnung auf eine bessere Lebensperspektive migrieren viele nach Europa. Die europäischen Unternehmen sind jedoch aufgrund des wachsenden Tertiärsektors immer weniger auf niedrigqualifizierte Lohnabhängige aus dem Süden angewiesen und unter dem Druck der Krise können immer weniger Migrant_innen überhaupt noch in die kapitalistische Produktion integriert werden. Innerhalb des Schengenraumes herrscht Personenfreizügigkeit. Sie wird als kultureller Erfolg der europäischen Einheit gefeiert, führt jedoch mangels Schutzbestimmungen der Arbeitsbedingungen zu Konkurrenz und Lohndruck. Die Einwanderung nach Europa wird durch kontingentierte Aufnahmen von Hochqualifizierten, verstärkte Kontrollen der Aussengrenze und systematische Ausschaffungen reguliert. Mit den Bundeslagern wird die Schweiz über eine weitere Massnahme verfügen, um die postkolonialen Machtverhältnisse zu verteidigen.

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Bundeslager als Teil des kapitalistischen Ausbeutungsregimes
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Falls Migrant_innen trotz lebensbedrohlichen Grenzregimes in die Schweiz gelangen, werden sie zukünftig in Bundeslager gesperrt. Diese sind, wie Lager im Allgemeinen, ein Ort der Entrechtung, der Isolation und der Stigmatisierung. In Bundeslagern werden Flüchtlinge in «Richtige» und «Falsche» unterteilt. Illegalisierte Migrant_innen werden der Ausschaffungsmaschinerie zugeführt oder müssen untertauchen und sich mit Schwarzarbeit durchschlagen. Niedriglohnbranchen wie Bau, Gastronomie, Landwirtschaft oder der Care-Bereich setzen auf einen ethnisch hierarchisierten Arbeitsmarkt und die Ausbeutung illegalisierter Migrant_innen. In bestimmten Sektoren benötigt das Kapital solche entrechteten Arbeitskräfte, um archaische Ausbeutungsformen aufrechtzuerhalten. Die blosse Anwesenheit stigmatisierter Arbeitskräfte dient dazu, Teile der Arbeitswelt gegeneinander auszuspielen. Durch diese Lagerpolitik wird ein rassistischer Boden bereitgelegt, welcher sich durch mediale Hetze verfestigt und zur Verschärfung des Asylwesens beiträgt. Illegalisierte Migrant_innen sind idealtypische Angestellte des neoliberalen Akkumulationsregimes und führen zu Anpassungen der Lohn- und Anstellungsbedingungen nach unten. Die Bundeslager tragen dazu bei, dass das Kapital zu den benötigten ausbeutbaren Arbeitskräften kommt.

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Bundeslager als Teil des neoliberalen Asylregimes
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Die laufende Asylgesetzrevision hat wie die bisherigen einen ausgeprägten unternehmerischen Managementcharakter. Die effizientere Gestaltung des Asylverfahrens und der effektivere Vollzug von Wegweisungen standen häufig im Mittelpunkt der Revisionen. Effizienz und Effektivität stellen Kriterien in einem betriebswirtschaftlichen Unternehmen dar, um Abläufe zu optimieren. Die Bundeslager sollen die Abläufe ebenfalls «beschleunigen». Asylsuchende, BFM, Rechtsvertretung, Rückkehrhilfe, Dokumentprüfende, Polizei, u.s.w. werden zu diesem Zweck künftig am gleichen Ort konzentriert. Hierzu werden in der Umgebung der fünf Empfangszentren je vier Lager an bis zu 400 Plätzen und zu den 430 bestehenden Haftplätzen weitere 700 für
Ausschaffungs- oder Beugehaft geschaffen. Diese «Beschleunigung» wird im Sinne der Asylsuchenden dargelegt, da diese ein Recht auf einen raschen Entscheid hätten. Tatsächlich geht es aber um die effiziente und effektive Lenkung der Migration. Die neuen Bundeslager gehen deshalb mit einer massiven Ausweitung des Repressionsapparates einher. Das Ziel ist die Zahl der Asylgesuche bzw. Kosten zu senken und «echte» von «falschen» Flüchtlingen zu trennen. Das sind die Qualitätsmerkmale eines neoliberalen Asylregimes, welches Migrant_innen stigmatisiert, degradiert und wie Waren in einer Fliessbandproduktion verarbeitet.

Die Zeiten des Dialogs sind vorbei:
BUNDESLAGER VERHINDERN!

Quelle: http://ch.indymedia.org/de/2013/05/89680.shtml

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Ankündigung: Nächtliches Tanzvergnügen 3.0

Samstag, 8. Juni 2013, 20.30 Uhr, Kantipark, Aarau

Letzten September haben wir uns mit etwa 2000 Menschen die Strassen Aaraus genommen – ohne um Erlaubnis zu fragen. Die anschliessende Besetzung und die damit begonnene unkommerzielle Party in der Aeschbach-Halle war für Aarau in diesem Ausmass ein Novum und fand bei den Nachtschwärmer_innen grossen Anklang.

Auch in diesem Jahr wollen wir uns vermehrt den Freiraum nehmen, den wir nur allzu dringend brauchen und geben nicht Ruhe, bis wir ihn uns erkämpft haben. Deswegen gehen wir am Samstag, 8. Juni 2013 wieder auf die Strassen und demonstrieren für mehr selbstverwaltete Freiräume, ein Autonomes Zentrum in Aarau und tanzen die herrschenden Verhältnisse in Grund und Boden.

Denn die Zukunft sieht düster aus: Etablierte Aarauer Kulturangebote wie das KBA und das Atelier Bleifrei verschwinden, die langfristige Zukunft vom KiFF ist ungewiss und in der Altstadt soll nur noch geflüstert werden. In und um den Bahnhof soll es sauber sein und wer nicht konform ist, wird von der Polizei oder privaten Sicherheitsdiensten verjagt.

Es liegt also an uns, neue Perspektiven zu eröffnen, Alternativen zu schaffen und so für einen kleinen Lichtblick zu sorgen.

Die Party ist, was du draus machst. Du hast eine gute Idee und möchtest dich am dritten Nächtlichen Tanzvergnügen – vielleicht sogar mit einem Wagen – beteiligen? Melde dich bei uns!

Autonom, subversiv & unbequem!
AZ Aarau – Subito!

KAZ [Kampagne für ein autonomes Zentrum]

Quelle: http://www.aargrau.ch/

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Communiquée zur Sauvage vom Samstag, 11. Mai 2013 in Aarau

Ein ‚authentischer politischer Akt‘:
In der Nacht vom 11. Mai 2013 wurde die Herzogstrasse 15 in Aarau vorübergehend mit 100 Menschen besetzt und ihr mit einer Party und Konzerten auf zwei Floors neues Leben eingehaucht. Als eine weitere Aktion der KAZ [Kampagne für ein autonomes Zentrum] wird damit für ein selbstverwaltetes Zentrum in Aarau gekämpft und zumindest für eine Nacht ein temporärer Freiraum geschaffen sowie ein Zeichen gegen die momentane Stadtentwicklung gesetzt. Die anwesende Polizei konnte den geplanten Ablauf nicht behindern. Wir sehen nicht tatenlos zu, wie ganze Stadtteile aufgewertet und somit Menschen verdrängt werden.

Uns ist bewusst, dass Aarau im internationalen Städte-Ranking möglichst gut abschneiden muss. Deswegen kommt es der Stadt logischerweise gelegen, wenn Immobilienfirmen, wie beispielsweise die Mobimo, ganze Quartiere umgestalten, dass Aarau so konkurrenzfähig bleibt. Dafür verantwortlich ist der Kapitalismus, denn dieser basiert auf Konkurrenz und Ausbeutung. Alle müssen möglichst viel produzieren, damit dieser am Leben erhalten bleibt.

Darauf haben wir kein Bock. Wir wollen eine Gesellschaft, die auf gegenseitiger Hilfe, Respekt und Solidarität basiert. Und nach diesen Vorstellungen wurde auch gefeiert. Die Party war unabhängig vom Budget allen offen, niemand wurde von einem Türsteher durchsucht und für Getränke und Essen wurde eine Spende nach eigenem Ermessen bezahlt. Und so wird es auch weiter gehen. Wir werden auch in Zukunft leer stehende Häuser besetzen, den Öffentlichen Raum nutzen und uns die Strasse nehmen, solange wir keine dauerhafte Möglichkeit haben, uns zu entfalten und endlich zu leben.

Für eine herrschaftsfreie Welt!

KAZ [Kampagne für ein autonomes Zentrum]

Quelle: http://ch.indymedia.org/de/2013/05/89630.shtml

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Diverse Meldungen aus www.hans-stutz.ch

Unbekannter Ort, 26. April 2013
Die Partei National Orientierter Schweizer PNOS lädt zu ihrer jährlichen Generalversammlung. Der Tagungsort ist unbekannt, auch über die Anzahl Teilnehmer lässt der Sitzungsbericht nichts verlauten. Er erwähnt allerdings, dass ein bekannter deutscher Rechtsextremer aufgetreten ist: Olaf Rose, 54jährig und Historiker. Rose engagiert sich seit vielen Jahren für die Nationaldemokratische Partei Deutschland NPD. Er habe, so berichtet die PNOS, die “Arbeit der NPD” beschrieben und von den “desolaten Verhältnissen in der BRD” erzählt. In Wirklichkeit, befindet sich die NPD auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit. Nicht weil sie von einem Parteiverbot bedroht ist, sondern weil sie durch interne Auseinandersetzungen gelähmt ist und Mitglieder verliert, vor allem auch Militante aus rechtsextremen Subkulturen. PNOS-Gast Rose, der sich immer wieder für eine Rehabilitation des Hitler-Stellvertreters Rudof Hess engagiert, sitzt für die NPD im Parlament der sächsischen Kleinstadt Pirna. Im vergangenen Jahr kandidierte er für das Amt des Bundespräsidenten. Er erhielt in der Bundesversammlung von 1228 abgegebenen gültigen Stimmen gerade einmal jene drei der NPD-Abgeordneten.

Lausanne, 21. April 2013

Ein Schweizer äthiopischer Herkunft und sein nigerianischer Kollege wollen den Club “Buzz” besuchen, ein Türsteher verweigert ihnen den Zutritt, zuerst unter dem Vorwand, das Lokal sei voll, obwohl die Türstehern anderen BesucherInnen Einlass gewähren, und später mit der Begründung, Afrikaner seien nicht erwünscht, da sie Dealer seien und das Nachtleben stören würden. Gegenüber der Gratiszeitung”20minutes” behauptet ein Club-Sprecher später, es sei die erste derartige Klage in zehn Jahren und es könne sich nur um unglückliche Umstände handeln. Der “20minutes”-Redaktor senegalesischer Herkunft besucht daraufhin rund zwei Wochen später – zusammen mit einem Kollege, ebenfalls senegalesischer Herkunft – den Club “Buzz”. Auch ihnen wird der Einlass verwehrt, da eine Einladung notwendig sei, andere Personen hingegen können ohne Kontrolle eintreten. Als der Journalist eine Erklärung verlangt, drängt ihn der Türsteher gewaltsam zurück und tritt ihm auch gegen das Schienbein. Als der Journalist den Ort fotografiert, erhält er vom Türsteher noch einen Schlag ins Genick und muss sich die Verwünschung anhören: “Dir werde ich es zeigen!” (Je vais te démonter!)
Die Recherche von “20minuten” verdient Lob und Anerkennung. Der Journalist begnügt sich nicht mit der (im übrigen voraussehbaren) Erklärung des Club-Betreibers, sondern spielt die von der Auskunftsperson erwähnte Diskriminierung nochmals durch, diesmal mit einem entlarvenden Resultat.

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Solidarität mit Seda

Letzten Dienstag wurde unsere Freundin Seda in Italien festgenommen. Seda stammt aus der Türkei und hat in der Schweiz politisches Asyl bekommen. Mittlerweile hat sie den “B-Ausweis”, ist in ihrem Wohnort Bern gut integriert und hat vor so bald als möglich mit ihrem Anthropologiestudium zu beginnen.

In der Türkei wurde Seda an einer Demonstration verhaftet. Daraufhin wurde sie verurteilt, für eine politisch linke Gruppe “illegale” Propaganda gemacht zu haben. Der türkische Staat ist bekannt dafür, politische Opposition gegen die Regierung systematisch zu unterdrücken und auch vor Folter nicht zurückzuschrecken. Sedas Fall ist beispielhaft: Wegen Teilnahme an einer Demonstration ist Seda zu 7.5 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Türkei hat dazu einen internationalen Haftbefehl erlassen, von dem Seda allerdings nichts wusste.

Obwohl Seda politisches Asyl in der Schweiz gewährt worden ist, will der italienische Staat sie an die Türkei ausliefern. Seda wurde seit Dienstag drei Mal in ein anderes italienisches Gefängnis verlegt und sitzt zurzeit in Einzelhaft. Es geht ihr laut Angaben ihres Berner Freundes, der ebenfalls in Italien ist, entsprechend schlecht. Die beiden hatten vor, zusammen einige schöne Ferientage in Italien zu verbringen. Diese Ferien nahmen aber ein jähes Ende, als Seda aufgrund des internationalen Haftbefehls von der italienischen Polizei verhaftet wurde.

Die Situation ist äusserst brisant und verlangt sofortiges Handeln von allen Seiten. Sedas Freundeskreis ist darum bemüht, die nötigen juristischen Schritte einzuleiten und den Fall in die Öffentlichkeit zu tragen. In Italien wurde über den Fall bereits in den Medien berichtet, in der Schweiz herrscht derzeit noch stillschweigen.
Wir solidarisieren uns mit der morgigen Demonstration und ihrem Anliegen, Sedas Fall in die Öffentlichkeit zu tragen und damit Druck auf die italienischen Behörden auszuüben. Seda soll zurück in die Schweiz reisen können und nicht an den Folterstaat Türkei ausgeliefert werden!

FREIHEIT FÜR SEDA!
FREIHEIT FÜR ALLE POLITISCHEN GEFANGENEN!

Quelle: http://ch.indymedia.org/de/2013/05/89561.shtml

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Ein Paar Eindrücke vom Strassenfest

Leider ist das Strassenfest schon wieder vorbei, sniff…. Dafür freuen wir uns jetzt schon auf nächstes Jahr.

Danke an die unzähligen HelferInnen, OrganisatorInnen, RednerInnen, Bands, DJs, Poeten, Rappers, Barkeepers, Köche,…

Hier ein Paar Fotos:

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Morgen: Strassenfest UNSERE IDEEN BEFREIEN!

Der Antikapitalistische Tanz geht in die dritte Runde.
Am 4. Mai ab Mittag beim Pavillon/Kurplatz und auf den Strassen Luzerns und am Abend im Sedel.

ab 14Uhr
Essen, Bar, Infoständen, Reden uvm.

15:30 Umzug

17:30 Live Bands
Vendetta (Ex skalariak) SKA – Euskadi-
Maze ALTERNATIV ROCK -Luzern-
Pablo Haller SPOKEN WORD POETRY -Luzern-
La Freakmachine RUDE POP / SEXY OI -Ticino-
Holger Burner KLASSENKAMPFRAP -Hamburg-

22:00 Afterparty @ Sedel
DJ Büsi
Ostkost Soundsystem
Kusaren (Wuzz Täzz, Freudenhaus)
Captain Napkins ( Wuzz Täzz)
Zähler&Nenner (GMCA, Wuzz Täzz)
Soloduo Wuzz Täzz)
TerraOra (GMCA, Wuzz Täzz)

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Offizieller Aufruf zum antikapitalistischen Festival am Samstag 4. Mai ab 14 Uhr beim Pavillon am Kurplatz

Jahrzehntelang führte uns das Dogma der ungezügelten freien Marktwirtschaft durch irreale Wachstumsraten, fantastische Renditen und spekulative Geschäfte mit unseren Lebensgrundlagen schnurstracks in die nächste Weltwirtschaftskrise und an den Rand des Ruins. Ein System, dass nur noch durch immer beispiellosere Ausbeutung von Menschen, Tieren und der Natur Absatz findet und deren Nachfrage nur noch durch immer maßlosere Verschuldung aufrechterhalten werden kann. Wer glaubt heute noch an das Geschwafel der Selbstregulierung der Märkte? Ein Prinzip der verbrannten Erde, dessen Auswirkung uns alltäglich ein Bild der Zerstörung präsentiert. Multinationale Konzerne betreiben ökologische Verwüstung, rauben der Bevölkerung die Lebensgrundlage und zwingen Menschen in eine ruinöse Abhängigkeit. Ein von den Märkten, dem Wettbewerb und dem Finanzkapital dominiertes Überleben und diktiertes Sterben. Das soll unsere Zukunft sein?

Nur Profiteur_innen glauben an dieses politische und ideologische Leitbild. Selbstgerechte Eliten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit äußerst fragwürdiger Legitimation, welche vehement eine Umverteilung von Unten nach Oben betreiben und erfolgreich soziale Grundrechte bekämpfen. Diese gesteuerte Destabilisierung des ohnehin schwachen gesellschaftlichen Zusammenhaltes, führt zu einer stetig wachsenden Entsolidarisierung und schlussendlich in eine tiefschwarze Zukunft, deren Vorboten im ungarischen Parlament einsitzen, oder in griechischen Städten Pogrome vollstrecken oder unsere Strassen mit rechtpopulistischer Propaganda vergiften.

Unsere Ideen befreien

Die Freiheit Aller

Unsere Antwort kann nur die des kollektiven Bewusstseins sein. Eine Kollektivität, die sich über alle Grenzen hinweg und befreit von nationaler, konfessioneller und ideologischer Identität versteht und sich dafür einsetzt, dass ausnahmslos alle Bestrebungen politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Strukturen der Gemeinnützlichkeit und der Nachhaltigkeit verpflichtet sind. Dies hat für alle Menschen weltweit zu gelten. Daraus versteht sich von selbst, dass Alle einen gleichwertigen Zugang zu Allgemeingütern haben. Als Allgemeingut definieren wir in erster Linie alles, was ein Leben in Würde garantiert. Also ein Recht auf sauberes Wasser, saubere Luft, genügend Nahrung, freien Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung und Informationen, uneingeschränkte Bewegungsfreiheit und ein Recht auf Freiheit und Unversehrtheit. Es muss ein Prozess von unten in Kraft treten, welcher diese soziale Gerechtigkeit weltweit kontinuierlich und konsequent durchsetzt und ein Leben Aller des Lebens wegen möglich macht.

Wenn wir diese elementaren Forderungen im Bezug auf den globalen Zusammenhang betrachten, wird augenscheinlich, dass die Entwicklung gegensätzlicher nicht sein könnte. Aus einem einfachen Grund, das kapitalistische Wirtschaftssystem funktioniert nur dank dieser krassen Ungleichheit, der gewaltigen Unterdrückung und maßlosen Ausbeutung. Unsere Forderungen jedoch sind selbstverständlich und unverhandelbar. Deshalb müssen wir jeder Entwicklung den Kampf ansagen, welche im Widerspruch dazu steht. In allen Lebensbereichen und auf allen Ebenen, lokal wie global.

Das fängt an beim eigenen Zuhause. Im Einklang mit auf Standortwettbewerb fixierter Lokalpolitik lassen spekulative Investor_innen einen Stadtraum entstehen, welcher die tatsächlichen Bedürfnisse der Bevölkerung missachtet. Im Namen von Prestige und Profit werden Rahmenbedingungen geschaffen, welche eine soziale Gesellschaft verunmöglichen und eine gesteuerte Vertreibungspolitik ermöglichen. Dabei müssen wir verstehen, dass diese Entwicklung, ohne die durch rechtspopulistische und publizistische Hetze vorangetriebene Entsolidarisierung, nicht durchsetzbar wäre.

Ein Ausbruch daraus ist einerseits durch gegenseitige Unterstützung und nachbarschaftliche Organisation möglich, andererseits durch kollektiven Widerstand. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Industriestrasse in Luzern. Verhindern wir die Spekulation auf dem Wohnungsmarkt und schaffen wir nach den Prinzipien gemeinnütziger Genossenschaften lebenswerte Räume. Die Häuser den Bewohner_innen.

Oder in der eigenen Stadt. Wenn wir die Zukunftsvisionen der Entscheidungsträger_innen betrachten, wird schnell klar, dass durch die neoliberale Stadtentwicklung der Kapitalismus auch in den letzten Winkel unseres Lebens vorgestoßen ist. Eine vollkommene Kontrolle eines auf Rentabilität reduzierten Lebensraumes. Begleitet von einem medial inszenierten Sicherheitswahn, dessen Produkt ein überwachter und überreglementierter öffentlicher Raum ist und ein weiterer Auswuchs der Vertreibungspolitik darstellt. Menschen werden stigmatisiert und diskriminiert. Die Entsolidarisierungskampagnen haben uns vereinnahmt.

Wir fordern autonome Räume, befreit von der allgegenwärtigen konsumorientierten Identität. Räume in denen Solidarität gelebt wird, Begegnungen stattfinden und eine kulturelle Vielfalt bereichert durch den ungezwungenen Austausch den staatlich geförderten rassistischen und asozialen Konsens in unserer Gesellschaft durchbricht. Schauen wir hin und greifen ein, wenn Menschen schikaniert und diskriminiert werden. Schaffen wir die Wegweisungen ab, setzen wir das Bleiberecht für alle durch und sabotieren die Repressionsmaschinerie, wo es geht. Kämpfen wir gemeinsam für die Rückeroberung der Lebensräume.

Oder bei der Arbeit. Wir verkaufen unser Leben einer Lohnabhängigkeit, welche einzig dem Reichtum einiger Weniger dient. Viele hingegen können von ihrer Tätigkeit nicht leben und werden durch Regulierungen in eine prekäre soziale Abhängigkeit gezwungen. Die Stossrichtung ist offensichtlich. Durch Flexibilisierung soll der Wirtschaft ein Umfeld geschaffen werden, wo maximale Renditen ohne arbeitsrechtliche und soziale Schranken in einem rigorosen Wettkampf um Marktanteile geschöpft werden können. Wachstum und Profit gelten mehr als ein Menschenleben.

Um diese Abwärtsspirale aufhalten zu können, müssen wir die soziale Ungerechtigkeit global bekämpfen. Einer grenzenlosen freien Marktwirtschaft können wir nur begegnen, wenn wir uns von den konstruierten Feindbildern und den nationalstaatlichen Gebilden verabschieden. Lokale Zusammenhänge müssen dabei so verankert werden, dass sie der sozialen Gerechtigkeit weltweit verpflichtet sind. Organisieren wir uns basisdemokratisch und global von unten.

Boykottieren und sabotieren wir den Kampf gegen die soziale Gerechtigkeit weltweit. Greifen wir dort an, wo es weh tut, schaffen wir Öffentlichkeit und unterstützen wir lokale Widerstandsbewegungen durch Information und Solidarität. Solidarität lässt sich nicht delegieren, erheb auch du deine Stimme und beteilige dich aktiv an der Gestaltung unserer Zukunft. Die Freiheit aller muss einhergehen mit der gleichberechtigten Mitbestimmung. Die Ausbeutung lässt sich durchbrechen, durch konkreten Widerstand. Komm auch du greif zu!

Auf zum antikapitalistischen Tanz 3.0!

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